Das sind die größten Zeitfresser in der Personalarbeit

von in HR am Dienstag, 3. Mai 2016 um 10:30

Arbeiten unter Zeitdruck und hoher administrativer Aufwand – diese Bereiche machen HR im Daily Business besonders zu schaffen. Welche Aufgaben am meisten Zeit und Energie kosten, hat eine Studie erfragt: Die Top 3 der Zeitfresser im Recruiting und mögliche Lösungsansätze für effiziente HR-Arbeit.

HR-Arbeit: Prioritäten setzen

Bereits zu Jahresbeginn hat eine Befragung von Talents Connect in 100 HR-Abteilungen nachgefragt: Welcher Bereich der Personalarbeit wird in diesem Jahr die meiste Aufmerksamkeit benötigen?

  1. Alle Vakanzen rechtzeitig besetzen (48 Prozent)
  2. Prozessoptimierung (22 Prozent)
  3. Die Mitarbeiterbindung erhöhen (19 Prozent)
  4. Einsparungen im HR-Bereich (7 Prozent)
  5. Keiner dieser Bereiche (4 Prozent)

Zeitgerecht alle freien Stellen mit passenden Kandidaten zu besetzen, das ist für rund die Hälfte der HR-Verantwortlichen die größte Herausforderung. Nahezu ein Viertel der Befragten möchte ihre Prozesse optimieren. Mitarbeiterbindung und Einsparungen im HR-Bereich stehen ebenfalls im Fokus der Personalabteilungen.

Top 3 der Zeitfresser im Recruiting

Diese Einschätzung ist realistisch, das zeigt ein Blick auf die größten Zeitfresser der Personalisten. Womit haben sie im vergangenen Jahr gefühlt die meiste Zeit verbracht?

#1 Bewerbungen sichten und Vorauswahl treffen

Je nach Größe des Unternehmens landen jährlich hunderte oder tausende Bewerbungen in den Postfächern der HR-Abteilungen. Alle eingegangenen Dokumente zu sichten, zu bewerten und eine Vorauswahl passender Kandidaten zu treffen, das kostet laut HR-Verantwortlichen am meisten Zeit.

#2 Bewerbungsgespräche

Mit der Auswahl der Bewerber ist es natürlich noch nicht getan: Bewerbungsverfahren – meist in mehreren Runden – kosten Zeit. Dazu kommt die administrative Arbeit für alle To-Dos rund um das eigentliche Jobinterview. Durchlaufen Kandidaten ein Assessment-Center, erhöht sich der Arbeitsaufwand im Recruiting noch einmal erheblich.

#3 Stellenanzeigen erstellen und schalten

Auf Platz drei der Zeitfresser: Immerhin 14 Prozent der Befragten wenden viel Zeit für das Erstellen von Jobinseraten auf.

Wie könnten Lösungen aussehen?

  • Matching-Technologien erhöhen die Passgenauigkeit zwischen Arbeitgebern und Bewerbern. Das funktioniert im Active Sourcing genauso wie für interessierte Kandidaten, die Jobbörsen nach geeigneten Inseraten durchforsten. Dabei geht es nicht nur um Hard Facts, sondern auch um Soft Skills. 88 Prozent der Befragten der talents connect Studie geben an, dass Persönlichkeitsmerkmale genauso entscheidend sind, wie fachliche Eignung.
  • Zielgerichtetes Employer Branding hilft außerdem bei der Suche nach passenden Kandidaten. Arbeitgeber, die ihre Werte und Wünsche an Bewerber klar kommunizieren, erhalten dann weniger Bewerbungen – aber mehr von geeigneten Kandidaten. Alles zum Thema Employer Branding haben wir auch in unserem aktuellen Whitepaper zusammengefasst.
  • Vakanzen rechtzeitig zu besetzen – das gelingt, wenn HR geeignete Kandidaten bereits im Vorfeld ins Auge fasst. Die Talente von morgen könnten übrigens bereits in den eigenen Reihen zu finden sein.

Bildnachweis: BrAt82/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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