11. Januar 2018 · Jobsuche · von

Selbstsabotage: Damit legst du dir auf Jobsuche selbst das Handwerk

Wenn es mit der Jobsuche nicht so richtig klappt, muss das nicht zwingend an dir liegen. Es besteht aber die Möglichkeit, dass dir falsche Denkmuster bei der Jobsuche einen Strich durch die Rechnung machen. Sieben Wege der Selbstsabotage, die vielleicht auch dich betreffen?

#1 Du bist dir deiner Sache zu sicher

Du gleichst die Anforderungen im Jobinserat mit deinem Lebenslauf ab und denkst: Jackpot! Scheinbar bist du der ideale Kandidat für diesen Job. Du schickst deine Bewerbung ab, wirst vielleicht auch zum Jobinterview eingeladen und lehnst dich danach siegessicher zurück. Umso schmerzhafter die Absage, die plötzlich hereinflattert. Eine Jobabsage kassieren, das kann viele Gründe haben. Einer kann sein, dass du dir deiner Sache vielleicht zu sicher warst: Hast du wirklich hundert Prozent gegeben oder ortest du Verbesserungsbedarf fürs nächste Mal?

#2 Du bist zu bescheiden

Allerdings kann auch das genaue Gegenteil eintreten: Du bist auf Jobsuche und dabei viel zu bescheiden. Zahlreiche Inserate sortierst du aus, weil du denkst, dass du den Anforderungen nicht genügst und nicht erfüllen kannst, was sich Arbeitgeber von dir wünschen. Sei mutig und schicke deine Bewerbung auch dann ab, wenn du nicht alle Anforderungen erfüllen kannst. Einerseits ist ein Stelleinserat auch “nur” eine Wunschliste, andererseits kochen die anderen Kandidaten auch nur mit Wasser. Nur Mut!

#3 Du bleibst in deiner Komfortzone

Es kann schon mal unbequem werden auf Jobsuche, deshalb bleibst du lieber in deiner Komfortzone. Dabei verpasst du allerdings zahlreiche Gelegenheiten, deine berufliche Situation zu verbessern. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – dieses Sprichwort gilt auch für deine Karriereplanung. Das bedeutet nicht, dass du große oder unkalkulierbare Risiken eingehen musst. Du solltest aber in Kauf nehmen, dass es anfangs vielleicht mal etwas unangenehm wird: Für einen neuen Job in eine anderen Stadt umziehen, das Networking-Event überstehen oder eine nebenberufliche Ausbildung anpacken. All das erscheint anfangs vielleicht nicht sehr verlockend, tut nach den Geburtswehen deiner Entscheidung aber doch gut. Und wenn es nicht klappt: Nur wenige Entscheidungen lassen sich nicht mehr rückgängig machen, die Option “Rückzug” bleibt dir immer noch.

#4 Du setzt auf Quantität statt Qualität

Schon 200 Bewerbungen abgeschickt und immer nur Absagen kassiert! Das Gießkannenprinzip macht sich bei der Jobsuche kaum bewährt und viel hilft nicht immer viel. Die Möglichkeit, sich per Knopfdruck bei Arbeitgebern zu bewerben ist zwar praktisch, verleitet aber auch dazu, sich mit einem nicht individuell gestalteten Lebenslauf für zu viele offene Stellen zu bewerben, frei nach dem Motto “irgendjemand wird mich schon nehmen”. Da hast du doch Besseres verdient!

#5 Abwarten und Tee trinken

Arbeitgeber können es sich nicht mehr erlauben darauf zu warten, dass ihnen Jobsuchende die Türen einrennen. Sie müssen selbst aktiv werden und interessante Bewerber ansprechen. Umgekehrt ist es genauso. Setze deshalb auf einen Mix aus Bewerbungen, Initiativbewerbungen ohne konkrete Stellenausschreibung und nütze offline sowie online die Gelegenheit, mit interessanten Unternehmen und Personen in Kontakt zu treten.

#6 Du hörst auf andere, statt auf dein Bauchgefühl

Wenn dir bei einer Sache unwohl ist, auch wenn andere dir dazu raten: Lass es. Vertrau auf deine innere Stimme und dein Bauchgefühl – auch bei der Suche nach einem neuen Job! Was hundert andere tun, muss nicht unbedingt auch für dich der richtige Weg oder die erfolgreichste Strategie sein.

#7 Du konzentrierst dich auf Probleme

Die Jobsuche ist oft kein Zuckerschlecken und es ist kein Geheimnis, dass es dabei nicht immer fair zugeht: Lücken im Lebenslauf, der Kampf mit Vorurteilen oder andere Hürden können die Suche nach einem Job schwierig machen. Wenn du deinen Fokus zu stark auf deine (vermeintlichen) Schwächen legst, wird’s allerdings noch schwieriger. Ich bin zu jung / zu alt. Dafür fehlt mir einfach die Ausbildung. Für diese Branche habe ich einfach das falsche Geschlecht. Diese Einwände mögen ihre Berechtigung haben und dir das Leben tatsächlich schwer machen, aber denke daran: “Die Energie folgt deiner Aufmerksamkeit”, das besagt ein bekannter Sinnspruch. Rufe dir in Erinnerung in welche Gedanken du deine Energie investieren möchtest. Sind sie hilfreich und aufbauend oder das Gegenteil? Verändere das, was du verändern kannst.

Und noch ein Blick auf die andere Seite:

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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