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EY Umfrage “Gender & Diversity im österreichischen Mittelstand”

Mehr als jeder dritte österreichische Mittelständler (38 Prozent) ist der Meinung, dass Frauen in mittelständischen Unternehmen die gleichen Karrierechancen wie in Großbetrieben haben. Bei den Führungspositionen wird im österreichischen Mittelstand nach eigenen Angaben Entwicklungspotenzial geortet: Bei der Mehrheit der österreichischen Mittelständler (66 Prozent) liegt der Anteil von Frauen im Management bei weniger als 30 Prozent. Die heimischen Mittelstandsunternehmen bauen unterdessen auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Jung und Alt: 74 Prozent der Befragten geben an, dass sich jüngere und ältere Arbeitnehmer in ihrem Betrieb die Waage halten.
 Das sind Ergebnisse einer Befragung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY (Ernst & Young) unter 900 mittelständischen Unternehmen in Österreich im Jänner und Februar 2014.
 
Quotenregelungen halten nur wenige Unternehmer für sinnvoll
In zwei von drei österreichischen Mittelstandsunternehmen (66 Prozent) liegt der Frauenanteil im Management bei weniger als 30 Prozent. Nur bei 8 Prozent der Unternehmen besteht die Führungsriege mehrheitlich aus Frauen. In rund einem Viertel (26 Prozent) liegt der Frauenanteil im Management zwischen 31 und 50 Prozent. Eine Frauenquote zur Steigerung des Anteils an weiblichen Führungskräften in Unternehmen hält nur knapp jeder fünfte Mittelständler (18 Prozent) für sinnvoll – ein Drittel spricht sich sogar klar gegen ein solches Mittel aus. „Jeder zweite Unternehmer wünscht sich ein ausgeglichenes Verhältnis von Männern und Frauen im Unternehmen, hält eine Quotenregelung aber nicht für zielführend. Also sollten andere Maßnahmen angedacht werden, damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie grundsätzlich für Erziehungsberechtigte, nicht nur für Frauen, vereinfacht wird. Ich spreche hier von allgemeinen Rahmenbedingungen, die allen Arbeitnehmern ermöglichen sollen, ihre berufliche Karriere bestmöglich zu verwirklichen, ohne dass die Familie dabei auf der Strecke bleibt“, so Helmut Maukner, Country Managing Partner von EY Österreich.
 
Väterkarenz wird in rund einem Viertel der Unternehmen genützt – Erfahrungen positiv
Ein Beispiel für eine derartige Maßnahme ist die Väterkarenz. Rund ein Viertel der österreichischen Mittelstandsunternehmen (27 Prozent) gibt an, dass die Väterkarenz bereits in Anspruch genommen wurde. Bei der Mehrheit der Unternehmen (61 Prozent) ist die Karenz für Männer derzeit noch kein Thema. Jene Mittelständler, die bereits Erfahrung mit der Väterkarenz gemacht haben, werten diese dafür umso besser: 83 Prozent sehen die Väterkarenz positiv, jeder Dritte (33 Prozent) erkennt in ihr sogar eine Chance – sowohl für die Männer als auch für das Unternehmen. „Bei EY versuchen wir, als gutes Vorbild voranzugehen und den Weg in die Väterkarenz so einfach wie möglich zu gestalten. Aber wir merken selbst, dass hier noch großes Umdenken in der Gesellschaft stattfinden muss, damit die Väterkarenz eine Selbstverständlichkeit wird und keine Ausnahme mehr darstellt“, so Maukner.
 
Mittelstand baut auf ausgewogenes Generationenverhältnis im Betrieb
In Hinblick auf die Diversität der Generationen gibt die Mehrheit der Befragten (74 Prozent) an, dass in ihrem Unternehmen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitern herrscht. Vier von zehn Mittelständlern (40 Prozent) setzen ihre älteren Mitarbeiter als Experten ein, damit sie ihr umfangreiches Know-how an jüngere Arbeitskräfte weitergeben können. Auch neue Tätigkeitsfelder (25 Prozent), Neuanstellungen (20 Prozent) und eigene Förderprogramme (11 Prozent) sind Beispiele für Maßnahmen, mit denen der heimische Mittelstand ältere Arbeitnehmer im Betrieb einbindet. Mit 39 Prozent der Befragten gibt jedoch ein beträchtlicher Anteil an, keine besonderen Maßnahmen zur Integration von älteren Mitarbeitern zu setzen. Um die Beschäftigung von älteren Mitarbeitern zu erleichtern, ist für die heimischen Mittelständler vorrangig eine Senkung der Lohnnebenkosten (56 Prozent) erforderlich, die steuerliche Förderung von älteren Arbeitnehmern (55 Prozent) oder flexiblere Anstellungsverhältnisse (49 Prozent.)
 
EY im Überblick
EY* ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsorganisationen in Österreich. Mit rund 650 Mitarbeitern an vier Standorten erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von 82 Millionen Euro. Gemeinsam mit den insgesamt 175.000 Mitarbeitern der internationalen EY-Organisation betreut EY Kunden überall auf der Welt.
 
EY bietet sowohl großen als auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung sowie Transaktionsberatung und Managementberatung.
 
Hinweis zum neuen Firmennamen: Seit 1. Juli 2013 tritt Ernst & Young offiziell unter dem neuen Marken-Namen EY auf.
 
Weitere Informationen unter www.ey.com/AT

Bildnachweis: Minerva Studio /Quelle Shutterstock

11.3.2014

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