Aktualisiert am 7. Januar 2021 · Arbeitsleben, HR · von

Homeoffice nach Corona beibehalten? Die Zustimmung steigt!

Lesezeit: 3 Minuten

Ist Homeoffice auch nach Corona eine Option? Nach der Online-Umfrage im Mai vergangenen Jahres wollten wir auch im Dezember noch einmal wissen, wie Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu diesem Thema stehen. Das Stimmungsbild zeigt: Homeoffice ist beliebter denn je!

94 Prozent wollen Homeoffice nach der Krise beibehalten

Sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite ist die Zustimmung zum Arbeiten von zuhause aus ähnlich hoch wie in der Umfrage im Mai. Auf Seiten der Arbeitnehmer ist sie sogar leicht gestiegen: Insgesamt 94 Prozent der befragten Arbeitnehmer gaben an, am liebsten im Homeoffice arbeiten oder zumindest die Wahl haben zu wollen. Hier die Ergebnisse der beiden Befragungen im Vergleich:

So haben Arbeitnehmer abgestimmt

Auswertung Umfrage Homeoffice nach Corona B2C

Umfrage-Ergebnis Mai 2020, Arbeitnehmer

online umfrage homeoffice karriere.at

Umfrage-Ergebnis Dezember 2020, Arbeitnehmer

Akzeptanz der Arbeitgeber wächst teilweise

Im Vergleich zum Mai ist die Zustimmung der Unternehmensvertreter zwar insgesamt um einen Prozentpunkt gesunken – zählt man die ersten beiden Antwortmöglichkeiten zusammen, so sind nur mehr 88 Prozent dafür, Homeoffice nach Corona ganz oder zumindest zeitweise zu ermöglichen. Doch eine spannende Verschiebung lässt sich feststellen: 22 Prozent gaben an, Homeoffice „definitiv“ beibehalten zu wollen. Das sind um sechs Prozent mehr als noch im Mai.

Die Umfrage-Ergebnisse der Unternehmensvertreter

Ausertung Umfrage Homeoffice nach Corona B2B

Umfrage-Ergebnis Mai 2020, Arbeitgeber

Online-Umfrage Homeoffice karriere.at

Umfrage-Ergebnis Dezember 2020, Arbeitgeber

Homeoffice nur in Ausnahmefällen ist wenig populär

Dass man „auf keinen Fall“ oder „nur in Ausnahmefällen“ auf Homeoffice setzen würde, ist sowohl auf Arbeitnehmer- (6 Prozent) als auch Arbeitgeberseite (12 Prozent) wenig populär – genau wie bereits zur ersten Umfrage im Mai (7 Prozent bei den Arbeitnehmern, 11 Prozent bei Arbeitgebern).

Mitarbeiter möchten Homeoffice nach Corona

Mitarbeiter möchten Homeoffice nach Corona beibehalten

Neue Filterfunktion: Jobs mit Homeoffice-Möglichkeit

Auch bei der Jobsuche auf karriere.at zeigt sich, dass Homeoffice sehr beliebt ist. Fast 1000 Mal pro Tag wird dieser Suchbegriff bei uns eingegeben. Aus diesem Grund haben wir eine neue Filterfunktion erstellt, die es Jobsuchenden ermöglicht, konkret nach Stellen mit Homeoffice-Möglichkeit zu suchen. Neben Gehalt, Beschäftigungsausmaß und Benefits wird diese flexible Arbeitsweise wohl auch nach Corona ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Stelleninserate sein. Denn eines ist klar: „Das Konzept Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben“, wie auch karriere.at-CEO Georg Konjovic meint.

Mehr über die Online-Befragung lest ihr in der aktuellen Pressemitteilung.

Homeworking bietet auch nach der Krise Flexibilität und Mitarbeiterschutz

Belebte Firmengebäude und physische Anwesenheit im Büro sind zwar das Um und Auf für eine kommunikative und damit vitale Unternehmenskultur. Die Möglichkeit, fallweise von zuhause aus zu arbeiten, widerspricht dem aber nicht. Diese kombinierte Arbeitsweise garantiert Flexibilität und ist zudem in Krisenzeiten ein wertvolles Instrument zum Mitarbeiterschutz sowie zur Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit.

Gründe für Homeoffice: Warum die Möglichkeit weiterhin bestehen sollte

Klar ist, wer auch künftig die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten, anbietet, erfüllt einen großen Wunsch der Mitarbeiter und steigert damit die Attraktivität als Arbeitgeber. Es gibt aber noch andere Gründe, warum Homeoffice auf Zeit Sinn macht:

  • Weniger Platzbedarf: Arbeitet ein Teil der Belegschaft abwechselnd im Homeoffice, können Arbeitsplätze von mehreren Mitarbeitern geteilt werden. Diese sollten selbstverständlich mit Desksharing einverstanden sein.
  • Gut für die Umwelt: Je seltener man mit dem Auto zur Arbeit fahren muss, umso weniger CO2-Ausstoß wird verursacht. Regelmäßiges Homeoffice kann also auch zum Klimaschutz beitragen und zeigen, dass man als Arbeitgeber Wert auf Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag legt.
  • Bessere Work-Life-Balance: Der Weg in die Arbeit spart auch jede Menge Zeit, vor allem denen, die weit vom Arbeitsplatz entfernt wohnen. Damit gewinnen Mitarbeiter mehr Freizeit.
  • Größeres Recruiting-Gebiet: Einen Teil der Arbeitszeit von zuhause aus erledigen zu dürfen, kann auch Kandidaten aus anderen (Bundes-)Ländern überzeugen, sich zu bewerben. Damit vergrößert sich der Recruiting-Radius und die Chance auf passende Mitarbeiter steigt.

Grundregeln fürs Homeoffice: So klappt die Zusammenarbeit

Auch wenn Homeoffice in den vergangenen Wochen vielleicht noch nicht reibungslos funktioniert hat, sollte man es nicht gleich völlig beenden. In diesem Artikel geben wir Tipps, was es für erfolgreiches Arbeiten von zuhause aus braucht:

Bildnachweis: shutterstock/Simona Pilolla 2; karriere.at; shutterstock/Undrey

Lisa-Marie Linhart

Lisas Liebe gilt dem Wort und der Musik. Bei uns kombiniert sie beides zu wohlklingenden Blogbeiträgen mit dem richtigen Groove für Themen, die das Arbeitsleben leichter und die Karriereplanung einfacher machen.