Weiterbildung als Schlüssel zu Unternehmenserfolg

Weiterbildung zählt zu den Schlüsselkompetenzen für eine erfolgreiche Unternehmenszukunft. Der Grund: Die Kompetenzanforderungen an die Mitarbeiter ändern sich rasch und je nach Branche passiert der Wissensverfall immer rasanter. Um am Ball zu bleiben und eine gelungene Personalentwicklung zu gewährleisten, ist sie unumgänglich. Auch viele Arbeitnehmer fordern Fortbildung, wie zahlreiche Studien zeigen.

Österreich bei beruflicher Weiterbildung top

Betriebliche Weiterbildung ist in Österreich als Maßnahme für erfolgreiche Personalentwicklung weit verbreitet, so eine Publikation der Statistik Austria aus dem Jahr 2012. Demnach sind 81 Prozent der Unternehmen ab zehn Mitarbeiter aktiv bei der Weiterbildung – im europäischen Vergleich liegt Österreich damit übrigens im Spitzenfeld. Der Grund ist einfach gefunden: Rund 61 Prozent der befragten Unternehmensvertreter stimmten der Aussage “Heute ist mehr Weiterbildung als vor fünf Jahren nötig, um erfolgreich zu sein” voll zu. Die Job-Rotation, also das Abwechseln an Arbeitsplätzen, ist dabei eine der wichtigsten Weiterbildungsaktivitäten. Weiterbildung im Job wird häufiger von Männern (36 Prozent) als von Frauen (30 Prozent) in Anspruch genommen, auch das Alter spielt eine bedeutende Rolle. Je jünger die Mitarbeiter desto eher nehmen sie an Kursen, Workshops oder ähnlichen Veranstaltungen teil. Gerade in Hinblick auf die demografische Entwicklung sollte hier ein Umdenken passieren -  ältere Mitarbeiter dürfen beim Thema Weiterbildung nicht vergessen werden.

Weiterbildungsmöglichkeiten im Unternehmen

Diese hat übrigens viele Gesichter – am häufigsten absolvieren Mitarbeiter Kurse oder nehmen an Tagungen, Seminaren, Konferenzen, Workshops oder Fachmessen teil. Gefragt nach möglichen Hindernissen für weiterbildende Maßnahmen wurden von den Unternehmensvertretern vor allem zwei Faktoren genannt: Zeitliche Engpässe bei den betroffenen Mitarbeitern sowie der Kostenfaktor. 85 Prozent jener Unternehmen, die im Rahmen ihrer Personalentwicklung keine Weiterbildungsaktivitäten setzen, nannten als Hauptgrund ausreichende Fähigkeiten der Mitarbeiter.

Nichtberufliches Lernen

Das Lernen im Job bzw. beruflichen Umfeld ist jedoch nicht das einzige: Denn es gibt noch eine andere Form des Lernens – und zwar jenes abseits der Arbeit. Sei es für Umschulungen oder um sich neu zu orientieren – immer mehr Österreicher nehmen hierzu etwa die Möglichkeit einer Bildungskarenz in Anspruch. Allein im Jahr 2012 waren in Österreich 19.500 Frauen und Männer in Bildungskarenz – Voraussetzung hierfür ist unter anderem, dass der Arbeitgeber einverstanden ist.

Neue Regeln für Bildungskarenzler

Aber aufgepasst: Durch eine Gesetzesnovelle ändert sich einiges: Jene Arbeitnehmer, die ab  1. Juli 2013 in Bildungskarenz gehen, müssen etwa bei Studien Leistungsnachweise bringen. Auch Bildungsteilzeit ist ab 1. Juli 2013 möglich. Eine weitere Neuerung ist das Fachkräfte-Stipendium: Es finanziert eine Vollzeit-Ausbildung in einem so genannten Mangelberuf.

Der Vielfachnutzen des Wissens

So positiv die Zahlen auf den ersten Blick auch wirken mögen – tatsächlich erreicht werden laut Statistik Austria nur 33 Prozent der heimischen Arbeitnehmer. Der Rest geht leider leer aus. Bedauerlich – und  zwar für beide Seiten. Unternehmen erhalten Top-Mitarbeiter, die sie durch mögliche Perspektiven langfristig binden können. Die Mitarbeiter gewinnen unter anderem Wissen und Motivation.

 Bildnachweis: Pressmaster / Quelle Shutterstock, Yurylmaging / Quelle Shutterstock

9.7.2015

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