Candidate Experience Studie: Was denken Arbeitgeber?

Karrieremesse, Bewerbungsformular oder Jobinterview – Berührungspunkte zwischen Bewerbern und potenziellen Arbeitgebern gibt es viele. Wie schätzen Unternehmen eigentlich ihre Candidate Experience ein? Eine Studie in Deutschland hat das erfragt. Das Ergebnis: Dass eine positive Bewerbererfahrung die eigene Marke positiv beeinflusst, ist Arbeitgebern klar. Dennoch gibt es Nachholbedarf, was die Optimierung der eigenen Recruiting-Prozesse betrifft. Wie österreichische Arbeitgeber ihre Candidate Experience bewerten, wird aktuell von Textkernel erfragt. Mehr Infos und Link zur Teilnahme unten im Artikel.

Das Thema Candidate Experience ist in aller Munde. Darunter fallen alle Erfahrungen, die ein Bewerber im Laufe seines Bewerbungsprozesses mit einem möglichen Arbeitgeber macht. Vom ersten Klick auf die Karrierewebsite oder dem Lesen des Stelleninserates bis zum Schnuppertag im Unternehmen oder dem Unterzeichnen des Dienstvertrags. Im Idealfall sammelt der Bewerber an allen Kontaktpunkten nur positive Erfahrungen.

Candidate Experience aus Sicht des Arbeitgebers

Wie deutsche Arbeitgeber ihre Candidate Experience einschätzen, hat Textkernel untersucht. 48 Unternehmen wurden befragt, 19 davon gehören zu den DAX 30, etwas mehr als die Hälfte beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter. Eines gleich vorweg: Eine positive Bewerbererfahrung spielt für 77 Prozent der befragten Arbeitgeber eine große Rolle. Angesichts des wachsenden Führungskräftemangels möchten 90 Prozent der befragten Unternehmen ihre Bewerbungsprozesse im kommenden Jahr noch verbessern. Dass eine positive Candidate Experience die eigene Arbeigebermarke positiv beeinflusst, darüber sind sich 89 Prozent im Klaren.

Bewerbungsprozesse haben Optimierungspotenzial

Den eigenen Bewerbungsprozess schätzen 57 Prozent der Unternehmen als positiv ein. Drei Viertel der Arbeitgeber denken, dass ein vereinfachtes Bewerbungsprozedere eine höhere Anzahl an Bewerbungen bringt. Aufholbedarf besteht aber bei den technischen Möglichkeiten für das Einreichen von Bewerbungen: Ein Online-Bewerbungsformular wird zwar von 71 Prozent der Unternehmen angeboten, das Ausfüllen dauert zwischen sechs und 30 Minuten. Zeit, die vielen Bewerbern zu kostbar ist.

Nachholbedarf bei Mobile-Bewerbungen

Bewerbung mit nur einem Klick? Das bieten nur 23 Prozent der Unternehmen an. Mobile Recruiting steckt ebenfalls noch in den Kinderschuhen. Obwohl fast 60 Prozent der deutschen Bewerber ihr Smartphone für die Jobsuche nutzen, bieten nur 31 Prozent der befragten Arbeitgeber die Möglichkeit, sich mobil zu bewerben.

Ob der Bewerbungsprozess überhaupt effizient ist, wissen die meisten der befragten Unternehmen nicht. 62 Prozent evaluieren nicht, wie viele Bewerbungen aufgrund umständlicher Prozesse wieder abgebrochen werden.

Verbesserungspotenzial gibt es auch beim Faktor „time-to-hire“. Nach maximal zwei Monaten besetzen 44 Prozent der befragten Unternehmen ausgeschriebene Stellen neu, bei 48 Prozent dauert das aber bis zu sechs Monate.

Wie bewerten österreichische Arbeitgeber ihre Candidate Experience?

Textkernel wird diese Studie auch in Österreich durchführen. Die Antworten der Onlinebefragung werden anonym erfasst und ausgewertet. Interessierte Arbeitgeber können hier an der Umfrage teilnehmen.

Weiterführende Informationen zur Umfrage erteilt Sandra Petschar (petschar@textkernel.de).

15.12.2014

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