Die perfekte Stellenausschreibung

Stelleninserate sind mehr als nur ein Hilfsmittel zur Besetzung von freien Stellen. Stellenausschreibungen sind nämlich auch Werbung – und zwar für das eigene Unternehmen. Der Kampf um die Bewerber ist ein harter und wird auch in Zukunft sicher kein Kinderspiel werden. Positiv auffallen und die richtigen Bewerber anziehen – aber wie? Die Anleitung zum perfekten Online-Stelleninserat verrät es.

Auffallen und eine coole Visitenkarte des Unternehmens sein aber gleichzeitig alle wichtigen (und gesetzlich vorgeschrieben) Informationen enthalten: Ein Stelleninserat hat es nicht leicht. Diese Tipps sollen helfen, den Spagat zwischen Auffallen und Funktionieren zu meistern. Neun Schritte zum perfekten Online-Stelleninserat.

Schritt 1: Die 5 W-Fragen

 

Die wichtigsten Informationen fassen die 5 W’s gut zusammen.

  • WER sucht = der Name der Firma
  • WAS wird gesucht = möglichst verständliche Bezeichnung der ausgeschrieben Stelle. Weiters sollte angeführt werden, ob es sich um eine Teil- oder Vollzeitstelle handelt und ob eine Befristung besteht.
  • WO wird gesucht = der künftige Dienstort
  • WANN kann begonnen werden = der mögliche Diensteintritt (es empfiehlt sich, auch das Ende der Bewerbungsfrist anzuführen)
  • WIEVIEL verdient man = das kollektivvertraglich festgelegte Mindestgehalt

Schritt 2: Ein Bild sagt mehr …

… als tausend Worte. Dies gilt auch bzw. gerade für ein Online-Stelleninserat. Denn Bilder haben eine große Wirkung und helfen aufzufallen. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Bilder in auseichend guter Qualität (Auflösung) zur Verfügung stehen.

Schritt 3: Den Profi ran lassen

Ein Stelleninserat soll Lust auf mehr machen, einladen und ansprechend wirken. Daher: Gute Bilder nehmen und auf eine stimmige Komposition achten. Der Stil der Anzeige sollte zum Stil des Unternehmens passen.

Schritt 4: Textwüsten vermeiden

Für bessere Lesbarkeit sorgt das Vermeiden von Bleiwüsten. Bei der Gliederung von Texten hilfreich sind etwa Aufzählungen, Hervorhebungen, Bilder und Grafiken. Wichtig ist, dass die Anzeige ins Auge springt und man dennoch rasch erfassen kann, worum es geht. Die 5 W’s sollten unbedingt hervorstechen. Auch bei Stelleninseraten gilt: Zu viel unstrukturierter Text schreckt ab – zu wenig Information sorgt hingegen für Frustration.

Schritt 5: Schon einmal von SEO gehört?

Ein großer Vorteil von Online-Stelleninseraten ist, dass die Reichweite der Anzeigen durch das individuelle Ranking in Suchmaschinen erhöht wird. Dies bedeutet: Sucht jemand etwa in Google “Vertrieb Wien”, werden passende Jobs angezeigt. Ist die Stellenausschreibung vorher suchmaschinenoptimiert (SEO = Search Engine Optimization) worden, wird sie in der Ergebnisliste oben erscheinen und somit mehr Aufmerksamkeit von potenziellen Bewerbern erhalten. Für das Erstellen von Inseraten bedeutet dies: Klare Sprache und sagen, worum es geht. Kreative Job-Bezeichnungen wie “Verkaufs-Wunder” können zwar verwendet werden – sie werden suchmaschinentechnisch jedoch untergehen. Auch ist es sinnvoll, Jobtitel zu präzisieren. Allgemeine Bezeichnungen wie etwa Projektmanager sind zu vermeiden.

Schritt 6: Wer soll erreicht werden?

Die Möglichkeiten ein Online-Inserat zu gestalten sind schier endlos. Foto, Video, Animation – alles ist möglich. Wichtig ist jedoch, die Zielgruppe zu erreichen. Einen Lehrling sollte man anders suchen als eine Führungskraft, eine Anzeige aus dem Kreativ-Bereich darf (und sollte) anders aussehen, als jene einer Anwaltskanzlei.

Schritt 7: Durch Kreativität zum Social Media-Lauffeuer

Stellenanzeigen sollen Aufmerksamkeit erregen, die richtigen Bewerber anziehen, die Firma nach Außen repräsentieren, in Erinnerung bleiben und – im Idealfall – sogar Spaß machen. Besonders bei Letzterem hilft eine ordentliche Portion an Kreativität. Im besten Fall verbreitet sich ein kreatives und lustiges Inserat wie ein Lauffeuer über die diversen sozialen Kanäle – unbezahlbare Werbung für ein Unternehmen.

Schritt 8: Einblicke geben

Ein Unternehmen kann die vielen Möglichkeiten eines Online-Stelleninserates für Firmeneinblicke nutzen. Potenzielle Arbeitgeber wollen sich ein Bild vom Unternehmen machen und wie praktisch ist es da, etwa mit einem Klick die künftigen Teamkollegen zu sehen? Oder Fotos von den Büroräumlichkeiten? Der moderne Bewerber will wissen, worauf er sich einlässt und neben Fakten auch persönliche Eindrücke gewinnen. Wie gelingt dies besser als etwa mit einem Video vom letzten Sommerfest?

Schritt 9: Schnelles Feedback garantieren

Reagiert ein Bewerber auf das Stelleninserat, heißt es schnell sein. Denn in einer Zeit, in der Nachrichten fast mit Lichtgeschwindigkeit von A nach B geschickt werden können, ist Schnelligkeit alles. Eine kurze Benachrichtigung, dass die Bewerbung eingegangen ist, sollte unbedingt erfolgen. Auch danach sollte der Bewerber rasch über den weiteren Verlauf informiert werden.

 

Bildnachweis: Galyna Andrushko / Quelle Shutterstock, VLADGRIN / Quelle Shutterstock, ollyy / Quelle Shutterstock, Pressmaster / Quelle Shutterstock

9.7.2015

5 Shares

Durch die Nutzung unserer Angebote erklären Sie sich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren