22. August 2018 · Arbeitsleben · von

Der stete Wandel der Arbeitswelt – Wie mobile Technologien unser Verhalten verändern

Die physische Anwesenheit im Büro verschiebt sich in Richtung digitaler Verbindungen. Das zeigt die neue Studie von Samsung, die dem Thema „mobile Technologien und ihre Auswirkungen“ auf den Grund gegangen ist. In zehn europäischen Ländern wurde erhoben, ob die Veränderungen in Arbeits- und Freizeitverhalten spürbar sind. Und ja, sind sie – sie brechen nämlich alte Standards hinsichtlich Arbeitszeit, -ort und den damit verbundenen Gewohnheiten auf.

Andere Länder, andere Sitten …

… heißt es so schön. Auch, was die Arbeitsgewohnheiten anbelangt, trifft man im europäischen Raum auf grundverschiedene Einstellungen. So beispielsweise in puncto Arbeitsbeginn. Während die Deutschen ihren Arbeitstag bereits zwischen 6:00 und 7:00 Uhr morgens einläuten (21 Prozent gaben dies an), finden sich weitere 36 Prozent erst zwischen 8:00 und 9:00 Uhr im Büro ein. Die Italiener und Spanier kommen wesentlich später in die Gänge: Erst um 9:00 oder 10:00 Uhr trudeln diese ein, dementsprechend verlängert sich natürlich der Arbeitstag und sie sind im europäischen Vergleich die letzten, die den Heimweg antreten.

Ein besonderes Phänomen unserer Zeit ist, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit zunehmend verschwimmt. Denn die Art und Weise, wie wir arbeiten, wird immer flexibler. Aus der Flexibilität, die mobile Technologien mit sich bringen, ziehen viele Arbeitnehmer auch einen großen Nutzen. So verbringen die Schweizer beim Pendeln im Schnitt 1,9 Stunden pro Woche damit, E-Mails abzurufen oder Telefonate zu führen. Das beweist, dass effizientes Arbeiten durchaus auch außerhalb der Büroräumlichkeiten möglich ist.

Bei der Produktivität scheiden sich die Geister

Praktische Arbeitserleichterung oder moderner Firlefanz? 60 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass mobiles Arbeiten durchaus zu einem produktiveren Arbeiten beisteuert. Dennoch beharren 70 Prozent darauf, dass es fixierte Arbeitsorte sind, die zur größten Produktivität führen. Die leidenschaftlichsten Anhänger des mobilen Arbeitens sind übrigens in Frankreich, Großbritannien und der Schweiz zu finden. Bei diesen Nationalitäten sind sich ganze 67 bis 68 Prozent einig, dass ein physischer Arbeitsplatz nicht notwendig ist, um effizient zu arbeiten.

„Sichtbares“ Arbeiten – neu interpretiert

Die Veränderungen der letzten Jahre machten auch nicht vor der bis dato gängigen Auffassung der „sichtbaren“ Arbeit Halt. Dieser Begriff muss in der heutigen Zeit vollkommen neu überdacht werden, da die Rahmenbedingungen für den klassischen Büroalltag neu definiert wurden. Wo einst nur physische Anwesenheit als „richtige“ Arbeit gewertet wurde, ist es heute erforderlich, dass diese und die digitale Arbeit sich ergänzen. 45 Prozent der befragten Arbeitnehmer gaben darüber hinaus zu, sogar außerhalb des Büros und der arbeitstypischen Zeiten für ihren Arbeitgeber zur Verfügung zu stehen.

Datenschutz und Sicherheit als Voraussetzung für mobiles Arbeiten

Neue Rahmenbedingungen und erhöhte Mobilität stellen Unternehmen jedoch auch vor große Herausforderungen – besonders was den Datenschutz anbelangt! Seit Einführung der DSGVO sind Unternehmen verpflichtet, die Daten ihrer Mitarbeiter nachhaltig zu schützen. Doch auch die eigenen Daten wollen abgesichert sein und das unabhängig davon, wo und wann gearbeitet wird.

Man kann es schlichtweg nicht von der Hand weisen: Mobile Technologien haben die Art, wie wir arbeiten, ganz schön umgekrempelt. Und das sowohl außer- als auch innerhalb des Büros. Starre Systeme wurden durch fließende Übergänge abgelöst und auch Arbeitszeit und Bürodesign sind abhängig von den kontinuierlichen Veränderungen, die uns den Takt vorgeben.

Bianca Schedlberger

Biancas Traumjob seit Kindertagen? Schriftstellerin, irgendwann. Bis dahin wird für karriere.at fleißig getextet, unter anderem auch Blogposts.

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