27. Juli 2017 · Arbeitsleben, HR · von

Digitale Transformation: Die virtuellen Kollegen kommen

Die digitale Transformation wird Arbeitsplätze verändern, darauf vorbereitet sind aber noch nicht alle Arbeitgeber. Vielen Unternehmen fehlt es noch an passenden Strategien und gezielten Maßnahmen.

Wie die Digitalisierung Arbeitsplätze verändern wird und ob Unternehmen sich bereits ausreichend darauf einstellen, hat der Digital Workplace Report von Dimension Data unter 850 IT- und Businessleadern in 15 Ländern, darunter 346 Unternehmen in Europa, erfragt.

Vom traditionellen Büro zum digitalen Arbeitsplatz

Wieso überhaupt mitziehen? Für Arbeitgeber stehen vor allem die Verbesserung der eigenen Geschäftsprozesse sowie das Generieren eines Wettbewerbsvorteils im Vordergrund. Verbesserte Kundenbeziehungen und das Umsetzen von flexiblen Arbeitsstilen sind ebenfalls Resultate der digitalen Transformation im Arbeitsumfeld. Für europäische Arbeitgeber steht bei dieser Frage außerdem der Arbeitnehmer verstärkt im Mittelpunkt. 32 Prozent der Arbeitgeber sagen, dass ihre Mitarbeiter Flexibilität stärker einfordern würden. 26 Prozent meinen außerdem, dass das Finden und Binden von geeigneten Talenten digitale Arbeitsplätze notwendig machen.

  • 49 Prozent der europäischen Arbeitgeber denken, dass innerhalb der nächsten beiden Jahre, einige der Vollzeitkräfte von zu Hause aus arbeiten werden.

Es wird also digitalisiert – aber wie genau? Es ist mehr als die reine Anpassung bereits vorhandener Technologien. Der Mix aus neuen und bestehenden Technologien in sinnvoller Kombination erschließt neue digitale Wege, das ermöglicht produktives und flexibles Arbeiten.

  • 40 Prozent der befragten Arbeitgeber in Europa haben bereits eine Strategie, die Digitalisierung in vielen Unternehmensbereichen mitdenkt.
  • 62 Prozent der Studienteilnehmer denken, dass sich virtuelle Berater in den nächsten zwei Jahren fix im Unternehmen etablieren werden. Das soll Arbeitnehmer von Basisarbeiten freispielen, Produktivität steigern und Kundenservice verbessern.

Mein Kollege, der Roboter?

Der digitale Arbeitsplatz wird zunehmend Realität, Teams vor Ort und „virtuelle Mitarbeiter“ arbeiten zusammen. Hinter den virtuellen Arbeitskollegen steckt aber nicht immer auch ein Mensch. Künstliche Intelligenz wird, z.B. in Form von „Bots“, zunehmend eine Rolle spielen. Als virtuelle Berater erledigen sie standardisierte Arbeitsabläufe und beantworten bspw. wiederkehrende Kundenanfragen. Die Technologie steckt zwar noch in den Kinderschuhen, trotzdem geht ein Viertel der Befragten davon aus, dass diese Tools in der Team-Arbeit noch in diesem Jahr bedeutend werden.

Trotz Wissen um die Bedeutung der Digitalisierung, hapert es aber noch bei der Umsetzung. Die Hürde, die Arbeitgeber hier nehmen müssen, ist meist die eigene Unternehmenskultur, in der digitale Arbeitsplätze noch nicht vorgesehen sind. Auch die komplexe IT-Infrastruktur stellt Unternehmen dabei vor Herausforderungen. Der Wille alleine reicht nicht aus, um im Strom der digitalen Transformation mitzuschwimmen: Strukturen müssen hinterfragt und Prozesse neu gedacht werden – dazu müssen im Unternehmen alle an Bord geholt werden.

Bildnachweis: patpitchaya / Shutterstock

Martina Kettner

Martina Kettner hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at hat sie lange über Karrierethemen gebloggt, jetzt führt sie ihre eigene Karriere in den USA weiter.

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