20. Oktober 2017 · Gehalt · von

Gehaltsprognose 2018: Nicht-monetäre Anreize immer wichtiger

Ein Plus auf dem Gehaltskonto, das prognostiziert die Gehaltsentwicklungsprognose von Kienbaum für das kommende Jahr. Wer davon profitieren wird und wie Österreich im Europa-Vergleich abschneidet:

Im Schnitt werden die österreichischen Gehälter im kommenden Jahr um 2,8 Prozent steigen, so die Prognose durch Kienbaum. Profitieren werden davon vor allem die Fachkräfte, ihre Gehälter werden im Schnitt um drei Prozent steigen. Vorstände und Geschäftsführer können mit einer Gehaltserhöhung von 2,4 Prozent rechnen. Mit der erwarteten Inflation werden die Reallöhne in Österreich damit um etwa ein Prozent steigen. Mit einer Inflation von 2,8 Prozent ist Großbritannien übrigens das einzige westeuropäische Land, das einen geringen realen Gehaltsrückgang verzeichnen wird.

Wer wird profitieren?

Ein Blick auf die einzelnen Hierarchieebenen zeigt, dass sich die Gehaltserhöhungen in Westeuropa von Land zu Land unterscheiden. In Österreich, Deutschland und Luxemburg werden Fachkräfte das größte Plus verzeichnen, in Finnland, Italien oder Portugal können Vorstände mit den vergleichsweise höchsten Gehaltszuwächsen rechnen. In der mittleren Managementebene profitieren Arbeitnehmer in Frankreich, Belgien und den Niederlanden am meisten.

Eine wesentlich stärkere Gehaltssteigerung ist in Osteuropa zu erwarten: Durchschnittlich fünf Prozent über alle Hierarchiebenen hinweg, das prognostiziert der Kienbaum-Report. In den osteuropäischen Nicht-EU-Staaten werden die Zuwächse vergleichsweise hoch ausfallen. Einen Haken gibts jedoch für Arbeitnehmer in der Ukraine, der Türkei und Weißrussland: Dort wird eine Inflationsrate von mehr als acht Prozent erwartet.

Die Unternehmensperformance spielt für westeuropäische Arbeitgeber auch 2018 eine große Rolle für die Gehaltsentwicklungen. Österreich und Griechenland bilden allerdings regionale Ausnahmen. Die Leistung einzelner Mitarbeiter wird für Gehaltsannahmen hier stärker miteinbezogen als das gesamte Unternehmensergebnis. Außerdem spielen Tarifverträge in Österreich und einigen anderen Ländern eine Rolle.

Zeit statt Geld bevorzugt

Nicht-monetäre Anreize gewinnen zunehmend an Bedeutung. Aus einer Fokusbefragung unter 500 Teilnehmern geben drei Viertel der Befragten an, dass flexible Freizeitgestaltungsmöglichkeiten, wie z.B. Sabbaticals, als Vergütungsfaktor an Bedeutung gewinnen. Mehr als 70 Prozent erachten Mitarbeiterbeteiligungen am Unternehmenserfolg als wichtigen Vergütungsbestandteil.

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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