Personalsuche – Auf dem Weg zum passenden Kandidaten

Mitarbeitersuche ist eine komplexe Sache. Vor allem dann, wenn man darunter nicht nur das Ausschreiben einer Stelle und das Warten auf möglichst großen Bewerbungsrücklauf versteht. Modernes Recruiting ist in Wahrheit viel breiter: Es geht darum ein Versprechen einzugehen, zu kommunizieren und dieses dann letztlich auch einzulösen. Entscheidend sind also viele Faktoren und ein Patentrezept gibt es nicht. Denn jedes Unternehmen muss seine Botschaft möglichst zielgruppenadäquat aufbereiten und kommunizieren, wenn es auf Dauer Erfolg haben will.

Die Mischung macht’s – auch bei der Personalsuche. Die Zeit, in der zur Rekrutierung neuer Arbeitskräfte ein Stelleninserat im Karriereteil einer Regionalzeitung quantitativ und qualitativ zufriedenstellenden Rücklauf brachte, ist vorbei. Unternehmen, die sich langfristig im Rennen um die besten Köpfe positionieren wollen, können heute nur noch schwer auf die Professionalisierung ihrer Recruiting-Kanäle verzichten.

Die Suche nach dem passenden Mitarbeiter beginnt idealerweise mit einer Selbstanalyse und der Bildung eines Arbeitgeber-Markenkerns: Ziele, Zielgruppen, USPs, Standortfaktoren, Produktpalette, Unternehmenskultur, Rahmenbedingungen, Kommunikationskultur und vieles mehr bilden letztlich das, was ein Unternehmen ausmacht. Diese Werte gilt es dann zu transportieren. Doch das WIE ist die Frage!

Die eigenen Karriere-Website

Kein Unternehmen mit latentem Personalbedarf sollte auf eine eigene Karriere-Rubrik auf der eigenen Firmen-Website verzichten. Dort sollten nicht nur die aktuellen Stellenausschreibungen zu finden sein, sondern auch alle Ansprechpartner, Unternehmenseinblicke, Bewerbungsinfos usw. Von hier sollten auch alle weiteren Unternehmensprofile annavigiert werden können – beispielsweise auf Facebook, Xing oder auf die Arbeitgeberprofile in modernen Online-Stellenmärkten.

Online-Karriereportale

Stelleninserate sind nur erfolgreich, wenn sie den gewünschten Rücklauf an Bewerbungen liefern. Und dies gelingt ausschließlich durch zielgruppengenaue Optimierung der Stelleninserate und größtmögliche Reichweite. Dinge, die große Online-Karriereportale liefern. Dabei geht es auf großen Portalen nicht nur um geschaltene Inserate. Der gesamte Unternehmensauftritt sollte stimmig sein, ans Corporate Design angepasst sein und Kandidaten möglichst viele Infos liefern. Dabei ist heute vieles möglich: Unternehmen können auch auf Stellenmärkten ihre Unternehmensprofile mit Videos aufpeppen, Einblicke in den Arbeitsalltag liefern, Fotos uploaden und so weiter. Sprich: Alles anbieten, was potenzielle Mitarbeiter über die Firma wissen sollte.

Social Media

Ebenso wie Online-Karriereportale bieten Facebook, Twitter, Xing & Co. gute Möglichkeiten, die Reichweite der eigenen Unternehmensdarstellung zu optimieren. Bedacht werden sollte dabei immer, dass nur relevanter, gut aufbereiteter Content im Social Web auch erfolgreich ist. Vergebene Liebesmüh’ wäre es, sämtliche Kanäle im Social Web zu bespielen und dabei an der Zielgruppe vorbei zu kommunizieren. Damit dies nicht geschieht, sollte die Zielgruppe bereits im Vorfeld der Rekrutierungsaktivitäten definiert werden.

Persönlichkeit zählt!

Wesentlich ist es, als Unternehmen mit Kandidaten auf Augenhöhe zu kommunizieren. Interessenten sollten von Beginn weg das Gefühl haben, mit Menschen in Kontakt getreten zu sein und nicht allein mit anonymen Online-Formularen zu interagieren. Diese menschliche Komponente ist im gesamten Bewerbungsprozess wichtig – auch wenn es um unangenehmen Botschaften geht, wie beispielsweise eine Absage. Wie man als Bewerber behandelt wird, lässt oft Rückschlüsse zu, welchen Stellenwert Mitarbeiter im Unternehmen haben. Und das schafft Außenwirkung.

Bildnachweis: iluistrator / Quelle Shutterstock

9.6.2016

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