Erstellt am 5. Dezember 2019 · Arbeitsleben · von

Österreich, ein Land der Raucher – zumindest im Job

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In der Gastronomie darf seit kurzem nicht mehr gequalmt werden. Ein Grund, auch am Arbeitsplatz weniger zur Zigarette zu greifen? Keineswegs, wenn man sich die Ergebnisse der jüngsten karriere.at Umfrage anschaut: In 80 Prozent der Unternehmen sind laut Arbeitnehmern weiter Raucher zu sehen.

„Wird in deiner Firma geraucht?“, wollte karriere.at von seinen Usern wissen. Gut die Hälfte der 748 beteiligten Beschäftigten – 51 Prozent – antwortete: „Vereinzelt, in den entsprechenden Zonen.“ 29 Prozent gaben an, dass in ihrem Unternehmen unverändert oft zur Zigarette gegriffen wird. „Bei uns raucht niemand mehr“, erklärten hingegen gerade einmal 18 Prozent. Lediglich zwei Prozent nannten blauen Dunst beim After-Work-Drink.

Noch mehr Rauch …

Laut Firmenvertretern (HR-Manager, Geschäftsführer und Führungskräfte) wird in noch mehr Unternehmen geraucht: Fast zwei Drittel der 170 Befragten – 64 Prozent – antworteten, dass in den dafür vorgesehenen Zonen der Glimmstängel angezündet wird. „Unsere Mitarbeiter rauchen unverändert viel“, so 30 Prozent. Nur sechs Prozent erklärten, dass es keiner der Beschäftigten tut. After-Work-Qualmen wurde in dem Fall gar nicht angeführt.

Weniger Rauch?

In einer karriere.at Umfrage Anfang 2018 hatten sich übrigens 70 Prozent der Arbeitnehmer für Einschränkungen beim Rauchen ausgesprochen. Damals plädierten 45 Prozent dafür, dass es nur im Freien erlaubt sein soll. 25 Prozent sprachen sich für ein generelles Verbot aus. Von den Firmenvertretern waren sogar 82 Prozent der Meinung, dass Verfechter des blauen Dunstes in die Schranken zu weisen sind.

Rauchen_Verbot

Ohne Rauch gehts auch – für 70 Prozent ein Thema.

Um und Auf

Thomas Olbrich, Chief Culture Officer bei karriere.at, sieht in den aktuellen Umfrageergebnissen einen klaren Auftrag für umfassende Präventivmaßnahmen im Job. „Bei allen Freiheiten für Mitarbeiter braucht es gleichzeitig eine aktive Gesundheitsförderung – beispielsweise mit gesundem Essen oder Sportmöglichkeiten“, betont er. Beim Karriereportal kümmert sich ein eigenes Team um das Wohlbefinden der Belegschaft.

„Die Partizipation unserer Beschäftigten ist uns ein großes Anliegen“, betont Olbrich. „Ein gedeihliches Miteinander sollte jedem Unternehmen viel wert sein. Bewusstseinsbildung und in der Folge Toleranz sind das Um und Auf.“

Bildnachweis: karriere.at, shutterstock/Gorynvd

Tobias Prietzel

Als Stimme von karriere.at recherchiert, spricht und schreibt Toby – u.a. für unseren Blog. Eines seiner größten Autorenvorbilder, wenn es um Einfallsreichtum und Spannung geht, ist Stephen King.