Erpressung: Vorsicht vor Bewerbungs-Trojaner!

Bewerbung E-Mail Erpressung

Erpressung durch Bewerbungs-Trojaner: Was auf den ersten Blick absurd wirkt, macht derzeit im deutschsprachigen Raum die Runde. Es sind harmlos wirkende Mails, die sich mitunter als Initiativbewerbung tarnen. Klickt der Empfänger den mitgesendeten Link, verliert dieser die Hoheit über seine eigenen Daten. Gegen bezahltes Lösegeld soll er diese dann wieder zurück bekommen. Personalverantwortlichen wird bei Bewerbungen, die mitgesendete Links enthalten, geraten besonders vorsichtig sein.

Initiativbewerbung mit .exe-Link

Bis jetzt wurden einige Fälle in Deutschland und Österreich bekannt: Vermeintliche Bewerbungs-Mails, die HR-Verantwortliche zu Erpressungsopfern machen. Die Systematik dahinter ist perfide. Ein in perfektem Deutsch formuliertes Mail suggeriert, eine (Initiativ)-Bewerbung eines interessierten Kandidaten zu sein. Der Lebenslauf ist jedoch nicht als Attachment vorhanden, sondern soll über einen Link geöffnet werden – bekannt sind bis jetzt “Bewerbung.PDF.exe” oder auch harmlos wirkende Dropbox-Links.

Wird der Link geklickt, installiert sich jedoch ein Trojaner – Chimera Ransomware – am eigenen Rechner. Der deutsche HR-Profi Henner Knabenreich berichtet in seinem Blogpost auf personalmarketing2null.de von einem Fall, bei dem der Virus dann die wichtigsten Dateien des Rechners verschlüsselt hat. Nach Installation und Neustart des Rechners erscheint dann ein Hinweis, in dem Lösegeld in der Cyberwährung Bitcoin gefordert wird.

Screenshot von Erpressungs-Mail

In Deutschland warnen die Behörden – beispielsweise das LKA Bayern – und raten zu besonderer Vorsicht bei Mails mit angehängten Links. Um eventuellen Angriffen vorzubeugen, sollten die installierte Virensoftware auf dem neuesten Stand gehalten werden und regelmäßige Backups durchgeführt werden.

Hat man den Trojaner bereits installiert:

  • Keinesfalls Lösegeld bezahlen!
  • Sofort Polizei informieren!

Die offizielle Info der deutschen Polizei dazu gibt es im Ratgeber Internetkriminalität.

Bildnachweis: Carlos Amarillo / Quelle Shutterstock; personalmarketing2null.de

2.11.2015

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