Erstellt am 31. Januar 2019 · Arbeitsleben, HR · von

Produktiver arbeiten: mit Kunst im Büro

Lesezeit: 3 Minuten

Kunst im Büro macht glücklich. Das gaben 66 Prozent der erwerbstätigen Österreicher bei einer Umfrage an. Wie schön! So einfach kann man also am eigenen Arbeitsplatz glücklich werden. Die andere Seite der Medaille: Beinahe die Hälfte der Arbeitsplätze ist nicht mit Kunstwerken ausgestattet. Warum Arbeitgeber in Kunst investieren sollten und wie das ideale Büro-Kunstwerk aussieht:

Kunst sei Luxus, heißt es oft von Banausen. Dabei ist Kunst eine Notwendigkeit, und zwar nicht nur für Ästheten oder wenn es um kulturpolitische Diskussionen geht, sondern auch im Arbeitsalltag eines jeden von uns. Eine Umfrage von Viking gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut OnePoll hat 1000 österreichische Berufstätige zum Thema „Kunst im Büro“ befragt. Das Ergebnis: 75 Prozent der Österreicher wünschen sich Kunst im Büro.

Kunst macht glücklich

Kunst hat einen positiven Effekt auf unser allgemeines Wohlbefinden und unsere Leistungsbereitschaft. Jeder zweite Befragte hat angegeben, das Gefühl zu haben, dass Kunst im Büro die eigene Produktivität steigert. Ebenso viele gehen davon aus, dass sie das Stresslevel reduzieren kann. 66 Prozent finden sogar, dass Kunst am Arbeitsplatz glücklich macht.

Die Mehrheit der Arbeitnehmer findet Kunst am Arbeitsplatz gut.

Das ideale Büro-Kunstwerk

Fotografien, Wall Art oder doch Gemälde? Wie sieht nun das perfekte Kunstwerk aus, bei dessen Anblick wir im Idealfall effizienter und produktiver arbeiten? Tatsächlich variiert das nach Nationen und natürlich auch nach persönlichem Geschmack. Für die befragten österreichischen Teilnehmer besteht das perfekte Büro-Kunstwerk aus diesen Komponenten:

  • Kunstart: Fotografie (44 Prozent)
  • Kunststil: Humoristisch (37 Prozent)
  • Kunstmotiv: Alpine Landschaften (32 Prozent) und wilde Tiere (29 Prozent)

Unsere Eigenkreation, die genau auf diesem Ergebnis fußt, sieht übrigens so aus:

Das perfekte Büro-Kunstwerkt

Das ideale Büro-Kunstwerk: Wir haben die Wünsche der Österreicher vereint

Kunst im Büro als Wertschätzung und Werbung

Die triftigsten Gründe von Unternehmen, warum nicht in Kunst investiert wird, sind übrigens Budgetbeschränkungen und ganz simpel (aber traurig), dass Kunst nicht als wichtig erachtet wird.

Unser Tipp an Arbeitgeber: Am besten die Mitarbeiter miteinbeziehen in die künstlerische Gestaltung des Arbeitsplatzes. Umsetzbar ist das beispielsweise in einer Kreativpause oder einem kleinen Workshop, wo Arbeitnehmer Ideen vorbringen oder selbst künstlerisch tätig werden können. Denn Kunst im Büro muss nicht teuer sein!

Neben produktiveren, glücklicheren Arbeitnehmern erhält man dafür als Arbeitgeber nämlich ein extra Plus in puncto Wertschätzung. Zudem findet die Mehrheit der Befragten, dass ansprechende Kunst auch einen guten Eindruck bei Kunden und künftigen Mitarbeiter machen kann und somit auch in die eigene Arbeitgebermarke einzahlt.

Kunst im Büro als Pluspunkt für die Arbeitgebermarke

Ein zusätzlicher Grund, Kunst am Arbeitsplatz zu fördern, sollte übrigens dieser sein: Bei der Studie stellte sich das Kunstwissen der Österreicher als eher dürftig dar. In einer Aufgabe sollten die Teilnehmenden bekannte Kunstwerke den entsprechenden Künstlern zuordnen … das ernüchternde Ergebnis zeigte, dass nur jeder Dritte ein Rembrandt-Kunstwerk richtig zuordnen konnte, jeder Fünfte Monet mit Kandinsky verwechselte und uns unsere Nachbarn, die Italiener, als Kunstkenner um einiges voraus sind.

P.S.: Als kleines Easter Egg, und um euer Kunst-Wissen anzureichen, haben wir die drei erwähnten Künstler übrigens auch ins Titelbild eingebaut. :-)

Ist das Kunst oder kann das weg? Kunst im karriere.at Office

Was Kunst ist, bestimmt ihr übrigens selbst. Es muss ja nicht gleich ein Klassiker der belgischen Barockkunst sein … wäre im Original außerdem zu teuer. Erlaubt ist, was gefällt und wenn es Comics oder Zeichnungen von Kindern der Mitarbeiter sind. Bei uns im karriere.at Büro sieht Kunst etwa so aus:

Bildnachweis: Rakic; Everett – Art (3) / Shutterstock
Grafik & Fotos: karriere.at

Tanja Karlsböck

Tanja macht Instagram, YouTube & Co. für karriere.at und als Abwechslung Blogposts, denn Schreiben ist ihre liebste Kulturtechnik.

karriere.at verwendet Cookies, um dein Benutzererlebnis zu verbessern und personalisierte Werbung anbieten zu können. Weitere Informationen und deine Opt-Out Möglichkeit findest du auf unserer Datenschutzseite.