Erstellt am 17. Januar 2019 · Arbeitsleben, Bewerbung · von

Schnuppern am T-Shirt des Partners – und die Stresssituation ist schnuppe

Lesezeit: 2 Minuten

Viele von uns sind davon geplagt: der schlecht riechende Arbeitskollege, übler Geruch aus dem Nachbarbüro … das kann eine echte Belastung sein. Angenehme Düfte hingegen sind wahre Beruhiger. Ein Geheimtipp für unsere Blog-Leserinnen: vor einer Stresssituation wie beispielsweise einem Bewerbungsgespräch am T-Shirt des Partners schnuppern.

Aufmunternde Wölkchen von frisch gekochtem Kaffee, Duftlampen im Kampf gegen böse Bürogeister, Aromaspray als Motivationsschub gegen den inneren Schweinehund – das alles kann olfaktorische Wunder wirken. Noch besser: der Geruch einer vertrauten Person. Denn feststeht: Neugeborene macht bereits der Duft der Muttermilch ruhiger. Die Plattform Forschung erleben! berichtet von einem vergleichbaren Effekt im Erwachsenenalter.

Kein Leiberl haben? Besser dran riechen

In einem Experiment wurden heterosexuelle weibliche Versuchspersonen in eine Stresssituation versetzt: Sie sollten im Zuge ihrer Bewerbung einen Vortrag halten und zudem unangekündigt mathematische Aufgaben lösen. Davor und danach mussten die Studienteilnehmerinnen mehrmals am gleichen T-Shirt riechen. Je nachdem, in welche Gruppe sie zufällig eingeteilt worden waren, stammte das Leiberl – ohne ihr Wissen – vom eigenen Partner, einer fremden Person oder war ungetragen.

Es heißt nicht ohne Grund: Ich kann dich gut riechen.

Das Ergebnis: Die Probandinnen, die am Shirt ihres Partners gerochen hatten, waren unmittelbar vor der Stresssituation ruhiger als jene Frauen, die dem Geruch einer ihr unbekannten Person ausgesetzt worden waren. Nach ihrem Vortrag fühlten sich die Teilnehmerinnen, die an einem vertrauten Leiberl geschnuppert hatten, sogar weniger belastet als jene, die ein ungetragenes Kleidungsstück unter der Nase gehabt hatten.

Also, wenn’s stressig wird – probiert es einfach aus! Kurz am T-Shirt des Ehemannes oder Freundes riechen, dann zur Sicherheit in der Handtasche verstauen, und dann geht’s zum Bewerbungstermin, zum nächsten Mitarbeitergespräch oder zum Meeting mit dem Chef.

Ob sich die Resultate auch auf Männer oder homosexuelle Partnerschaften umlegen lassen, muss noch untersucht werden. Liebe Blog-Leser, wir halten euch und eure Liebsten auf dem Laufenden.

Für Naseweise: Wissen zum Angeben

Menschen sind in der Lage, rund 10.000 Gerüche zu unterscheiden. Bei der Geburt ist der Geruchssinn bereits weitgehend ausgebildet. Wir verfügen über etwa 350 verschiedene Rezeptortypen, von denen jeder nur auf eine bestimmte Duftmolekülgruppe anspricht. Unsere Riechzellen erneuern sich alle 30 bis 60 Tage. Und was wir auch mit Sicherheit wissen: Menschen, die sich buchstäblich „gut riechen können“, hegen Sympathie füreinander.

Bildnachweis: VGstockstudio, Roman Samborskyi / Shutterstock

Tobias Prietzel

Als Stimme von karriere.at recherchiert, spricht und schreibt Toby – u.a. für unseren Blog. Eines seiner größten Autorenvorbilder, wenn es um Einfallsreichtum und Spannung geht, ist Stephen King.

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