Zukunft Arbeit: Wo wir 2030 arbeiten werden

von in Arbeitsmarkt am Donnerstag, 30. Juni 2011 um 13:54

Zukunft ist die Zeit, die der Gegenwart nachfolgt, weiß Wikipedia. Heute, in der Gegenwart, gibt es in Österreich 4.071.800 Personen, die im Arbeitsleben stehen. Ein guter Teil davon arbeitet in einer der großen Städte, wie Wien, Linz oder Salzburg. Ein anderer, etwas kleinerer Teil wiederum, in ländlichen Regionen. Wo aber werden wir in Zukunft arbeiten? Die österreichische Raumordnungskonferenz und Statistik Austria haben ein Szenario erarbeitet, wohin sich der österreichische Arbeitsmarkt bis 2030 räumlich entwickeln könnte.

Mehr Erwerbstätige bis 2030

Die österreichischische Bevölkerung wächst und damit auch die Zahl der Menschen, die als erwerbsfähig gelten. Die „Kleinräumige Bevölkerungsprognose für Österreich 2010-2030“ geht für 2030 von einer Bevölkerungszahl von knapp mehr als 9 Millionen aus. Das entspricht bei derzeit 8,3 Millionen Österreichern einem Zuwachs von 7,5%. Dadurch steigt auch die Zahl der erwerbstätigen Personen – wobei diese nach bereits 2020 ihr Maximum erreichen und danach wieder leicht sinken wird.

2030 werden demzufolge 5,5 Millionen Menschen im Arbeitsleben stehen. Während diese Zahl in den vergangenen 40 Jahren um mehr als 30% anwuchs, wird für die kommenden 40 Jahre (bis 2050) also lediglich mit einem Anstieg von 4% gerechnet. Das setzt voraus, dass die internationale Zuwanderung von Arbeitskräften nach Österreich nicht stagniert, Frauen noch stärker in den Arbeitsprozess involviert werden und das Pensionsantrittsalter steigt.

Arbeitsorte 2030 – Stadt/Land Gefälle

Regionen, die schon heute mit Abwanderung zu kämpfen haben, werden noch weitere Arbeitskräfte verlieren, so der Grundtenor der Erwerbsprognose. Im Umkehrschluss bedeutet das signifikante Zuwächse für städtische Regionen. Allen voran in und um Wien, wo es bis 2030 um bis zu 25% mehr erwerbstätige Personen geben wird.

Generell wird der Osten Österreichs vom Wachstum am stärksten profitieren. Ebenfalls steigen wird die Zahl in und um Graz, Sankt Pölten, Linz/Wels, Innsbruck, sowie im Nordburgenland und im Rheintal-Bodenseegebiet.

Zu den großen Verlierern zählen auf Bundesländerebene die Steiermark, Kärnten und Salzburg, aber auch das Mühl- und Waldviertel, der oberösterreichische Voralpenraum, das Tiroler Oberland und der Bregenzerwald.

Gerade für strukturschwache Regionen wird die Situation durch abwandernde Arbeitskräfte noch verschärft. Die Frage die die Studie aufwirft ist, wie ländliche Regionen dieser sich abzeichnenden Abwanderung begegnen werden.

Bildnachweis: complize / photocase.com

David Kitzmüller

David Kitzmüller ist Marketing-Teamleiter bei karriere.at. Zwischen Werbekampagnen und Performance-Analysen schreibt er in seinen Blogposts über Trends und neueste Entwicklungen in der Webwelt.

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