Mobile Recruiting: Zukunftstrend oder schneller Hype?

Mobile Recruiting? War nicht gerade erst Social Recruiting noch der wichtigste Zukunftstrend in der HR-Landschaft? Beide Themen haben eines gemein: Sie wurden und werden von vielen in ihrer Wichtigkeit (noch) unterschätzt. Dabei liegt das Thema auf der Hand: Welcher Smartphone-Besitzer surft nicht im Netz, checkt seine Mails oder Facebook-Posts? Eben.

Allein die Zahlen machen deutlich, dass der Siegeszug der so genannten Mobile Devices nicht zu stoppen sein wird. Allein im Vorjahr wurden weltweit 700 Millionen Smartphones und 120 Millionen Tablets verkauft. Die Marktdurchdringung der Geräte ist enorm. Und klar ist: Jeder Benutzer will sein Renommierteil auch verwenden – für alle Bereiche seines Online-Lebens.

Karrierepages sollten responsive sein

Die Mobile-Recruiting-Studie der Hamburger Agentur atenta verdeutlicht dies mit eindrucksvollen Zahlen: 58 Prozent der Deutschen (die Zahlen hat wohl auch für Österreich in ähnlicher Ausprägung Gültigkeit) verwendeten 2012 ihr Mobiltelefon auch zum Internet-Surfen. Tendenz steigend. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass sich immer weniger Menschen vor den Laptop setzen, um online zu gehen. Was wiederum bedeutet, dass es in puncto Recruiting nicht mehr ausreicht, eine funktionierende Karriere-Seite auf der Firmenhomepage zu haben. Diese sollte mittlerweile auch auf kleineren Displays gut dargestellt werden. Im Optimalfall ist diese gleich ganz responsive – sprich: Sie passt sich automatisch auf die Bildschirmgröße des verwendeten Endgerätes an. Laut Studie sind allerdings nur sieben Prozent der untersuchten Websites auch für Mobilgeräte optimiert.

Die mobil optimierte Unternehmenswebsite sollte für die Firmenleitung generell mehr sein, als ein “Brauchen wir nicht”-Thema. Denn oftmals liegt im Unternehmen selbst großes Potenzial brach. Wie eine Untersuchung von Klenk und Hoursch unter 680 Arbeitnehmern ergab, hält jeder dritte Befragte die eigene Firmenwebsite für verbesserungswürdig. 21 Prozent finden, dass die Homepage zu wenig transportiere, was das Unternehmen wirklich ausmacht.

Video-Content ist Mobile-Content

Doch nicht nur die technischen Voraussetzungen der Website sollten optimal sein: Auch der Inhalt sollte dem Mediennutzungsverhalten angepasst sein. Oft reicht schon ein Selbstcheck: Was gefällt einem selbst im Netz? Wie müssen Artikel aufbereitet sein, damit man sie wirklich zu Ende liest? Welche zusätzlichen Features erwartet man sich? Und wo befinde ich mich in der Regel, wenn ich via Smartphone oder Tablet surfe? Habe ich dabei viel oder wenig Zeit?

Für die Aufmerksamkeit, die Inhalte im Web generieren bedeutet das: Video schlägt Bild. Bilder schlagen Text. Und gut aufbereitete Texte schlagen Bleiwüsten.

Besonders gute Möglichkeiten im Bereich des Mobile-Recruitings ist Video-Content:

  • Mobile-User sind in der Regel unterwegs, haben wenig Zeit und Muße, sich auf Texte zu konzentrieren. Videos vermitteln Inhalte authentischer als Texte – und man erreicht auch jene Zielgruppe, die nicht vor dem Standrechner oder Laptop sitzt.
  • Videos sind immer authentischer als Texte: Clips mit Unternehmensrundgänge oder Interviews mit Mitarbeitern – bieten die Möglichkeit, authentisch Einblicke ins Unternehmen zu geben.
  • Videos bzw. Youtube-Links lassen sich problemlos in Stelleninserate auf Karriereportalen einbetten. Man erreicht damit auch die User von Jobbörsen-Apps, die auf eigene Faust suchen oder sich ständig über neue Jobs informieren lassen.

Was aber tun, wenn man als Unternehmen keine Ressourcen aufbringen kann, um seine Website auf neuesten Stand zu bringen?

Social & Mobile: So muss Recruiting sein!

  • Social Web: Unternehmen, die die für sie richtigen Social Media Kanäle professionell nutzen, sind bereits im Vorteil. Denn sie treffen nicht nur ihre Zielgruppe, die mittlerweile über weite Strecken mobil Facebook, Twitter & Co checkt. Sie profitieren von der Tatsache, dass ihre Unternehmensprofile ohne großen Eigenaufwand in den Networks mobile bestens aufbereitet sind, was wiederum positive Auswirkungen auf die Arbeitgebermarke (Employer Brand) hat.
  • Karriereportale: Professionelle Karriereportale funktionieren zumeist reibungslos auf allen mobilen Endgeräten oder haben sogar ihre eigenen Apps zur Jobsuche, wie beispielsweise auch karriere.at. Mit Arbeitgeberprofilen auf Plattformen wie karriere.at erreicht man somit ebenfalls die mobile Zielgruppe mit CI-gerechtem Design und optimaler Funktionalität.

Bildnachweis: violetkaipa / Quelle Shutterstock

9.6.2016

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