Immer weniger Führungskräfte in Österreich

von in Arbeitsmarkt am Freitag, 5. Juli 2013 um 09:36

Der Weg zum berufliche Aufstieg wird immer schwieriger. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Führungskräfte in Österreich laut Führungskräfte Monitor von rund 498.000 auf rund 413.000 gesunken. Wie die heute in Wien von der AK vorgestellten Zahlen weiters zeigen, sind die heimischen Chefs nach wie vor großteils männlich und älter.

Nicht jeder ist gleich stark betroffen

einsparungen_kriseDie Einsparungen und Rationalisierungen der Finanz- und Wirtschaftskrise zeigen Wirkung – und zwar auch in den Chefetagen. Denn der Rückgang an höheren Positionen ist deutlich spürbar. Frauen, aber auch jüngere Arbeitnehmer zwischen 26 und 35 Jahren, erklimmen die Karriereleiter immer langsamer. Während vor fünf Jahren noch 13 Prozent der Führungskräfte zu den jüngeren Semestern zählten, sind es heute nur mehr sieben Prozent. Auch Personen mit mittlerer Ausbildung oder Matura sind immer seltener in Führungspositionen zu finden.

Gleiche Chancen?

frau_,mannEntscheidend für den beruflichen Aufstieg sind nach wie vor Faktoren wie Bildung, Geschlecht und Alter, so das Ergenis der SORA-Studie im Auftrag der AKOÖ. Je höher das Bildungsniveau, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer leitenden Position. Dies gilt jedoch nicht für jeden Arbeitnehmer gleich. Denn wie die Studie weiters zeigt, schaffen es sogar hoch qualifizierte Migranten nur selten in eine leitende Funktion. Fast ein Viertel der höher qualifizierten Beschäftigten insgesamt haben eine Führungsposition inne, von den hoch qualifizierten Beschäftigten mit Migrationshintergrund sind es nur neun Prozent.

Nur mehr halb so viele Chefinnen

fuehrungsaufgabenDoch nun Näheres zur Situation der Frauen: Wie bereits angesprochen zählen sie laut der Studie zu den größten Verlierern: Denn der Anteil der Frauen mit Führungsaufgaben hat sich seit 2010 von neun auf aktuell fünf Prozent fast halbiert. Bei den Männern hat sich dieser Wert zuletzt wieder auf 15 Prozent erhöht. Die Arbeitspausen wegen Kinderbetreuung stellen sich als großes Hindernis für die Karriere heraus. So liegt bei den Frauen, die ihre Karriere nicht für die Kinderbetreuung unterbrochen haben, der Anteil an Führungskräften bei 17 Prozent. In der anderen Gruppe sind es hingegen nur sieben Prozent.

Bildnachweis: Pinkblue / Quelle Shutterstock, alphaspirit / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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