Erstellt am 31. Mai 2019 · Arbeitsleben · von

Sinnlose Tipps und schlechter Rat: Warum du trotzdem dankbar sein solltest

Lesezeit: 2 Minuten

Ärgerst du dich auch des Öfteren über die wenig hilfreichen Tipps und Ratschläge deiner Kollegen oder Vorgesetzten? Absolut verständlich. Doch bevor du deinem Ärger Luft machst, solltest du dich beruhigen und dankbar sein. Eine Studie zeigt, warum das die bessere Reaktion bei schlechten Ratschlägen ist.

Die anderen wissens immer besser, hat man das Gefühl. Denn mit gut gemeinten Ratschlägen wird man häufig geradezu bombardiert: „Mach das lieber so! Das solltest du noch ändern! So wird das bestimmt nix …“ – Oft weiß man schon von vornherein, dass diese Tipps echter Topfen sind. Aber wie sagt man das seinem Gegenüber? Am besten mit einem Danke, so die Ergebnisse einer aktuellen Studie. Denn wer Ratschläge harsch ablehnt, der beschädigt auf lange Sicht nicht nur die zwischenmenschliche Beziehung, sondern auch die Zufriedenheit im Job.

Schlechten Rat dankend ablehnen

Warum das so ist, klingt durchaus einleuchtend: In der Regel stecken gute Absichten hinter einem Ratschlag. Dein Kollege macht sich Gedanken über deine Arbeit oder Handlungen und empfindet sie als nicht zielführend oder unklug und will dich vor Schaden bewahren. Ein netter Zug, für den er sich zurecht ein bisschen Dankbarkeit von seinem Gegenüber erwarten würde. Die solltest du auf jeden Fall zeigen, auch wenn du das Gefühl hast, dass der Tipp sinnlos ist.

Undankbarkeit bei Tipps kann beleidigend wirken

Bekommt der Ratgeber diesen Dank nicht, fühlt er sich und seinen Einsatz nicht wertgeschätzt. Vermutlich überlegt er es sich danach zweimal, ob er dir wieder hilft, auch wenn du darum bittest. Das schafft auf Dauer natürlich kein angenehmes Verhältnis zwischen euch beiden und sorgt vielleicht sogar für schlechtes Arbeitsklima im Team. Handelt es sich beim Ratgebenden um einen Vorgesetzten, dann ist die Situation mitunter noch ein bisschen heikler und bei der Zurückweisung des unnützen Tipps besonders viel Fingerspitzengefühl gefragt. Denn auch Chefs brauchen Anerkennung.

Die richtige Reaktion auf schlechte Ratschläge

Wie die Forscher der Studie erhoben, kommt es dabei ganz darauf an, wie man den schlechten Rat zurückweist. Das Selbstwertgefühl des Ratgebers sank nämlich weniger stark, wenn der Tipp mit einem Dank abgelehnt wurde. Bekamen die ratgebenden Personen nur zu hören: „Das hilft mir nicht“ oder lediglich ein „Ich nehme das zur Kenntnis“, dann fühlten sie sich nicht wertgeschätzt und hatten daraufhin auch weniger Lust, der Person in Zukunft wieder zu helfen.

Schlechte Ratschläge kannst du also durchaus ablehnen, solltest das aber immer dankend tun. „Vielen Dank für deine Hilfe, aber ich glaube, das ist nicht der richtige Weg für mich.“ Oder: „Ich glaube, das nützt mir nicht sehr, aber trotzdem danke für deine Überlegungen!“. Wenn du dazu auch noch erklärst, warum du den gegebenen Rat nicht als sinnvoll erachtest, beugst du unnötigem Missmut im Team vor und sorgst dafür, dass ihr euch gegenseitig besser versteht.

Bildnachweis: shutterstock/g-stockstudio

Lisa-Marie Linhart

Lisas Liebe gilt dem Wort und der Musik. Bei uns kombiniert sie beides zu wohlklingenden Blogbeiträgen mit dem richtigen Groove für Themen, die das Arbeitsleben leichter und die Karriereplanung einfacher machen.

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