1. August 2018 · Arbeitsleben · von

Immer mehr Arbeitnehmer arbeiten auch im Urlaub

Im Urlaub einfach mal die Füße hochlegen, das Gesicht Richtung Sonne recken und die Arbeit ruhen lassen – ein harmonisches Bild, in das sich nicht jeder einfügen kann. Denn dank Diensthandy und Firmenlaptop werden Strandbar und Almhütte ganz fix zum Büro umfunktioniert. Erholung? Keine Spur! Eine Studie der SAP Concur hat hierzu erhoben, dass die Mehrheit selbst im Urlaub nicht richtig abschalten kann.

Mehrheit der Arbeitnehmer auch im Urlaub dienstlich aktiv

Ganze 60 Prozent der befragten deutschen Nachbarn haben angegeben, die Urlaubszeit für Arbeit genutzt zu haben. Die Hälfte davon antwortet bewusst auf E-Mails, 21 Prozent erledigen administrative Aufgaben und 17 Prozent gehen sogar so weit, an Telefonkonferenzen teilzunehmen.

Doch da endet die Arbeitswut noch nicht: Über 40 Prozent haben aufgrund von Arbeitsüberlastung und beruflichen Terminen ihren Urlaub verschoben oder gar abgesagt. Im Rahmen der Studie wurde deutlich ersichtlich, dass 18- bis 29-Jährige wesentlich geneigter sind, die beruflichen Pflichten dem Urlaub vorzuziehen. 36 Prozent der Befragten dieser Altersklasse haben sogar erklärt, den Urlaub aufgrund einer dringlichen Angelegenheit abgebrochen zu haben.

Geschäftsreisende zeigen sich am flexibelsten

Geschäftsreisen sind heutzutage keine Seltenheit mehr und werden von Seiten des Unternehmens sogar erwartet. Standortübergreifende Meetings bilden immerhin eine wichtige Basis, um persönlichen Kontakt zu Kollegen oder Kunden aufrechterhalten zu können. Wer geschäftlich viel reist, der lässt sich auch im Urlaub häufiger stören – 56 Prozent der Befragten, die dienstlich viel unterwegs sind, haben ihren Urlaub aus dienstlichen Gründen entweder abgesagt oder verschoben. 81 bzw. 80 Prozent von ihnen geben zudem an, während des Urlaubs immer erreichbar zu sein und auch aktiv zu arbeiten.

Besonders davon betroffen sind junge Mitarbeiter, von denen ein hohes Maß an Flexibilität verlangt wird. Dass stete Abrufbereitschaft – auch während Zeiten, die eigentlich der Erholung vorbehalten sein sollten – eine enorme Belastung darstellt, ist nicht weiter wunderlich.

5 Tipps zum Abschalten im Urlaub

  • Offline, was ist das eigentlich? Ständig miteinander in Kontakt zu stehen, ist in der heutigen Zeit zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die Urlaubszeit solltest du also bewusst dazu nutzen, das Leben abseits von E-Mails und Push-Funktionen zu erkunden. Das heißt: keine E-Mails lesen oder schreiben, Businessgespräche sind tabu!
  • Vorbereitung ist alles! Stelle sicher, dass du sämtliche wichtigen Aufgaben abgewickelt hast, bevor du in deinen Urlaub startest. Außerdem: Wer eine zuverlässige Urlaubsvertretung zurücklässt, wird auch während seiner Auszeit seltener nervös.
  • Schaffe einen Kontrast zu deinem Alltag! Raus aus dem Alltagstrott und ab ins Vergnügen. Reise in ein neues Land, entscheide dich fürs Campen anstelle des 5-Sterne-Wellness-Hotels und zelebriere deine Neugierde.
  • Raus aus der Stadt! Die Reizüberflutung, mit der wir in den Städten konfrontiert sind, sorgt bei vielen für erheblichen Stress. Es ist zudem wissenschaftlich erwiesen, dass sich unser Wohlbefinden in naturbelassener Umgebung schneller erholt als in der urbanen. Mach also lieber einen Abstecher in die Berge oder ans Meer.
  • Verbringe Zeit mit deinen Liebsten! Denn jetzt hast du immerhin die Zeit dazu. Arrangiere ein Abendessen mit Freunden oder statte deiner Familie einen spontanen Besuch ab!
Bianca Schedlberger

Biancas Traumjob seit Kindertagen? Schriftstellerin, irgendwann. Bis dahin wird für karriere.at fleißig getextet, unter anderem auch Blogposts.

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