16. Juli 2018 · Arbeitsleben · von

Effizienz? Mein zweiter Vorname!

Für manche von uns sind 24 Stunden pro Tag einfach nicht ausreichend. Das kann zum einen daran liegen, dass wir tatsächlich mit einer Vielzahl an Aufgaben konfrontiert sind (und diese vielleicht dezimieren sollten). Möglicherweise kommen wir aber nur deshalb ins Strudeln, weil wir unsere Zeit nicht effizient genug nutzen. Eine produktive Arbeitsweise benötigt ein gewisses Maß an Motivation und Disziplin. Doch auch die Einführung kleiner Angewohnheiten kann dazu beitragen, die eigene Produktivität zu steigern.

Regeln festlegen, Regeln einhalten!

Eine morgendliche Routine zu entwickeln und an ihr festzuhalten kann wesentlich zu unserer Produktivität beitragen. Wer es zu einer fixen Uhrzeit aus dem Bett schafft und genug Zeit zwischen Aufwachen und dem Weg in die Arbeit einkalkuliert, kann dazwischen schon einiges unterbringen: eine frühe Laufrunde, Hausarbeiten, ein ausgewogenes Frühstück mit der Familie. Oder man nimmt sich bewusst einige Minuten für sich selbst, indem man im Lieblingsbuch schmökert, Zeitung liest, vielleicht sogar meditiert. Damit schafft man Ruhezonen und kann entspannter – und dadurch auch motivierter und produktiver – in den Tag starten.

Auch in der Arbeit gilt: Komm ein bisschen früher ins Büro und nutze die ruhigen Morgenstunden, um unliebsame Aufgaben aus dem Weg zu räumen. Dadurch wird sich der Rest des Tages wesentlich einfacher bewältigen lassen. Alle anderen Punkte, die du am jeweiligen Tag in Angriff nehmen willst, kannst du in Form einer To-do-Liste festhalten. Dabei solltest du Prioritäten setzen und dringliche Angelegenheiten auch als erstes erledigen. Um den Überblick über das große Ganze nicht zu verlieren, empfiehlt es sich, dass du deinen Kalender gewissenhaft pflegst – egal ob digital oder analog.

Ablenkung minimieren, aber einplanen

Lerne die Zeit in der Arbeit als eine möglichst handyfreie zu schätzen. Stelle dein Smartphone auf jeden Fall lautlos und deaktiviere Push-Alerts, um Störungen während deines Work Flows zu vermeiden. Die Nutzung von Apps solltest du ganz bewusst limitieren, doch das bedeutet nicht, dass du zu 100 Prozent darauf verzichten musst! Da du dir in der Regel nach 50 bis 90 Minuten eine Pause gönnen solltest, kannst du diese auch fürs Herumsurfen nutzen – oder aber fürs gedankenlose Aus-dem-Fenster-Schauen.

Auch E-Mails können zu einer zeitraubenden Ablenkung werden. Vor allem, wenn sie im Minutentakt im Postfach einzutrudeln scheinen, kann das zu lästigen Arbeitsunterbrechungen führen. Anstatt E-Mails immer wieder zwischendurch zu bearbeiten und dabei Gefahr zu laufen, nachlässig zu werden, kann man sich dafür gezielt Zeiträume während des Abreitstages reservieren.

In kleinen Schritten zu großen Zielen

Du hast ein großes Ziel vor Augen? Klasse! Doch der Weg dahin ist oft langwierig und beschwerlich. Damit die Umsetzung nicht zur Herkulesaufgabe wird, zerlege es doch einfach in mehrere kleinere Teilziele. So kannst du dir beispielsweise wöchentliche oder monatliche Vorsätze überlegen, die notwendig sind, um auf langfristige Sicht Erfolge zu feiern. Dadurch rückst du Stück für Stück näher an dein Ziel heran, ohne ständig unter massivem Druck zu stehen. Und nicht vergessen: Lass dich von Fehlschlägen nicht entmutigen! Sie sind ein Bestandteil des Prozesses und erlauben es dir, wichtige Lehren aus ihnen zu ziehen und es beim nächsten Mal besser zu machen.

Und was noch?

Es gibt natürlich viele verschiedene Möglichkeiten, die eigene Produktivität zu steigern – jeder muss seinen eigenen, individuellen Weg finden. Weitere Tipps für eine verbesserte Produktivität bieten die folgenden Punkte:

  • Gehe Verpflichtungen ein, die du nicht brechen kannst – dadurch bist du gezwungen, ihnen nachzugehen und tust das dann auch tatsächlich!
  • Lerne „Nein“ zu sagen, denn du musst nicht überall mit von der Partie sein. Deine Kollegen werden dir nicht böse sein, wenn du bereits bis zum Hals in Arbeit steckst und einfach keine Kapazitäten mehr übrig hast, um noch mehr Aufgaben zu übernehmen.
  • Betreibe Multi-Tasking nur dann, wenn du tatsächlich gut darin bist, Aufgaben zeitgleich zu jonglieren! Oft leidet die Qualität darunter, wenn wir uns Tasks nicht mit der Aufmerksamkeit widmen, die sie benötigen.
  • Achte bewusst darauf, dass dein Schreibtisch sauber und strukturiert ist. Je ordentlicher die Arbeitsumgebung, desto fokussierter und konzentrierter bist du!
  • Stelle sicher, dass du genügend Schlaf bekommst! Weniger als acht Stunden sollten es nach Möglichkeit auf keinen Fall sein.
  • Wenn etwas in weniger als fünf Minuten erledigt werden kann, dann erledige es sofort!
  • Du hast dir gerade das zweite Stück Lasagne geholt und würdest danach am liebsten ein Mittagsschläfchen einlegen? Kein Wunder! Vermeide üppige, große Mahlzeiten, denn mit allzu vollem Magen arbeitet es sich schlecht. Verteile sie stattdessen über den ganzen Tag.
  • Langstreckenflüge bieten eine ideale Möglichkeit, um produktiv zu sein. Ob du für die Arbeit vorplanst, die nächste Rundreise zusammenstellst oder deine Sprachkenntnisse auffrischst – da oben über den Wolken hast du ohnehin nichts Besseres zu tun.
  • Sorge für Ausgleich im Alltag! Plane abseits der Arbeit genügend Zeit ein, um deinen privaten Interessen nachzugehen und dich mit Freunden und Familie regelmäßig zu treffen.
Bianca Schedlberger

Biancas Traumjob seit Kindertagen? Schriftstellerin, irgendwann. Bis dahin wird für karriere.at fleißig getextet, unter anderem auch Blogposts.

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