9. November 2017 · HR · von

Wie Arbeitgeber ihre Bewerber beeindrucken können

Wer einen guten Job finden möchte, der muss sich anstrengen. Wer gute Bewerber finden möchte, muss sich ebenfalls anstrengen. Besonders gefragte Kandidaten – Stichwort IT-Talente – möchten umgarnt werden. Die Extra-Portion Service seitens eines Arbeitgebers freut aber jeden Bewerber. Drei Dinge, die nicht jedes Unternehmen macht:

#1 Reminder schicken

Den Termin für das Vorstellungsgespräch vergisst ein Bewerber hoffentlich nicht, trotzdem kann ein Reminder seitens des Unternehmens eine gute Idee sein. Einerseits ruft er Zeitpunkt und Ort für den Termin noch einmal in Erinnerung, andererseits signalisiert er: Wir freuen uns auf dich! Ein paar Zeilen reichen völlig, ein guter Zeitpunkt für den Versand liegt zwei bis drei Tage vor dem Termin. Richtig punkten können Arbeitgeber außerdem mit Zusatzinformationen zu Anreise oder Parkmöglichkeiten. Wenn ein Reminder nicht sinnvoll erscheint, z.B. weil zwischen Terminvereinbarung und dem Gespräch ohnehin nur ein paar Tage liegen, kann dafür die Terminbestätigung mit Extra-Infos aufgewertet werden.

#2 Infos zum Vorstellungsgespräch

Ein Bewerbungsgespräch ist meist wie ein Sprung ins kalte Wasser. Als Bewerber weiß man selten, was einen erwartet: Wem werde ich gegenüber sitzen? Wieviel Zeit soll ich dafür einplanen? Diese Fragen können Arbeitgeber bereits vorab beantworten. Man muss keine komplette Agenda verschicken und sich auch nicht auf einen fixen Zeitplan festlegen, aber kann Kandidaten trotzdem über die Eckdaten des Gesprächs informieren:

Wir freuen uns, Sie nächsten Dienstag um 10 Uhr bei uns im Headquarter zu begrüßen. Vorab noch einige Informationen für Sie: Am Termin werden Tobias Klein, unser Head of Marketing und die kaufmännische Geschäftsführerin Susanne Huber teilnehmen. Im Anschluss an unser Gespräch möchten wir Ihnen gerne noch das Team vorstellen und einen kurzen Rundgang durch das Unternehmen machen. Insgesamt sollten wir dafür rund 1,5 Stunden benötigen. Ausreichend Parkmöglichkeiten finden Sie direkt vor dem Haupteingang. Falls Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail oder telefonisch.

#3 Auf WIEDERsehen

Das Rennen um den Job macht ein einziger Bewerber – aber auch die Nachfolger auf den “Stockerlplätzen” können vielversprechende Kandidaten sein. Arbeitgeber sollten sich jedoch nicht darauf verlassen, dass diese Bewerber sich in Zukunft von sich aus nochmals auf offene Stellen bewerben. Wer sich Talente warmhalten möchte, muss damit bereits bei der unliebsamen Aufgabe der Absage beginnen.

  1. Kein Standardschreiben
    Gute Absagen sind individuell und wertschätzend formuliert. Ein Telefonat ist manchmal besser als eine schriftliche Absage.
  2. Goodie schicken
    Wenn es zur Unternehmenskultur und dem Auftritt als Arbeitgeber passt, kann ein kleines Präsent den Absageschmerz lindern. Ein Goodie schickt man natürlich nicht an alle Bewerber, aber vielleicht an jene zwei Kandidaten, die es ebenfalls in die engste Auswahl geschafft haben.
  3. In Kontakt bleiben
    “Wir halten Ihre Bewerbung in Evidenz”, Sätze wie diese sind für viele Bewerber nur ein geschöntes “Leider nein”. Höflich, aber nichts dahinter. Was HR-Verantwortliche und Recruiter stattdessen tun können: Den Wunsch, in Kontakt zu bleiben, ernsthaft formulieren – und auch so meinen. Das kann über die Kontaktanfrage über ein Business-Netzwerk sein oder das Aufnehmen der Kontaktdaten in den hauseigenen Talente-Pool, wenn der Bewerber damit einverstanden ist.
Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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