27. Juni 2017 · Arbeitsleben · von

Sketchnotes: Tipps für den Einstieg ins Kritzeln und Zeichnen

Mitschriften und Protokolle sind dir zu langweilig? Dann versuche es doch mit Sketchnotes. Die gezeichneten Mitschriften verankern Gehörtes oder Gesehenes in deinem Gedächtnis und machen außerdem Spaß. Und dafür benötigst du nicht einmal Zeichentalent – versprochen! So funktioniert das Arbeiten mit Sketchnotes:

Sketchnotes oder Visual Notes machen mehr Spaß als schnöde Mitschriften und helfen dir außerdem, Informationen besser zu verarbeiten und zu speichern. Als Einsteiger bitte nicht von den Sketchnotes wahrer Zeichenprofis abeschrecken lassen, denn Zeichentalent benötigst du für das Anfertigen von Sketchnotes keine. Um mit (analogen) Visual Notes zu starten, benötigst du nur Papier und Stift. Für das erste Ausprobieren reichen ein Blatt Papier und der nächstbeste Stift. Wer regelmäßig Sketchnotes anfertigen möchte, investiert aber am besten in ein schönes Notizbuch und einen Stift, mit dem man richtig gerne schreibt.

Sketch-what?

Ein wenig Text, kleine Zeichnungen und Symbole, Farben je nach Lust und Laune – das sind Sketchnotes. Notizen in Textform werden dabei durch bildhafte Elemente ergänzt: Strichmännchen, Pfeile, Kreise, Linien oder was auch immer dir dabei hilft, Inhalte visuell darzustellen.

Aber ich kann doch gar nicht zeichnen?

Musst du auch nicht, denn mit diesen simplen Grundformen kannst du alles zeichnen: Kreis, Dreieck, Quadrat, Linie – fertig. Wie einfach das geht, hat Graham Shaw im vergangenen Jahr bei der TEDxVienna demonstriert:

Um deine Sketchnotes zu gliedern, kannst du mit verschiedenen Elementen arbeiten. Hier nur ein paar Beispiele für Dinge, die du während deiner Aufzeichnung kritzeln kannst:

  • Symbole
    Weil du bei Sketchnotes mehr zeichnest als schreibst, wirst du viel mit Symbolen arbeiten. Welche du verwendest, hängt ganz von deinen Präferenzen und dem Inhalt deiner Notizen ab. Lege dir einfach ein System an Icons zurecht, mit denen du gut arbeiten kannst. Ein Stern neben einer kurzen Notiz kann dir z.B. signalisieren, dass es sich dabei um eine wichtige Aussage handelt. Eine kleine Lupe: diese Sache nachschlagen.
  • Strichmännchen
    Einfache Strichmännchen zeichnen, das kann jeder. Erweiterst du sie ein wenig, stehen sie stellvertretend für bestimmte Personen. Die zeichnest du natürlich so, dass du sie wieder erkennst: Der Kollege mit der großen Brille, der Chef mit der bunten Krawatte, der Lieferant in seiner gelben Uniform, der Vortragende mit den Cowboystiefeln etc.
  • Boxen und Banner
    In Sprechblasen, Wolken, Boxen oder Banner kannst du zentrale Aussagen schreiben oder die Überschriften deiner Sketchnotes. Wie einfach oder kreativ du beim Zeichnen wirst, ist ganz dir überlassen.
  • Pfeile
    Zentrales Element vieler Sketchnotes sind Pfeile. Sie weisen oft den Weg durch die Aufzeichnung oder visualisieren einfach, dass eine Sache zur nächsten führt.

Sketchnotes Symbole

Erste Schritte mit Sketchnotes

Die Theorie ist schön und gut, irgendwann geht es aber wirklich ans Zeichnen. Drei Tipps für deine erste Sketchnote:

  1. Der sanfte Einstieg
    Von heute auf morgen mit dem Sketchnoten anfangen, das kann dich überfordern. Du kannst aber damit beginnen, in deine üblichen Notizen mehr und mehr visuelle Elemente einzubinden: Icons, verschiedene Aufzählungszeichen, Linien oder Boxen. Irgendwann gelingt der Übergang zur richtigen Sketchnote dann ganz leicht.
  2. Klein anfangen
    Deine erste visuelle Notiz muss kein grafisches Meisterwerk werden. Stelle also keine zu hohen Ansprüche an dich selbst. Suche dir für den Beginn einen kurzen Vortrag oder ein Routine-Meeting aus, bei dem du Sketchnotes einmal ungezwungen ausprobieren kannst.
  3. Konzentriert bleiben
    Hier noch ein Pfeil, ein Banner ausmalen oder ein Strichmännchen verschönern: Wo war der Vortragende gerade noch? Beim Sketchnoten besteht die Gefahr, dass du vor lauter Kritzeln und Zeichnen den Faden verlierst und aufs Zuhören vergisst. Zeichne nur die Basics und erweitere oder verschönere deine Sketchnotes erst nach dem Vortrag weiter nach Lust und Laune.

Bildnachweis: Mr.Whiskey/Shutterstock; dacascas/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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