22. Mai 2017 · Arbeitsleben · von

Leben, um zu arbeiten – arbeiten, um zu leben? 5 Tipps, die dich weiterbringen

Wer tut, was er liebt, muss nie wieder arbeiten – so lautet ein Bonmot. Am 17. Mai ist der karriere.talk in die dritte Runde gegangen zum Thema „Leben, um zu arbeiten – arbeiten, um zu leben?“ Muss ein Job Spaß machen oder soll er einfach nur die Miete einbringen? Haben wir überhaupt ein Anrecht darauf, im Job glücklich zu sein? Dabei haben wir 5 Tipps unserer Speaker für euch mitgenommen, die euch auf eurem individuellen Karriereweg weiterbringen.

Mühsal, Plage, eine Anstrengung – das ist es, wofür das Wort „Arbeit“ in seinem sprachlichen Ursprung gestanden hat. Im Laufe der Zeit und mit Wandlungen in der Sprache wurde das Wort immer mehr aufgewertet und stand irgendwann für eine sinnvolle Tätigkeit, für eine Mühe mit Wert dahinter. Heute sprechen wir von Arbeit meist als eine Verpflichtung und weniger als etwas, worüber wir dankbar sind. Beim karriere.talk #3 im Linzer Central haben wir uns gemeinsam mit fünf Speakern auf die Suche gemacht nach dem Sinn hinter der Arbeit, nach Motivation und der Freude am Tun.

Müssen wir für den eigenen Beruf brennen? Was, wenn wir unsere Arbeit als reinen Broterwerb sehen? Das Publikum und unsere fünf Speaker haben versucht, auf diese und weitere Fragen Antworten zu finden. Hier die Tipps, die euch unsere Speaker mitgeben wollen, um die eigene Leidenschaft zu entdecken und die Motivation für die Arbeit nicht zu verlieren.

5 Tipps für mehr Leidenschaft & Motivation

#1 Brings dir selbst bei!

Unsere Welt verändert sich sehr schnell und mit ihr die Skills. Bleib flexibel, sei neugierig und entwickle dich immer weiter. Dabei kannst du dir sehr viel selbst beibringen:

Ob Kuchen backen oder Videos schneiden – wir leben in einer Welt, die mittlerweile Gott sei Dank sehr viel Wissen teilt. Im Selbststudium kann man viel erreichen, vor allem mit einem klaren Ziel vor Augen. Weißt du beispielsweise, dass du deine berufliche Zukunft gerne im grafischen Bereich verbringen möchtest, hast aber keine einschlägige Ausbildung dazu gemacht oder dir fehlen einfach Skills, kannst du dir mit ein bisschen Selbstdisziplin vieles in Form von Online-Tutorials aneignen. Frag dich: Was macht mir Spaß? Was möchte ich erreichen? Und werde Experte in dem, was du gern machst!

Pamela Forster, die erste Speakerin unseres karriere.talk, lebt gerne gefährlich. Sie verdient ihren Lebensunterhalt durch Aufträge wie Stunts, Werbungen, Shootings oder Workshops. Sie ist professionelle Freerunnerin, arbeitet fast täglich mit Instagram, Facebook & Co. und muss viel Selbstmarketing betreiben. Dabei hat sie sich einiges selbst beigebracht, einiges davon auch mit Youtube-Tutorials.

#2 Just try!

Wer noch nie Sushi gegessen hat, kann nicht sagen, dass ihm Sushi nicht schmeckt! Praktika sind eine hervorragende Möglichkeit, um verschiedenste Berufe und Berufsfelder auszuprobieren. Hat man Dinge ausgetestet, kann man aufgrund dieser Erfahrung für sich selbst entscheiden: „Das gefällt mir nicht!“ oder „Das ist genau mein Ding!“ Dazu muss man bestimmt auch ein wenig Mut aufwenden – aber es zahlt sich immer aus.

Christa Schirl ist Psychologin und hat wie viele in ihrem Business im Krankenhaus begonnen, um klinische Psychologin zu werden. Beim karriere.talk #3 hat sie uns erzählt, dass sie aber recht schnell merkte, dass das einfach nicht zu ihr passt, also hat sie sich selbstständig gemacht.

#3 Respect!

Ob als Aushilfskraft, als Angestellter oder in der Führungsposition: Egal, in welcher Position du dich befindest und mit wem du zusammenarbeitest – Respekt ist eine Grundvoraussetzung und macht vor keiner Hierarchieebene Halt!

Markus Kreisel und seine zwei Brüder von Kreisel Electric haben ihre Leidenschaft für Geschwindigkeit und Elektromobilität als Antrieb für ihr Business genommen. Heute arbeiten sie mit internationalen Konzernen zusammen und verwandeln medienwirksam Arnold Schwarzeneggers Geländewagen in ein sauberes Elektroauto.

Love it, change it or leave it!

#4 Wenn du etwas erreichen willst, dann kannst du das auch!

…das sagt sich sehr leicht, aber es ist auch sehr wahr. Wenn man etwas versucht und scheitert, sollte man dafür nicht gebrandmarkt werden. Jede Erfahrung zählt und bringt dich Stück für Stück weiter in die Richtung, in die du gehen willst. Irgendwann wirst du deine Leidenschaft und den für dich perfekten Beruf finden. Wenn die Zeit dafür gekommen ist – und das merkst du – solltest du alles geben, was du kannst. Es geht nicht darum, dass jeder gründen soll oder selbstständig etwas aufziehen muss. Dort wo du dich siehst, dort sollst du hingehen. Wenn du willst, kannst du das auch erreichen. #willstdukannstdu!

Daniel Frick hat fünf Jahre lang im Sommer als Bademeister im heimischen Schwimmbad gejobbt – bei seinem nordischen Teint nicht unbedingt sein Traumberuf. Dafür hat er nach dem Studium recht schnell das Richtige gefunden: als Geschäftsführer und Mitbegründer der Reiseschnäppchen-Plattform urlaubsguru.at.

#5 Schreib deine eigene Grabrede

Welche Menschen sollen einmal an deinem Grab stehen und was sollen sie über dich sagen? Denk darüber nach und schreib es nieder. Das ist hart, unangenehm und vielleicht vergießt man auch die eine oder andere Träne. Man gewinnt aber auch etwas: Erkenntnis, zum Beispiel über Leidenschaften, die man hegt, die einem vermutlich gar nicht bewusst waren. Was ist mir im Leben eigentlich wichtig und welcher Mensch möchte ich sein? Schließlich kannst du versuchen, nach diesen Prinzipien zu leben – das kann die Leidenschaft dafür entfachen, das zu machen, was du sein möchtest.

Sam Zibuschka ist davon überzeugt, dass Leidenschaft in einem Menschen auch durch Prinzipien und Werte entfacht werden kann. Er ist Geschäftsführer bei epunkt, wo man sich auch für alternative Arbeitszeitmodellen begeistern kann.

 

Der karriere.talk #3 in Bildern

Bildnachweis: noppawan09/Shutterstock; Martina Kettner / karriere.at

Tanja Karlsböck

Tanja Karlsböck verfasst Blogposts rund umʼs Arbeitsleben, denn Schreiben ist ihre liebste Kulturtechnik.

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