Erstellt am 7. Juni 2019 · Arbeitsleben · von

Motiviert und zufrieden: Die Österreicher arbeiten gerne

Lesezeit: 2 Minuten

Wir haben es immer gewusst, eine Untersuchung belegt es jetzt schwarz auf weiß: Österreich ist ein Land motivierter Mitarbeiter. Vor allem bei Frauen und älteren Beschäftigten überwiegt die Zufriedenheit. Die Gründe fürs Wohlfühlen im Job: eine spannende Tätigkeit und flexible Arbeitszeiten.

Für die aktuelle EY-Jobstudie wurden 1.001 Arbeitnehmer befragt. Das Ergebnis: Fast neun von zehn (89 Prozent) sind nach eigenem Bekunden (eher) zufrieden mit ihrem Beruf, knapp die Hälfte (45 Prozent) sogar sehr. Bei 91 Prozent ist grundsätzlich Motivation vorhanden. Als hochmotiviert bezeichnet sich aber nur ein Drittel (32 Prozent). 80 Prozent der Beschäftigten fühlen sich jedenfalls grundlegend anerkannt und wertgeschätzt.

Ältere und Berufseinsteiger am zufriedensten

Am höchsten ist die Zufriedenheit übrigens in Tirol (54 Prozent), im Burgenland (50 Prozent) und in Oberösterreich (49 Prozent). Mit jeweils 42 Prozent wurden in Vorarlberg und Salzburg die geringsten Werte gemessen. Aufs Alter bezogen sind ältere Arbeitnehmer über 50 Jahre und Berufseinsteiger bis 20 Jahre am zufriedensten.

Motivationsgründe: Kollegen, Herausforderungen, Flexibilität

Die größte Motivation ziehen sowohl Männer (57 Prozent) als auch Frauen (62 Prozent) aus einem guten Verhältnis zu Kollegen. Gefragt sind außerdem spannende Aufgaben (jeweils 54 Prozent), günstige Arbeitszeiten (37 bzw. 42 Prozent) und flexible Zeitmodelle (je 30 Prozent). Kaum punkten können Unternehmen hingegen mit Zusatzangeboten bzw. Incentives wie Dienstwagen oder Versicherungen: Diese wirken demnach nur auf fünf Prozent der Männer und drei Prozent der Frauen motivierend.

Die größte Motivation: die liebe Kollegenschaft.

„Geld allein ist nicht ausschlaggebend für Wohlbefinden und Antrieb.“

Geld allein ist offensichtlich kein ausschlaggebender Faktor für Wohlbefinden und Antrieb. Zwar sind Beschäftigte in der höchsten Einkommensklasse von mehr als 60.000 Euro pro Jahr am zufriedensten (58 Prozent) und am ehesten hochmotiviert (43 Prozent). Dahinter folgen aber Mitarbeiter aus der geringsten Gehaltsklasse von jährlich bis zu 20.000 Euro mit 50 bzw. 31 Prozent. Im Gegensatz dazu sind Bezieher von 41.000 bis 60.000 Euro deutlich unzufriedener und weniger motiviert.

Dazu lieferte die Studie einen markanten Unterschied zwischen den Geschlechtern: Männer legen deutlich mehr Wert auf eine hohe Entlohnung als Frauen. Diese wiederum freuen sich über günstige Arbeitszeiten.

„Derzeit gibt es für heimische Unternehmen ausreichend zu tun, und nur wenige Arbeitnehmer müssen sich Sorgen um ihren Job machen“, kommentiert Ingrid Rattinger, Managing Partner Talent bei EY Österreich, die Ergebnisse. „Gleichzeitig tun Unternehmer immer mehr für ihre Mitarbeiterbindung, da Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt rar sind.“

 

Bildnachweis: shutterstock / stockfour, YAKOBCHUK VIACHESLAV

Tobias Prietzel

Als Stimme von karriere.at recherchiert, spricht und schreibt Toby – u.a. für unseren Blog. Eines seiner größten Autorenvorbilder, wenn es um Einfallsreichtum und Spannung geht, ist Stephen King.

karriere.at verwendet Cookies, um dein Benutzererlebnis zu verbessern und personalisierte Werbung anbieten zu können. Weitere Informationen und deine Opt-Out Möglichkeit findest du auf unserer Datenschutzseite.