Erstellt am 1. Juli 2019 · Arbeitsleben · von

Yeah, Urlaub! 5 Tipps, um das Beste aus den freien Tagen zu machen

Lesezeit: 3 Minuten

Fünf Wochen. Mehr Zeit für Erholung haben die wenigsten Arbeitnehmer. Damit diese kurze Zeit auch wirklich möglichst erholsam wird, hat Arbeitspsychologin Christa Schirl fünf Tipps für uns, um das Beste aus dem Urlaub zu machen:

„Der wichtigste Urlaub beginnt im Alltag“, sagt Psychologin Christa Schirl und rät zu kleinen Urlaubsphasen, die die Hektik des Alltags auch abseits des großen Sommerurlaubs durchbrechen: regelmäßig Pause machen, an schönen Tagen einmal früher aus dem Büro gehen, nicht jeden Tag Überstunden schieben. Bei aller Gelassenheit im Alltag, geht es ohne die heiß erwartete Urlaubszeit dann aber doch nicht. Fünf Wochen bezahlter Urlaub stehen laut Urlaubsrecht jedem Arbeitnehmer zu – und man sollte das Beste daraus machen.

So machst du das Beste aus deinem Urlaub

52 oder 53 Wochen hat das Jahr, nur fünf davon sind für die meisten Arbeitnehmer arbeitsfrei. Eine ganz schön kurze Zeit, um sich wirklich zu erholen. Damit das bestmöglich gelingt, hat Arbeitspsychologin Christa Schirl ein paar wertvolle Tipps parat:

Arbeitspsychologin Christa Schirl

Christa Schirl

  • Urlaub richtig timen
    Wenn man sich urlaubsreif fühlt, ist es für die eigene Erholung oft schon zu spät. „Viel wichtiger als der Urlaub selbst sind die kleinen Urlaubsinseln im Alltag, dann ist der große Urlaub nicht mehr so dringend nötig“, erklärt Schirl. Statt ein halbes Jahr durchzuarbeiten, um sich dann zwei oder drei Wochen gönnen zu können, sollte man lieber auch zwischendurch ein bisschen Zeit für verlängerte Wochenenden und Kurzurlaube einplanen.
  • Welcher Urlaubstyp bin ich?
    Plötzlich Urlaub. Und jetzt? Kaum zu glauben, aber manche tun sogar im Urlaub Dinge, die ihnen eigentlich nicht gefallen. „Es gibt immer wieder Menschen, die genau den falschen Urlaub buchen“, sagt Schirl: Jemand sehnt sich nach Bergluft und grenzenlosem Weitblick vom Gipfel – im Urlaub findet man sich dann mit Kind und Kegel auf Cluburlaub in der Türkei. Das geschieht laut Schirl, wenn man sich vorher nicht ehrlich überlegt, was man eigentlich möchte, oder die Urlaubsplanung anderen Personen überlässt.
  • Aktiv oder doch lieber gemütlich?
    Die Psychologin rät dazu, im Urlaub das Gegenteil von dem zu machen, was im Job getan wird. Wer viel sitzt, möchte sich in seiner Urlaubszeit vielleicht viel bewegen und Sport treiben. Hat man beruflich sehr viel mit Menschen zu tun, sehnt man sich wahrscheinlich nach Ruhe und Rückzug. Wichtig ist, dass man den Urlaub wirklich als Auszeit vom Beruf nützt und entsprechend nicht das macht, was man im Arbeitsalltag tun muss. Wer im Job viel liest, sollte also eher in die Natur gehen und den Blick in die Ferne schweifen lassen. Hat man einen eher körperlich aktiven Beruf, ist es sinnvoll, im Urlaub dem Körper Ruhe zu gönnen und stattdessen die grauen Zellen etwas zu fordern.
  • In den Urlaub hineingleiten
    Der Klassiker: Die letzten Arbeitstage vor dem Urlaub sind gefüllt mit Meetings, Überstunden und Dingen, die man noch erledigen muss. Mit Hochdruck wird daran gearbeitet, dass alles fertig wird, pünktlich zu Urlaubsbeginn wird man dann krank oder fühlt sich völlig leer. Die sogenannte Entlastungsdepression ist laut Schirl ein Zeichen dafür, dass man vor der Erholungsphase zu viel Gas gegeben hat. Stressige Tage vor dem Urlaub lassen sich nicht immer vermeiden, man kann aber versuchen, die Arbeitsbelastung etwas einzudämmen. Die Psychologin empfiehlt außerdem: am letzten Arbeitstag den Schreibtisch aufräumen, nicht sofort am ersten Urlaubstag ins Flugzeug steigen, sondern einen ruhigen Tag zu Hause einplanen: zum Abschalten, Urlaub begrüßen und Koffer packen.
  • Raus aus der alltäglichen Umgebung
    Auch Wochenenden und einzelne Tage können viel Erholung bringen. Vorausgesetzt, man nutzt sie nicht ausschließlich für häusliche oder soziale Verpflichtungen. „Man arbeitet Vollzeit und erledigt daneben noch den Haushalt. Wenn man nach der Arbeit in die Wohnung kommt und dann auch noch die Hausarbeit als Arbeit wahrnimmt, ist es besser, mal ein Wochenende wegzufahren“, rät Schirl.

Bildnachweis: shutterstock/GaudiLab

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