27. Juni 2018 · HR · von

Wunschliste der Absolventen: Die Top-Arbeitgeber in Österreich

Nach dem Studium ist vor der Jobsuche: Das trendence Absolventenbarometer hat erneut mehr als 14.000 Absolventen an 34 österreichischen Hochschulen befragt und kennt die Top-Arbeitgeber sowie die Branchen-Verlierer und -Gewinner. Im karriere.blog veröffentlichen wir heute exklusiv das neue Branchen-Ranking und Informationen zu den Auf- und Absteigern der österreichischen Unternehmenslandschaft:

Absolventenbarometer 2018

Jährlich werden die Wunscharbeitgeber der österreichischen Absolventen im Rahmen des trendence Absolventenbarometer erhoben: Bei welchem Arbeitgeber würden sich Absolventen am ehesten bewerben? Welche Branchen sind besonders attraktiv? Wohin zieht es die digitalen Top-Talente? Die Top-Platzierungen im Arbeitgeberranking von trendence sichern sich auch in diesem Jahr Red Bull bei den Wirtschaftswissenschaftern und Google bei den Technikern. Auf den übrigen Plätzen und hinsichtlich der Trends gibt es jedoch einige Überraschungen.

Wirtschaftswissenschafter: Die Highlights im Ranking

  • Beliebteste Branche bleibt die Consulting-Branche, jedoch verlieren hier einzelne Arbeitgeber an Beliebtheit. Vor allem die Wirtschaftsprüfer verlieren an Attraktivität: PwC fällt von Rang 20 auf 30 zurück, EY von Rang 12 auf 19. Allerdings gilt zu beachten, dass dies auch ein Zeichen für die zielgruppengenaue Ansprache passender Bewerber sein kann. Fühlen sich die richtigen Absolventen angesprochen, ist der Verlust der „breiten Masse“ eher kein Thema.
  • Einen großen Sprung nach vorne legt adidas im Ranking der Wirtschaftswissenschafter hin. Als Wunscharbeitgeber springt das Unternehmen von Platz 14 (2017) auf Platz 5.
  • Der Öffentliche Sektor verliert, verglichen mit 2017, zwar etwas an Attraktivität, landet als zweitbeliebteste Branche jedoch auf Platz 2 der WiWi-Absolventen. Interessantes Detail beim Blick auf Arbeitgeber in dieser Branche: Die Europäische Kommission, die im Vorjahr noch beliebtester Arbeitgeber in dieser Branche war, fällt zurück auf Rang 3 in der Branche und auf Platz 10 im Gesamtranking. Die Gewinner: Das Außenministerium (im Branchenranking jetzt auf Platz 1) und die Wirtschaftskammer Österreich (Platz 2 im Branchenranking).
  • Damit überholt der Öffentliche Sektor die FMCGs, die in diesem Jahr deutlich an Attraktivität einbüßen und nur auf Platz 3 der beliebtesten Branchen landen. Einzelne Unternehmen schaffen es jedoch, für Absolventen attraktiv zu bleiben: Red Bull bleibt Nummer Eins im Gesamt- und Branchenranking, hingegen fällt L’Oréal im Gesamtergebnis der WiWi-Absolventen von Rang 14 auf 23. Coca-Cola bleibt auf Platz 25 im Gesamtranking und auf Rang 3 in der FMCG-Branche. Und noch ein großer Verlierer: Procter & Gamble fällt erstmals aus den Top 50 – von Rang 42 auf 55.
  • Noch ein Blick auf den Bankensektor: Diese Branche ist für die Wirtschaftswissenschafter insgesamt weniger attraktiv geworden, als Top-Arbeitgeber halten sich im Branchenranking die Erste Bank und Sparkassen, die Raiffeisenbank International und die Österreichische Nationalbank. Von diesen drei Banken hat allerdings nur die Raiffeisenbank International im Branchenranking zugelegt und sichert sich so Rang 2.

Techniker: Die Highlights im Ranking

  • Beliebteste Branche bleibt – trotz Verlusten – die Chemie- und Pharmaindustrie, ein Viertel der befragten Technikabsolventen möchte in dieser Branche Fuß fassen. Branchengewinner sind hier Bayer (Arbeitgeber Nr. 1) und Boehringer Ingelheim. Zu den größten Verlierern der Branche zählt Baxter, das Unternehmen fällt von Rang 3 auf Rang 7 zurück. Die neue Nummer 3 im Branchenranking ist Novartis (2017 noch auf Rang 5).
  • Ein Wechsel in den Top 10 der Wunscharbeitgeber der Technik-Absolventen: AVL schafft es seit 2010 erstmals wieder in die Top 10, dafür verliert die OMV und fällt von Platz 10 auf 11 zurück.
  • Im Branchenranking hat die IT-Dienstleistungsbranche etwas zu kämpfen, denn alle Unternehmen verlieren in der Gunst der Absolventen. Google hält sich auf Platz 1, Microsoft fällt im Gesamtranking von Rang 4 auf 9 zurück (Platz 3 im IT-Branchen-Ranking). IBM müssen die Top 20 verlassen und finden sich jetzt auf Rang 23 wieder (im Branchenranking auf Platz 4). Apple verliert im Gesamtranking leicht, kann sich innerhalb der IT-Branche jedoch Platz 2 sichern.
  • Gute Nachrichten für den Maschinen- und Anlagenbau: Die Branche steigt von Rang 4 auf 2, das freut u.a. diese Arbeitgeber: Siemens, voestalpine, Andritz und Airbus.
  • Die Automobilhersteller und der Bau-Sektor gewinnen ebenfalls an Attraktivität für Studierende. Neueinsteiger Swietelsky gelingt auf Anhieb der Sprung auf Rang 48.
  • Auch in der Telekommunikationsbranche tut sich einiges: A1 fällt von Rang 30 auf 39, Kapsch von Rang 49 auf 68, Frequentis von Rang 55 auf 76.

Absolventenbarometer 2018 – Top-Arbeitgeber im Überblick

RangTop-Arbeitgeber TechnikRangTop-Arbeitgeber Wirtschaft
1Google1Red Bull
2BMW Werk Steyr2BMW Group
3Siemens3Google
4Bayer4Außenministerium
5voestalpine5adidas
6Red Bull6WKO Österreich
7Boehringer Ingelheim7Apple
8Apple8Austrian Airlines
9Microsoft9Erste Bank und Sparkassen
10AVL10Europäische Kommission
11OMV11Raiffeisen Bank International
11Strabag12Österreichische Nationalbank
13Infineon Austria13Hofer (ALDI)
14Andritz13Porsche Holding
14ÖBB15OMV
16Airbus16BCG
17Magna Steyr16Deloitte
18Porr18KPMG
19KTM Group19EY
19Novartis19Finanzmarktaufsicht
21Sandoz19McKinsey
22Bosch Gruppe19voestalpine
23Daimler/Mercedes-Benz23L'Oréal
23IBM23Österreich Werbung
25Austrian Airlines25Coca-Cola

Das komplette Ranking ist hier einsehbar: Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwissenschaften/Informatik inklusive Branchen-Rankings für Österreich.

Eine besondere Absolventengruppe: Die Digitals

Bei der Auswertung des Absolventenbarometers wurde auch in diesem Jahr besonderes Augenmerk auf eine bestimmte Personengruppe genommen – die Digitals. Dabei handelt es sich um Bewerber mit besonders augeprägten digitalen Kompetenzen. Abgefragt wurde das anhand eines Kriterienkatalogs von 18 Faktoren, von denen Digitals mindestens sieben erfüllen müssen.

  • Nur rund ein Drittel der befragten Absolventen sind Digitals. Unter den Wirtschaftswissenschaftern sind es 30,4 Prozent, unter den Technikern 33,7 Prozent.
  • Nicht alle Branchen finden die Digitals genauso spannend, wie ihre „nicht-digitalen“ Kollegen: Bei den Wirtschaftswissenschaftern sind das die Banken, der Öffentliche Sektor, FMCGs, Wirtschaftsprüfer und Medien. Bei den Technikern hat die Chemie- und Pharmabranche mit Abstand den größten Aufholbedarf, was Attraktivität betrifft. Auch der Maschinenbausektor und die Baubranche hinken hinterher.

Noch mehr Inputs zu den Wünschen der jobsuchenden Digitals und Non-Digitals und was die Studierenden 2018 besonders bewegt – diese Insights gibt es demnächst hier im karriere.blog.

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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