17. Oktober 2017 · Arbeitsleben · von

Der schwere Gang: Schlechte Nachrichten überbringen

„Chef, wir haben da ein Problem.“ Genauer gesagt: Du hast ein Problem, denn du stehst vor der Aufgabe, deiner Führungskraft schlechte Neuigkeiten zu überbringen. Keine schöne Aufgabe – auch dann nicht, wenn du gar nicht Verursacher des Schadens bist. Das unangenehme Gespräch können wir dir zwar nicht abnehmen, aber vorab ein paar schnelle Tipps mit auf den Weg geben.

  1. Bereite dich gut vor
    Wer, warum, wann und wo – deine Führungskraft wird eine Menge Fragen haben, bereite dich gut darauf vor. Sammle alle notwendigen Informationen, mach dir vielleicht auch ein paar Notizen. Das hilft vor allem bei komplizierten Fällen, wenn z.B. viele Personen in die Sache involviert sind.
  2. Vereinbare einen Termin
    Schlechte Nachrichten überbringt man nicht zwischen Tür und Angel. Besonders für schwierige Gespräche ist es ratsam, einen Termin zu vereinbaren. Auch, wenn für ein erstes Gespräch wahrscheinlich 15 oder 20 Minuten ausreichen: Schick deiner Führungskraft eine kurze E-Mail mit den wichtigsten Infos zum Thema, der Dringlichkeit und der Bitte um 20 Minuten, um darüber zu sprechen. Wenn es nicht sofort sein muss, warte einen günstigen Zeitpunkt ab. Freitags sind Menschen besser gelaunt und entspannter als an einem Montag – peile als Überbringer schlechter Nachrichten solche günstigen Zeitpunkte an.
  3. Bleib sachlich
    Probleme zu visualisieren kann helfen, das Gespräch auf die Sachebene zurückzuholen: Stelle dazu den Sachverhalt auf einem Blatt Papier oder einem Flipchart grafisch dar. Das löst auch die oft unangenehme Situation, sich gegenüber zu sitzen und über ein unangenehmes Thema zu sprechen. Die Hände haben etwas zu tun und durch den Blick auf Notizen und Skizzen löst sich der Blickkontakt immer wieder einmal.
  4. Fasse dich kurz
    Erzähle keine langen Vorgeschichten und verliere dich nicht in Erklärungen sondern komm gleich zum Punkt. Wenn du den Wissensstand deines Gesprächspartners nicht kennst, frag zu Gesprächsbeginn einfach nach, wie vertraut der Sachverhalt bereits ist.
  5. Bereite eine Lösung vor
    „Und was unternehmen wir jetzt?“ Auf diese Frage solltest du – zumindest in Ansätzen – eine Antwort haben. Denk vor dem Termin bereits über mögliche Lösungen nach. So erweckst du auch nicht den Eindruck, dass du das Problem einfach nur abgeben möchtest oder dich darauf verlässt, dass jemand anderer eine Lösung findet.

Mist gebaut?

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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