Sabbatical: Warum es immer wichtiger wird

Immer mehr Arbeitnehmer spüren und äußern den Wunsch nach einem Sabbatical, einem längeren Urlaub oder einfach einer Auszeit. Gerne auch unbezahlt – Hauptsache weg. Die Auslöser für diese Entwicklung sind von Mensch zu Mensch verschieden – es gibt jedoch freilich Tendenzen, die generell spürbar sind. So nimmt etwa der Wunsch nach Selbstverwirklichung zu. Auch Arbeitgeber müssen auf diesen Trend reagieren – sonst droht die Gefahr, qualifizierte Arbeitskräfte zu verlieren.

Immer mehr Aussteiger

Reisende soll man nicht aufhalten – dieses Sprichwort gilt auch für Unternehmen und Arbeitnehmer. Immer mehr Menschen haben den Wunsch nach einer Auszeit – egal ob für Weiterbildung, aus familiären Gründen oder eben um eine Reise zu tun. Verständlich ist auch, dass viele damit nicht mehr warten wollen, bis sie – überspitzt formuliert – grau und alt sind. Die steigenden Zahlen von Modellen wie Bildungskarenz aber auch Sabbatical sprechen für sich. Aus mehreren Gründen wird den Unternehmen empfohlen, sich rechtzeitig um ein Auszeitenmanagement zu bemühen.

Warum ein Auszeitenmanagement?

Gleich vorweg: Der Begriff Auszeitenmanagement betrifft nicht zur längere Arbeitspausen wie ein Sabbatical, sondern auch Abwesenheiten wie Karenzen oder längere krankheitsbedingte Abwesenheit eines Mitarbeiters. Egal, weshalb ein Arbeitnehmer der Arbeit für längere Zeit fernbleibt, es ist wichtig, den Kontakt aufrecht zu erhalten und so die Bindung und auch das Vertrauen in das Unternehmen aufrecht zu erhalten. Denn aus Unternehmenssicht sollten Sabbatical, längerer Urlaub & Co. nicht der Anfang vom Ende sein. Anders formuliert: Eine freiwillige längere Auszeit sollte nicht dazu führen, dass der Mitarbeiter nicht mehr zurückkommen möchte.

Arbeitgeber müssen Wort halten

Um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, braucht es vieles: Zum einen freilich die Offenheit, flexible Lösungen für die eigenen Mitarbeiter zu finden. Zum anderen geht es darum, die Motivation und Wertschätzung im Unternehmen aufrecht zu erhalten. Immer mehr Mitarbeiter erwarten eine immer größere Flexibilität von den Unternehmen – sei es bei den Arbeitszeiten oder eben auch der Möglichkeit einer Auszeit. Wie Personalmanager berichten, werden diese Dinge heute auch schon in Bewerbungsgesprächen direkt angesprochen – und sagt ein Unternehmen gleich nein oder hält nachher nicht Wort, sind die enttäuschten Mitarbeiter schnell wieder weg.

Lösungen, die für beide Seiten passen

Doch nun zurück zum Thema Auszeitenmanagement: Dieses sollte vor allem dazu dienen, den Kontakt zu den Mitarbeitern zu erhalten und den Wiedereinstieg so gut wie möglich – und zwar für beide Seiten – zu gestalten. Während Arbeitnehmer nach einem Sabbatical oder einem längeren Urlaub meist wieder Vollzeit zurückkommen, ist dies bei Karenzen meist nicht der Fall. Hier geht es darum, rechtzeitig das Gespräch mit den Mitarbeitern zu suchen um Lösungen zu finden, die für beide Seiten passen. Instrumente wie Mitarbeiterzeitungen oder auch Stammtische oder die freiwillige Teilnahme an Firmenveranstaltungen sollten genutzt werden, um den Kontakt zu den “Pausierenden” nicht zu verlieren. Je nach Unternehmen gibt es freilich verschiedene Anforderungen und Bedürfnisse, um diese zu identifizieren, ist Kommunikation der wichtigste Schlüssel.

Bildnachweis: Dusit / Quelle Shutterstock, benicce / Quelle Shutterstock

9.7.2015

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