18. August 2017 · Bewerbung · von

So machst du es besser: 6 Schritte zum Vorstellungsgespräch

Es ist soweit: Clemens hat sein erstes Vorstellungsgespräch! Die Freude ist groß und die Aufregung kaum noch zu überbieten. Immerhin geht es um etwas. Es geht um seine Zukunft, es geht irgendwie um alles. Der Job klingt einfach zu gut, um wahr zu sein und er würde einfach perfekt passen – zu ihm, in sein Leben und überhaupt.
Bis zum Vorstellungsgespräch sind es noch ein paar Tage. Also Zeit genug, um sich auch ordentlich darauf vorzubereiten. Checklisten im Kopf und auf dem Papier werden angefertigt und sind bereit zum Abarbeiten.

Ein Gastbeitrag von Sandra Gortva

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1. Wer, wie, was – Firmencheck

Natürlich hat Clemens sich bereits vor seiner Bewerbung über das Unternehmen schlau gemacht, jetzt geht es aber um die harten Fakten – immerhin möchte er gut vorbereitet sein. Was sind die Kernbotschaften, wohin möchte das Unternehmen, was waren die ausgeschriebenen Aufgaben noch einmal? Clemens stürzt sich in die Recherche und arbeitet heraus, was ihn an der Firma reizt und was sein Eindruck vom Unternehmen ist. Denn wenn es eine Frage gibt, die so gut wie immer bei Vorstellungsgesprächen gestellt wird, dann ist es diese: „Warum wollen Sie für unser Unternehmen arbeiten“ bzw. „Was spricht Sie an unserem Unternehmen an“.

2. Benefit für das Unternehmen

Clemens macht sich aber nicht nur Gedanken über seine – womöglich – neue Arbeitsstätte. Er nimmt auch unter die Lupe, welchen Benefit er für das Unternehmen darstellt. Was sind seine Stärken, was macht ihn einzigartig und womit könnte er in seinem neuen Job besonders punkten? Er erstellt eine Kompetenzliste, um alles genau festzuhalten. Von Anpassungsfähig über sehr gute Problemlösefähigkeit bis hin zu Teamplayer ist alles dabei. Um das Ganze abzurunden und gut vorbereitet zu sein, sucht Clemens noch zu jedem Schlagwort passende Beispiele aus: Wo hat er z.B. Durchhaltevermögen gezeigt oder wie hat er damals eine schwierige Situation gelöst. So muss er im Falle des Falles nicht lange nach guten Beispielen suchen, sondern hat sie gleich bei der Hand bzw. im Kopf. Nachdem er seine Liste fertig hat, fühlt er sich richtig gut und was noch viel wichtiger ist: vor allem top vorbereitet.

3. Das passende Outfit zur richtigen Zeit

Es ist so weit, der Tag ist da: In zwei Stunden findet das Vorstellungsgespräch statt. Clemens zieht sich dem Anlass entsprechend an. Eine Kombination aus elegant und leger wird es, wobei Ersteres überwiegt. Er hat zwar noch etwas Zeit, entscheidet sich aber, etwas früher loszugehen. Lieber zu früh, als zu spät. Das Auto lässt er stehen, denn es staut gerade und wegen einem Stau zu spät kommen, das will er nicht – Stauausreden klingen nämlich immer etwas billig und vor allem nach schlechtem Zeitmanagement. Mit den Öffis kommt er auch gut hin, es ist ja zum Glück nicht weit. Sollte er wirklich viel zu früh dort sein, kann er sich ja noch etwas die Beine vertreten, bevor er sich anmeldet. Außerdem schadet es nicht, etwas Zeit für die Gebäude- und Eingangssuche einzuplanen. Sicher ist sicher.

4. Fleckenteufel und Kohlensäureganoven

Clemens liegt sehr gut in der Zeit. Er überlegt sich unterwegs noch ein Eis zu kaufen, lässt es dann aber lieber sein, denn: Achtung Fleckenteufel! Bei seinem Glück tropft ihm mit Sicherheit das Schokoeis aufs strahlend weiße Hemd – also kein Eis für Clemens. Generell, denkt sich Clemens, sollte man darauf verzichten, kurz vor dem Vorstellungsgespräch etwas zu essen. Zum einen wegen der Fleckengefahr, zum anderen um Gerüche an den Kleidern oder aus dem Atemweg zu vermeiden. Das gilt im Übrigen auch für Parfüms oder Aftershaves. Je zurückhaltender, desto besser. Denn beim Vorstellungsgespräch sollte man mit seinem Können und Auftreten Akzente setzen, aber definitiv keine Duftmarke.

5. Auch ein Thema …

Durstig ist er dennoch und so beschließt er, sich noch schnell ein Getränk zu besorgen. Also ab in den Supermarkt um die Ecke. Am besten ist Wasser und zwar ein Stilles. Denn ein Aufstoßen während des Vorstellungsgespräches wäre das Letzte, das Clemens braucht. Es muss auch nicht gleich die ganze Flasche geleert werden, eine volle Blase würde sich nämlich nur negativ auf die Konzentration auswirken. Wer sich dennoch kurz vor dem Vorstellungsgespräch erleichtern muss, sollte das nicht unmittelbar vor dem Handshake machen. Niemand gibt jemandem, der offensichtlich gerade aus der Toilette gekommen ist, gerne die Hand – auch wenn sie (hoffentlich!) gewaschen ist.

6. Mit neuen Schuhen in eine neue Zukunft

Es ist schon fast zehn vor Termin. Somit eine gute Zeit, um sich beim Empfang zu melden. Clemens spürt plötzlich, wie seine Schuhe drücken und eine Blase (an den Füßen und nicht die volle) ihm den Weg erschwert. Ein weiterer Tipp von Clemens: Neue Schuhe am besten immer schon ein paar Tage vorher eingehen!
Jetzt kann man Clemens nur noch die Daumen drücken und hoffen, dass das Gespräch gut verläuft und das Deo hält. Aber das wird er schon machen, so wie alle anderen auch, die noch auf Jobsuche sind und mit diesen Tipps ebenfalls gut zum und durchs Vorstellungsgespräch kommen werden.

Zur Person: Sandra Gortva

Das Schreiben liegt ihr im Blut und vor allem in den Fingerspitzen. Diese können gar nicht anders als zu tippen – und das am liebsten über die Arbeit und die Welt an sich. Mehr Geschichten der Frau S. gibt es auch auf ihrem Blog zu lesen.

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