11. Mai 2017 · Arbeitsleben · von

Love my Job, love my Boss: Super Zeugnis für Vorgesetzte

Ein vielleicht für manche überraschend positives Bild aus der Arbeitswelt zeichnet ein aktueller IMAS-Report. Demnach ist die absolute Mehrheit der unselbständig Beschäftigten in Österreich sehr zufrieden mit dem eigenen Job und auch bei der direkten Führungskraft überwiegt ein sehr positives Bild.  Österreich, Land der Raunzer? Fehlanzeige!

Drei Fünftel befriedigt die eigene Arbeit voll und ganz

Liebe Vorgesetzte, ihr solltet jetzt gut aufpassen, denn folgende Zeilen werden euch gefallen: ihr macht einen guten Job, einen sehr guten sogar. Anders kann man das Ergebnis der aktuellen IMAS-Umfrage nicht interpretieren. Demnach ist nämlich nicht nur die Zufriedenheit der Österreicher mit der eigenen beruflichen Situation enorm hoch, auch ihren direkten Vorgesetzten stellen diese ein überwiegend positives Zeugnis aus. In Zahlen sieht das Ganze übrigens so aus: Exakt drei Fünftel (!) der unselbständig Erwerbstätigen befriedigt die eigene Arbeit voll und ganz – nur drei Prozent der Befragten sind absolut unzufrieden mit dem, was sie tun.

Scheinbar wenig launenhafte Chefs

Der direkte Vorgesetzte spielt hierbei eine sehr wichtige Rolle: ihm schreibt die Mehrheit der Befragten gute Fachkenntnisse zu, weiters werden die Chefs als „gerecht“ und mit „einer guten Übersicht“ beschrieben. Auch „klare Anweisungen“ sind ein wichtiger Faktor für mehr Zufriedenheit. Negative Eigenschaften hingegen, wie etwa Überforderung, Launenhaftigkeit oder das Schmücken mit fremden Federn, schreiben nur wenige der Befragten dem eigenen Chef zu.

Trotzdem: Am wichtigsten ist die freie Zeit

Besonders zufrieden sind übrigens jene, die seit mehr als 15 Jahren im Unternehmen tätig sind sowie jene Erwerbstätigen, die sich selbst als berufsorientiert einschätzen. Diese Gruppe – rund ein Drittel der Erwerbstätigen – zeigt auch eine höhere Identifikation mit dem Job. Trotz all dieser sehr positiven Infos für Boss und Job zeigt die Umfrage aber auch ganz deutlich, dass Arbeit heute (nicht mehr) alles ist: Zwar sind für rund zwei Fünftel die Arbeitsstunden gleich hoch im Kurs wie die arbeitsfreie Zeit, insgesamt überwiegt aber klar der Schwerpunkt auf die Freizeit. Stimmt das Gesamtbild und bleibt ausreichend Zeit für diese, dann ist alles gut. Sehr gut sogar.

Zur Umfrage

Zeitraum der Umfrage: Dezember 2016 bis Jänner 2017, zwischen 513 und 619 Personen, statistisch repräsentativ für die unselbständig Erwerbstätigen in Österreich, Quotaauswahl, face-to-face Interviews.

Bildnachweis: Monkey Business Images/Shutterstock, IMAS

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit 2012 für karriere.at Am liebsten taucht sie durch Interviews in neue (Arbeits-)Welten ein. Als Jungmama liegen ihr die Vereinbarkeit von Familie und Job besonders am Herzen.

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