Die schöne neue Arbeitswelt ist keine Frage des Alters

von in HR am Mittwoch, 28. September 2016 um 10:42

Rund um die viel zitierte Generation Y hat sich längst eine umfangreiche Wunschliste ergeben: Ohne flexible Arbeitskonzepte und eine moderne Unternehmenskultur geht nichts mehr. Dass vieles, was der Gen Y zugeschrieben wird, auch auf anderen Wunschzetteln steht, geht aus einer aktuellen Studie hervor.

Die Generation Y, die Altersgruppe jener Arbeitnehmer unter 30, ist nach wie vor in aller Recruiting-Munde: Mit mehr Life als Work müsse man sie begeistern, Gehalt spiele eine untergeordnete Rolle und ihr Feedback würden sie so mögen, wie von Social Media gewohnt: reichlich und sofort. Ob und wie sich die Wünsche der Generation Y von denen älterer Semester unterscheidet, diese Frage stand im Mittelpunkt des aktuellen Edenred-Ipsos-Barometers. Befragt wurden dafür mehr als 14.000 Arbeitnehmer aus 15 Ländern, davon rund 800 in Deutschland. Ergebnisse aus Österreich gibt es zwar nicht, allerdings liegt der Schluss nahe, dass sich die Ansprüche und Wünsche der Österreicher größtenteils an denen der deutschen Nachbarn orientieren.

Es liegt nicht an der Generation Y

Dass sich Arbeitgeber auf neue Herausforderungen einstellen müssen ist bekannt – das liegt aber nicht ausschließlich an der Gen Y. Die Arbeitswelt wandelt sich und mit ihr die Wünsche und Ansprüche der Arbeitnehmer aller Altersgruppen.

Zufriedenheit im Job

Jüngere Arbeitnehmer sind mit ihrem Job etwas zufriedener als ihre älteren Kollegen. Grund dafür könnte ihre Einstellung zur Arbeit sein. 43 Prozent der unter 30-Jährigen verbinden mit ihrem Beruf Freude oder sogar Leidenschaft. Das sehen hingegen nur 35 Prozent der über 30-Jährigen so. Für sie ist ihr Job mehr Routine. Länderübergreifend lässt sich außerdem feststellen, dass für ältere Arbeitnehmer auch der Sicherheitsaspekt schwerer wiegt.

Wunsch vs. Realität

Ein interessanter Job und zu wissen, was einen dabei erwartet – für 37 Prozent der jungen Arbeitnehmer in Deutschland ist beides gleich wichtig. Im länderübergreifenden Vergleich zeigt sich jedoch, dass ein größerer Anteil der jüngeren Mitarbeiter (46 Prozent) über Erwartungen im Job auch informiert sind.

Was macht einen guten Chef aus?

Hier sind sich alle Altersgruppen einig. Die Anerkennung von Leistung, faires und gerechtes Handeln sowie Ehrlichkeit sind die Top 3 der Dinge, die eine gute Führungskraft mitbringen muss. Regelmäßig Feedback zu bekommen ist kein Anspruch, den nur die Generation Y stellt.

Der Blick in die Zukunft

Geeignete Fachkräfte finden und binden – die unter und über 30-Jährigen sehen das als Herausforderung in den kommenden Jahren. Darüber hinaus variieren die Ansichten ein wenig: Jungen Arbeitnehmern ist die Stärkung der Unternehmenskultur wichtiger, die über 30-Jährigen sehen psychosoziale Vorsorge als größere Herausforderung für die Zukunft.

Bildnachweis: Rawpixel.com/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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