16. Februar 2017 · Arbeitsleben · von

Keiner für alle, jeder für sich? Diese 10 Büro-Unsitten sorgen für Ärger

Teamwork? Selbstlos durch den Arbeitstag? Fehlanzeige in vielen heimischen Büros. Eine neue Studie hat erfragt, welche Büro-Unsitten für Zwist unter der Kollegenschaft sorgen. Der Umfrage zufolge sind sich viele Arbeitnehmer nämlich in erster Linie selbst der Nächste.


In einer zunehmend vernetzten Welt gestaltet sich die Zusammenarbeit unter Kollegen nicht unbedingt einfacher. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag von Sharp Business Systems dominiert in vielen Büros das Einzelkämpfertum.
Neben kleinen und großen Unsitten hapert es auch an den Basics: Für beinahe die Hälfte der befragten Arbeitnehmer steht das Teilen von Informationen im Joballtag nicht an der Tagesordnung. Erfolgreiches Zusammenarbeiten gestaltet sich so schwierig. Dabei scheitert es übrigens nicht unbedingt am Willen, sondern an fehlenden technischen Voraussetzungen, um das Teilen von Wissen zu ermöglichen. Knapp 38 Prozent der Arbeitnehmer machen technische Mängel dafür verantwortlich.

Top 10 der Büro-Ärgernisse

Dreckiges Geschirr in der Abwasch, kein Papier im Drucker: Häufen sich die Unsitten im Büro, trägt das zu schlechter Stimmung unter den Kollegen bei. Die Studie hat auch erfragt, welche schlechten Angwohnheiten dazu beitragen, jemandem das Prädikat „Kollegenschwein“ zu verleihen.

  • Die Seiten 1 bis 10 möchten bitte vom Drucker abgeholt werden: 84 Prozent ärgern sich über dauerhaft vergessene Seiten im Drucker.
  • Kein Papier mehr im Drucker? Das soll der nächste Kollege doch erledigen. 73 Prozent ärgern sich über diese Unsitte. Aber: 23 Prozent geben zu, selbst auch öfter mal kein Papier nachzufüllen.
  • Wieso ist es hier schon wieder so kalt? 79 Prozent der Befragten klagen über Kollegen, die still und leise die Temperatur von Heizung oder Klimaanlage umstellen.
  • Suchen statt Finden: Dokumente verschieben und gemeinsam genutzte Ordnerstrukturen eigenmächtig verändern, das bringt 70 Prozent auf die Palme.
  • Nicht nur ärgerlich, sondern auch ein Sicherheitsrisiko: Das Verschludern von Passwörtern und Zugangsdaten empfinden 64 Prozent als No-Go.
  • Langweilige Meetings dazu nutzen, um an eigenen To-Dos zu arbeiten: 61 Prozent beobachten dieses Verhalten bei Kollegen und ärgern sich darüber.
  • Schlechte Kinderstube: Den Kollegen einfach ins Wort fallen. Geht gar nicht, sagen 58 Prozent.
  • Der Papierstau im Drucker, die volle Kartusche des Wasserfilters: Ignorieren technischer Probleme bei gemeinschaftlich genutzten Geräten, das ärgert 54 Prozent.
  • Vorlagen einfach ändern bzw. sich nicht an Vorgaben halten, die getroffen wurden – Ärgernis für 49 Prozent der Arbeitnehmer.
  • Dumm sterben lassen: Wichtige Informationen werden untereinander nicht geteilt – für 46 Prozent ärgerliche Realität.

Obwohl sich viele Arbeitnehmer über die eine oder andere Unsitte ärgern, angesprochen werden diese Ärgernisse selten. Rund ein Viertel sieht darüber hinweg oder ärgert sich im Stillen. Wird der Übeltäter ausgemacht, ziehen 26 Prozent den Übeltäter per E-Mail zur Rechenschaft oder beschweren sich bei anderen darüber. Weitere 21 Prozent greifen zum guten alten Post-it und hinterlassen am Tatort eine gut sichtbare Notiz. Im Bereich HR-Management wird gar nicht erst lange gefackelt: 35 Prozent ärgern sich zwar, wenden sich dann aber gleich an ihren Vorgesetzten.

Bildnachweis: Ivan Chernichkin / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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