Achtung Zeitumstellung! – So bringen Sie die innere Uhr wieder in Takt!

von in Arbeitsleben am Freitag, 28. Oktober 2011 um 11:07

Endlich Wochenende! Und dieses Wochenende bietet noch ein großes Plus! Nämlich eine ganze Stunde mehr Schlaf! Von Samstag auf Sonntag wechseln wir von Sommer- auf Winterzeit. Dennoch warnen Gesundheitsexperten: Die Zeitumstellung hat auf den Körper die gleichen Auswirkungen wie ein Mini-Jetlag! Deswegen wird seit Jahren über eine generelle Abschaffung der Zeitumstellung gestritten. karriere.at hat mit Chronobiologe Peter Hauschild, Geschäftsführer von HeartBalance, über deren Folgen gesprochen.

MMag. Peter Hauschild, HeartBalance

karriere.at: Warum verursacht die Zeitumstellung einen Jetlag bei uns?
Peter Hauschild: Durch die Zeitumstellung wird unser biologischer Rhythmus gestört. Das ist eine Grundrhythmik, die der Natur entspringt. Sie beginnt beim Tag-Nacht-Rhythmus. Dieser wirkt sich unmittelbar auf den Körper, unter anderem auch auf die Hormone wie Melatonin, aus. Dieses Hormon ist dafür zuständig, dass sich unser Körper erholen und regenerieren kann. Unser Körper lebt nach dem sogenannten basalen Rhythmus. Im eineinhalb Stunden Rhythmus arbeitet und erholt sich unser Körper – auch und vor allem in der Nacht. Durch die Zeitumstellung wird dieser eineinhalb Stunden Rhythmus gestört und wir kommen in eine Art Jetlag-Zustand.

karriere.at: Das bedeutet, die eine Stunde mehr Schlaf tut unserem Körper nicht gut?
Hauschild: So ist es, denn es bringt unseren biologischen Rhythmus durcheinander. Plötzlich geht uns immer eine halbe Stunde ab. Dieser Jetlag-Zustand kann bis zu drei Wochen andauern, bis unser Körper sich wieder im Takt bewegen kann.

karriere.at: Welche Symptome können auftreten?
Hauschild: Ähnlich wie bei einem Jetlag kommt es zu Ein- und Durchschlafproblemen. Auch Kopfschmerzen und Migräne können Folgen der Zeitumstellung sein.

karriere.at: Wie wirkt sich die Zeitumstellung auf unsere Arbeit aus?
Hauschild: Unsere Konzentration geht buchstäblich flöten. Auch die Belastbarkeit und Kreativität leiden unter der Zeitumstellung. In der Eingewöhnungszeit sollte man es daher eher vermeiden, schwerwiegende Entscheidungen zu treffen.

karriere.at: Wie kann man die Zeitumstellung am besten überbrücken?
Hauschild: Indem Sie Ihrem Körper etwas Gutes tun. So können beispielsweise Entspannungstechniken wie Yoga Einschlafprobleme erleichtern. Auch gute Musik und ein gutes Buch sind für die persönliche Entspannung sehr förderlich. Wichtig ist eigentlich nur, dass Sie die folgenden Tage bewusst auf sich und Ihren Körper achten.

karriere.at: Wir danken Ihnen für die guten Tipps und hoffen unsere innere Uhr damit schnell wieder in Takt zu bringen!

Redaktion

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