10. April 2017 · Arbeitsleben · von

Denkblockade adé – Tipps für mehr Kreativität

Wer kennt es nicht? Das leere Blatt Papier, die Denkblockade oder schlichtweg das Gefühl, dass die eigene Kreativität noch in der Mittagspause steckt oder aber heute gar nicht erst aus dem Bett gekommen ist? Wie man den kreativen Durchhänger durch einen einfachen Trick überlisten kann, haben Forscher nun herausgefunden.

Keine Zeit, auf Ideen zu warten

Die besten Einfälle kommen unter der Dusche. Oder beim Spazierengehen. Oft kommen die guten Ideen auch sprichwörtlich über Nacht. Nicht selten müssen aber, gerade im Berufsleben, kreative Ideen schneller auf den Tisch. Und gerade dann will einem oft nichts, aber wirklich gar nichts Neues einfallen. Ein Grund dafür ist, dass unsere Kreativität von unserem Vorwissen und den Dingen, die wir bereits kennen, negativ beeinflusst wird. Anstatt der gewünschten Super-Idee sind es dann lediglich die “Standard-Lösungen”, die einem einfallen. Ein Forscherteam zeigt einen relativ einfachen Ausweg aus diesem Kreativitäts-Tief, berichtet die Plattform Forschung erleben.

Wie das Erinnern neuen Ideen auf die Sprünge helfen kann

Die Forscher um Kai Sassenberg nahmen an, dass die Aktivierung eines kreativen Denkmusters der Vergangenheit manchmal schon ausreichen kann, den Weg für neue Kreativität zu ebnen. Einfach gesagt: Wer sich an eine vergangene Situation erinnert, in der er kreativ war, kann wieder kreativ sein. Hintergrund: die kreativen Denkmuster im Gehirn werden durch die Erinnerung aktiviert. Um diese Theorie mittels Test zu beweisen, teilten die Forscher die Probanden zuvor per Zufallsprinzip in drei Gruppen auf: die Teilnehmer der ersten Gruppe wurden vorab gebeten, sich an Situationen zu erinnern, in denen sie kreative Ideen hatten. Dadurch wollten die Forscher bei ihnen gezielt ein kreatives Denkmuster aktivieren. Die Teilnehmer der zweiten Gruppe sollten sich an eine Situation erinnern, in der sie sehr sorgfältig vorgegangen waren, die dritte Gruppe erhielt vorab keine Aufgabe.

Eigene Ideen statt Altbekanntes

Anschließend wurden alle Teilnehmer gebeten, einen Kreativitätstest zu bearbeiten, bei dem es darum ging, Alltagsgegenständen, wie etwa bestimmten Nudelsorten neue Namen zu geben. Und tatsächlich: Jene Teilnehmer, die sich zuvor an kreative Situationen erinnert haben, schlugen innovativere neue Namen vor als ihre Konkurrenten. Im Gegensatz zu den Probanden der anderen beiden Gruppen haben sie nämlich tatsächlich eher eigene Ideen entwickelt und sich weniger an Vorhandenem, bereits Bekanntem, orientiert. Wer also gerade vor einem leeren Blatt Papier sitzt oder sich dringend etwas Neues, noch nie Dagewesenes einfallen lassen möchte, der sollte einmal versuchen, sich an geglückte Kreativität der Vergangenheit zu erinnern und so sein Hirn bzw. die Blockade auszutricksen.

Bildnachweis: Shutterstock/piyapong sayduang

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit 2012 für karriere.at Am liebsten taucht sie durch Interviews in neue (Arbeits-)Welten ein. Als Jungmama liegen ihr die Vereinbarkeit von Familie und Job besonders am Herzen.

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