3. September 2018 · Arbeitsleben, HR · von

Social Media als neues Tool zur Jobsuche

Social Media Netzwerke und Business-Netzwerke dienen mittlerweile nicht mehr nur dem Austausch, sondern sind zu einer Anlaufstelle für Menschen geworden, die auf der Suche nach einem neuen Job sind. Im Rahmen seiner neuen Arbeitsmarktstudie hat das Personalunternehmen ORIZON erhoben, dass bereits ein Viertel aller Arbeitnehmer Online-Plattformen verwendet, um sich nach einer neuen Stelle umzusehen. Kein Wunder: Immerhin nutzt jeder Dritte 18- bis 39-Jährige Facebook, Xing und Co.

Xing und LinkedIn als Favoriten

Wenn es um die Jobsuche geht, sind Xing und LinkedIn momentan die klaren Favoriten unter den sozialen Netzwerken. Das ist nicht verwunderlich, da beide Plattformen bereits von Beginn an deutlich Business-orientiert arbeiteten. Hier gilt: Je aussagekräftiger und überzeugender der Online-Auftritt, umso höher die Chance, kontaktiert zu werden!

Twitter, Facebook und Instagram auf dem Vormarsch

Die oben genannten Portale werden vermutlich eher mit amüsanten Katzenvideos oder seichten Kurznachrichten in Verbindung gebracht. Langsam aber sicher werden aber auch diese Social Media Plattformen für die Jobsuche erobert! Unternehmen nutzen Social Media beispielsweise dazu, ihre vakanten Stellen auszuschreiben und dadurch mehr Menschen darauf aufmerksam zu machen. Facebook hat auf diesen neuen Bedarf reagiert und vor kurzem die Funktion eingeführt, Jobanzeigen direkt auf dem firmeneigenen Facebook-Profil zu veröffentlichen. Hinterfragenswert ist dabei allerdings der Datenschutz der auf Facebook eintrudelnden Bewerbungen!

Jedenfalls sind soziale Netzwerke eine tolle Möglichkeit, sich als Arbeitnehmer vorab über ein Unternehmen schlau zu machen. Wie präsentiert es sich und wie reagiert es auf kritische Beiträge von Seiten der User? Kann ich mich mit den dort gezeigten Werten identifizieren?

Online-Profile auf Vordermann bringen

Wer sich soziale Netzwerke zunutze machen möchte, um einen neuen Job zu bekommen, sollte zuallererst seine eigenen Profile unter die Lupe nehmen. Lügen fliegen nämlich, wie auch im klassischen Bewerbungsformat, früher oder später auf. Deshalb lohnt es sich, auch in den Weiten des Internets stets bei der Wahrheit zu bleiben!

Wer Xing oder LinkedIn nutzt, sollte außerdem überprüfen, ob die angegebenen Informationen für Unternehmen auch tatsächlich relevant sind. Das bedeutet, dass veraltete Praktika und bescheidene Sprachkenntnisse besser außer Acht gelassen werden sollten. Stattdessen ist es klüger, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren: Was machst du gerade und was kannst du einem Unternehmen bieten? Die Frage, wonach du eigentlich suchst, ist hier vielleicht die wichtigste.

Netzwerke, die auch privat genutzt werden – also Facebook, Twitter und Instagram – sollten einer möglichst genauen Prüfung unterzogen werden. Politisch extreme Beiträge, fremdenfeindliche Inhalte oder Lästereien über ehemalige Arbeitgeber haben da nichts zu suchen! Die Suche nach den Online-Profilen von Bewerbern gehört bei Unternehmen übrigens schon zur Normalität – denn so werden weitere Informationen über Bewerber eingeholt.

Bianca Schedlberger

Biancas Traumjob seit Kindertagen? Schriftstellerin, irgendwann. Bis dahin wird für karriere.at fleißig getextet, unter anderem auch Blogposts.

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