Mitarbeiter-Benefits: Incentives für mehr Motivation

Was haben die alljährliche Weihnachtsfeier, ein günstiges Straßenbahnticket und Äpfel gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Aber: Alle drei können in puncto Arbeitgeberattraktivität als Mitarbeiter-Benefits eine große Rolle spielen. Unternehmen, die professionell auf ihre Arbeitgebermarke achten, sollten Incentives für Mitarbeiter auch kommunizieren. Doch wie immer gilt: Nur was der Wahrheit entspricht, hält dem Reality Check auch stand. Und falsche Versprechen gehen garantiert nach hinten los.

Firmenhandy, Firmenlaptop, Prämie am Jahresende. Die “Klassiker” in vielen Unternehmen, wenn es um das Thema Mitarbeitermotivation geht. Dabei dürfte die Leistungspalette für die Mitarbeitermotivation durchaus etwas breiter ausfallen: Wie die Studie Talents & Trends der Personalberatungsgesellschaft von Rundstedt nun belegt, sind die Ansprüche der Arbeitnehmer – wie die Arbeitswelt selbst – diverser geworden.

Zeit ist das neue Gold – auch bei Benefits

Natürlich sind leistungsbezogene, variable Gehaltsbestandteile (Prämien) nach wie vor führend – vier von zehn Befragten wünschen sich diese von ihrem Unternehmen. Was jedoch auffällt: Zeit ist das neue Gold. 19 Prozent wünschen sich eine eigenverantwortliche Zeiteinteilung, 12 Prozent lassen sich durch Zusatz-Urlaubstage motivieren. Firmen-Handy und Laptop als Incentive kommen jedoch nur bei drei Prozent der Befragten wirklich gut an.

Doch was sind nun “Benefits”, die bei Bewerbern gut ankommen? Einfache Antwort? Alles, was man selbst gerne hätte. Das können günstigere Öffi-Tickets ebenso sein wie ein Tischfußballtisch oder ein gemeinsamer Grill-Abend auf der Dachterrasse. Kurz: Dinge oder Aktivitäten, die viele Unternehmen bereits anbieten – aber nur die wenigsten reden darüber.

Immer wichtiger wird es daher, potenzielle Mitarbeiter bereits von Anfang an vom eigenen Gesamtpaket zu überzeugen – sei es auf der eigenen Karriere-Website, in Unternehmensprofilen oder aber auf der eigenen Unternehmensdarstellung großer Online-Karriereportale(am Beispiel karriere.at Informationsdienstleistung GmbH).

Essen, Trinken, Naschen:

  • Kantine/Mitarbeiter-Menüs
  • Obst
  • Süßigkeiten
  • Getränke
  • usw.

Arbeitsplatz und Infrastruktur:

  • Gute öffentliche Anbindung
  • Firmenwagen oder Pool-Car
  • Buddy- bzw. Mentoren-Programm
  • Firmenparkplatz
  • Laptop, iPad, Handy & Co.
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • usw.

Work-Life-Balance:

  • Flexible Zeiteinteilung, Home Office, etc.
  • Betriebskindergarten
  • Feiern, Feste, Partys
  • Sportprogramme, Betriebliche Gesundheitsvorsorge
  • Freizeiträume (Tischfußball, Tischtennis, Ruheraum etc.)
  • usw.

Vergünstigungen und andere Nice-To-Haves:

  • Gestützte Öffi-Tarife
  • Essensmarken
  • Prämienmodelle
  • usw.

Grundsätzlich sind unter Benefits also alle Dinge zu verstehen, die dem potenziellen Bewerbern dabei helfen, sich für oder gegen ein Unternehmen zu unterscheiden – Stichwort Gesamtpaket. Arbeitnehmer entscheiden sich heute immer häufiger für das Unternehmen, das ingsesamt am besten zur Person passt. Das Thema Gehalt verliert (etwas) an Bedeutung. Und die Zielgruppe unter den Bewerbern, aber auch unter den bestehenden Mitarbeitern wird immer diverser: Jede Altersgruppe tickt anders, hat andere Bedürfnisse und Wertigkeiten. Männer wünschen sich andere Dinge als Frauen. Eltern andere als Singles. Und, und, und…

Lügen verboten!

Das Wichtigste: Alle Benefits, die man Bewerbern kommuniziert, müssen auch wirklich angeboten werden. Unerfüllte Erwartungshaltungen haben schon immer zu schlechter Mundpropaganda geführt. Und diese ist in Zeiten von Social Networks doppelt schädlich.

Bildnachweis: Tungphoto / Quelle Shutterstock

9.6.2016

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