9. April 2018 · Arbeitsleben · von

Was die Schreibtisch-Organisation über deine Kollegen verraten kann

Zeig mir deinen Schreibtisch und ich sage dir, wer du bist. Ist es wirklich so einfach? Mit dem Zusammenhang zwischen Schreibtischgestaltung und Persönlichkeiten haben sich bereits Forscher beschäftigt. Wie ein Schreibtisch aussieht, das lässt tatsächlich Rückschlüsse auf die Person zu. Welcher Schreibtischtyp bist du?

Was die Organisation am Schreibtisch über uns aussagen kann

Papierstapel, Computer, Topfpflanze und persönliche Deko: Viele Arbeitsplätze lassen erahnen, welche Persönlichkeit dort werkt: Kreativer Chaoskopf oder pedantischer Ordnungsfreak? Zuviel darf man in das Aussehen der Schreibtischoberfläche natürlich nicht hineininterpretieren, einen ersten Eindruck gibt der Arbeitsplatz dann aber doch. US-Psychologe Sam Gosling hat sich ausführlich damit beschäftigt, was persönliche Bereiche wie das Badezimmer oder eben der Schreibtisch über eine Person verraten können.

Interessant ist auch dieser Aspekt, den Gosling untersucht hat: Gestalten und dekorieren Personen Orte wie ihren Arbeitsplatz ganz bewusst, um anderen Personen so ein bestimmtes Bild von sich zu vermitteln? Wer seinen Schreibtisch tiptop in Ordnung hält, der mag es vielleicht einfach ordentlich. Er kann das aber auch tun, um anderen zu signalisieren: Seht her, ich habe mein Arbeitsleben im Griff. Und das prominent platzierte Familienfoto an der Pinnwand? Vielleicht nur liebevolles Dekostück, vielleicht auch ganz bewusst kommuniziertes Privatleben.

Sechs Schreibtischtypen – kennst du einen?

  • Der kreative Chaot
    Sein kreativer Geist beherrscht das scheinbare Chaos am Arbeitsplatz. Auf der Tischoberfläche tummeln sich Skizzen, Notizzettel, Bücher und Post-its. Der kreative Chaot hält Geistesblitze gerne sofort fest und sammelt viele kleine Elemente der Inspiration an seinem Arbeitsplatz. Zuviel Ordnung bremst seine Kreativität und Spaß macht ein leerer Tisch doch auch nicht. Dieser Kollege ist Gold wert für Brainstormings und wenn neue Ideen gebraucht werden.
  • Der Pedant
    Er ist Meister der To-do-Listen, Projektplanungen und Roadmaps. Sein aufgeräumter Schreibtisch spiegelt wider, was auch in seinem Inneren vorgeht: Alles fest im Griff, alles hat seinen Platz. Persönliche Gegenstände halten sich auf seinem Schreibtisch in Grenzen und finden sich doch Fotos oder Kinderzeichnungen, so haben die ihren fixen Platz in einem Rahmen oder an der Pinnwand – akkurat ausgerichtet, versteht sich.
  • Der Macher
    Visitenkartenetui, teurer Füller oder die Kalender-Hülle eines namhaften Designers sind Gegenstände, die auf dem Schreibtisch eines Machers oft zu finden sind. Er hat es zu etwas gebracht und zeigt das mit Statussymbolen auch gerne. Sein Arbeitsplatz ist aufgeräumt, elegant und hat genauso viel Stil wie seine Manschettenknöpfe.
  • Der Simulant
    Auf seinem Arbeitsplatz stapeln sich Mappen, Dokumente und Unterlagen in hohen Türmen. Das alles könnte längst in die Ablage, auf dem Schreibtisch sieht es so aber nach mehr Arbeit aus. Sehr schlau, solange der Plan nicht auffliegt.
  • Der Pragmatiker
    Der Arbeitsplatz ist zum Arbeiten da – Punkt. Dieser Schreibtisch ist zweckmäßig eingerichtet, ganz passabel aufgeräumt und verrät nur wenig über seinen Besitzer. Private Gegenstände gibt es hier keine, wozu auch? Der Pragmatiker schätzt die starke Trennung zwischen Privatleben und Job.
  • Der Fürsorgliche
    Work-Life-Balance wird hier großgeschrieben, das sieht man auch dem Schreibtisch an. Eine Pinnwand voller Schnappschüsse und zahlreiche private Gegenstände sorgen für Wohlfühlatmosphäre. Duftlämpchen, Obstkorb, Hausschuhe, Handcreme: Der ausgeglichene und fürsorgliche Kollege ist jemand, der gerne auf sich und seine Teamkollegen achtet. Benötigst du ein Pflaster oder eine Umarmung, bist du hier an der richtigen Adresse.
Martina Kettner

Martina Kettner hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at hat sie lange über Karrierethemen gebloggt, jetzt führt sie ihre eigene Karriere in den USA weiter.

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