29. Januar 2018 · Arbeitsleben · von

Produktivitäts-Archetypen: Bist du ein Macher oder ein Sprinter?

Der immer alles Planende, der hart an der Deadline-Arbeitende oder die Kollegin, die sich immer so leicht ablenken lässt: Am Arbeitsplatz finden sich ganz verschiedene Persönlichkeiten. Das spiegelt sich auch in Arbeitsweise und Produktivität wider. Welcher Produktivitäts-Archetyp bist du?

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Podcaster Paul Minors hat in einer seiner Podcastfolgen acht Produktivitäts-Archetypen identifiziert. Sag mir, wie du am liebsten arbeitest und ich sage dir, wer du bist?

#1 Der Planende

Er hat Großes vor und weiß bereits vorab, wann er was erledigen möchte. Der Planende sieht dabei nicht nur das große Ganze, sondern hat auch alle kleinen Ziele und Aufgaben im Blick. Der Kalender ist sein bester Freund und ein strukturierter Zeitrahmen stellt ihn erst richtig zufrieden. Am Anfang der Woche weiß er bereits, was er am Freitag erledigen möchte.

#2 Der Sprinter

Konzentriertes Arbeiten über einen definierten Zeitraum liegt ihm besonders. Es gefällt ihm, mit einem klar definierten Ziel vor Augen an einer einzigen Aufgabe zu arbeiten. Zwei Wochen lang gibt es dann nur ein Projekt, das er mit Leidenschaft vorantreibt. Mit anderen Aufgaben kommt man ihm dann besser nicht in die Quere. Wichtig für den Sprinter: Nach jedem Sprint eine Phase der Ruhe und Orientierung einplanen.

#3 Der Manager

Er jongliert mit vielen Bällen. Um sie in der Luft zu halten, zerlegt er seinen Tag gerne in kleine Einheiten: Da ein kurzes Meeting, 30 Minuten für Projekt A, daraufhin ein Telefonat etc. Er behält den Überblick und managt so viele Dinge gleichzeitig. Allerdings müssen Manager darauf achten, ausreichend Zeit für Routinetätigkeiten und produktives Arbeiten freizuschaufeln.

#4 Der Tagesarbeiter

Er strukturiert seine Aufgaben am liebsten thematisch und arbeitet gerne mit täglichen Schwerpunkten: Der Montag ist für Routinearbeiten, am Dienstag wird kreativ gearbeitet, Mittwoch überwiegend recherchiert etc. Daneben erledigt er zwar Notwendiges, kann sich so aber auf eine Aufgaben-Kategorie konzentrieren.

#5 Der Macher

Getting things done – und das tut er bevorzugt in großen Zeitfenstern bis zur Dauer von einem halben Arbeitstag. Diese Methode liegt ihm, weil er einige Zeit braucht, um in die Tätigkeit überhaupt hineinzufinden. Im Gegensatz zum Tagesarbeiter liegt es ihm aber nicht, einen ganzen Tag lang das gleiche zu tun. Mehrere Stunden am Stück dürfen es aber gerne sein.

#6 Der Reagierende

Selten weiß er, wie seine Arbeitstage aussehen werden. Er muss in seinem Alltag oft auf E-Mails, Anrufe oder Anfragen reagieren und läuft Gefahr, sich dabei zu verzetteln. Möchte er konzentriert arbeiten, muss er sich dafür bewusst Zeit freischaufeln. Längere Zeit an einer Sache zu arbeiten fällt ihm nicht leicht, jemand könnte ja etwas von ihm brauchen. Setzt er anderen und sich selbst Grenzen und schottet sich ein wenig ab, gelingt ihm aber auch längeres Arbeiten an einer Sache.

#7 Der Blocker

Er ist wie ein Mittelding zwischen dem Macher und dem Reagierenden. Er blockt sich Aufgaben ebenfalls in Einheiten, kann oder will aber nicht mehrere Stunden am Stück daran arbeiten. Methoden wie die Pomodoro-Technik sind für ihn ideal: 20 Minuten Arbeit, zehn Minuten Pause. Diese Technik eignet sich übrigens auch für den Reagierenden wunderbar.

#8 Der einsame Wolf

Arbeitet am besten ohne Einfluss von außen. Er startet seinen Tag extra früh oder bleibt länger im Büro – dann, wenn es ruhig und ungestörtes Arbeiten möglich ist. Am produktivsten ist er dann, wenn niemand etwas von ihm will und er in seinem Workflow möglichst selten unterbrochen wird. Gesteht man diesem Arbeitstypen seinen Freiraum zu, geht ordentlich was weiter.

Zum Weiterlesen: Ein paar Produktivitätstechniken

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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