20. April 2017 · HR · von

Developer rekrutieren: So gewinnen Arbeitgeber IT-Profis

Wer IT-Profis rekrutieren möchte, muss wissen, wie sie ticken. Ein gutes Verständnis für die Wünsche der Entwickler verschafft im Recruiting Vorsprünge. Die Entwickler-Community Stack Overflow hat in einer umfassenden Studie wieder die Wünsche und Sorgen der Entwickler erfragt. Die wichtigsten Insights aus dem aktuellen Stack Overflow Report:

Was schätzen Entwickler an einem Job und über welche Kanäle erreicht man Developer, die offen sind für einen Jobwechsel? Für Arbeitgeber, die Developer rekrutieren möchten, ist das gut zu wissen. Antworten darauf kennt die Entwickler-Studie von Stack Overflow. Die Ergebnisse setzen sich aus gut 64.000 Antworten von Developern aus über 213 Ländern zusammen. Die nachfolgenden Daten beziehen sich auf 5.221 Antworten aus Deutschland. Die wichtigsten Fakten aus dem aktuellen Entwickler-Report:

Ausbildung: Studium muss nicht sein

Arbeitgeber, die ein abgeschlossenes Studium als Voraussetzung im Inserat nennen, tun sich damit nicht unbedingt Gutes. Eine abgeschlossene Hochschulausbildung (mindestens Bachelor) haben zwar 77 Prozent der professionellen Devs, aber: 32 Prozent der Entwickler in Deutschland bezeichnen ihre formelle Ausbildung als „nicht sehr wichtig“ oder „überhaupt nicht wichtig“ für ihren beruflichen Erfolg. 93 Prozent geben an, zumindest Teile ihres Fachwissens als Autodidakt erworben zu haben. 44 Prozent lernen außerdem durch Open Source Beiträge, 34 Prozent mittels Online-Kursen.

Berufserfahrung

Wer Entwickler rekrutiert, darf sich nicht von den Angaben zur Berufserfahrung oder dem Alter des Bewerbers täuschen lassen. Die tatsächliche Programmiererfahrung übersteigt die Zeit on the job nämlich bei Weitem. 20 Prozent der Entwickler in Deutschland weisen mehr als 20 Jahre Erfahrung auf.

Das Hobby zum Beruf machen

Feierabend und kein Code-Ende in Sicht, denn die Mehrheit der Developer programmiert auch in ihrer Freizeit. 50 Prozent der befragten deutschen Programmierer coden als Hobby, 6 Prozent arbeiten an Open Source Projekten mit, 27 Prozent tun beides.

Developer auf Jobsuche

  • Entwickler, die bereits einen Job haben, sind trotzdem offen für neue Perspektiven. 59 Prozent der berufstätigen Devs sind laut Studie offen für Angebote und Jobs anderer Arbeitgeber. In eine Neuausrichtung der Karriere wird allerdings wenig Zeit investiert: 51 Prozent investieren ein bis zwei Stunden pro Woche in die Suche nach Job oder neuem Arbeitgeber. 29 Prozent wenden dafür überhaupt keine Zeit auf. Im Gegensatz dazu: Wer aktiv einen neuen Job sucht, investiert rund drei Stunden wöchentlich in die Suche.
  • Vergangenes Jahr hat die Studie abgefragt, was im Bewerbungsprozess am meisten Zeit und Nerven kostet: Lebenslauf aktualisieren und überarbeiten war die Antwort der Entwickler darauf. In diesem Jahr wollte der Report wissen, aus welchem Grund der CV überarbeitet wurde. 45 Prozent gaben an, dass sie ihren Lebenslauf auf Grund eines aussichtsreichen Jobangebots aktualisiert haben. 33 Prozent hatten ihren Lebenslauf routinemäßig aktualisiert.
  • Was macht einen Job verlockend? Als sehr wichtige oder zumindest wichtig bewertete Kriterien befinden sich diese Dinge in den Top 5: Fachliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten, eingesetzte Technologien und Programmiersprachen, Büro, Gehalt und Benefits sowie das Projektmanagement im Unternehmen.
  • Und wie kommen Devs an ihre Jobs? Mehr als ein Viertel kam durch einen Freund, ein Familienmitglied oder einen ehemaligen Kollegen zum aktuellen Job. 23 Prozent wurden von einem Recruiter angesprochen. Rechnet man hier noch Recruiting an Unis dazu, sind es sogar 29 Prozent.

Noch mehr Insights in die Wünsche der Devs

Bildnachweis: dotshock/Shutterstock

Martina Kettner

Martina Kettner hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at hat sie lange über Karrierethemen gebloggt, jetzt führt sie ihre eigene Karriere in den USA weiter.

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