Wann zählt die Weihnachtsfeier als Arbeitszeit?

von in Arbeitsleben am Donnerstag, 12. Dezember 2013 um 11:26

Sie ist der krönende Abschluss eines Arbeitsjahres und sorgt alle Jahre wieder für einiges an Diskussionsstoff: die Weihnachtsfeier. Neben der Frage: „Hingehen oder nicht?“ stellen sich viele auch die Frage, ob denn die Firmenweihnachtsfeier als Arbeitzeit oder Privatvergnügen zu werten ist. Die rechtliche Lage erklären Experten der Arbeiterkammer.

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Feier kann geschenkte Arbeitszeit sein

Wie ist das also mit der Weihnachtsfeier: Arbeitszeit oder doch Freizeit? Kommt ganz darauf an, so die AK-Experten. Denn Weihnachtsfeier ist nicht gleich Weihnachtsfeier. Gibt es etwa einen Umtrunk oder ein kurzes Beisammensein, welches auf Wunsch oder gar Anweisung des Chefs während der üblichen Arbeitszeit stattfindet, so ist diese Zeit auch als (zusätzliches) Geschenk der Firma anzusehen und muss demnach auch bezahlt werden. Sprich: Es ist nicht nötig, sich für die Dauer der Feierlichkeiten „auszustempeln“.

Kein Recht auf eine Weihnachtsfeier

keine_party_shutterstock_154544429Ganz anders die gesetzliche Lage bei einer Weihnachtsfeier außerhalb der Arbeitszeit. Wird etwa zu einem festlichen Abendessen geladen, ist die Teilnahme freiwillig und auch unbezahlt. Sprich: Wer kommen möchte, der tut es – und verbringt im Idealfall einen schönen Abend mit seinen Kollegen. Idealfall deshalb, weil es nämlich auch nicht selbstverständlich ist, dass Firmen überhaupt ein Beisammensein um die Weihnachtszeit veranstalten. Es gibt kein Recht auf eine Weihnachtsfeier.

Für die Mehrheit ein Fixtermin

Weihnachtsfeier_1Die Frage: „Hingehen oder nicht“ stellt sich für fünf Prozent der Arbeitnehmer erst gar nicht. Denn laut karriere.at-Online-Umfrage vom Vorjahr haben sie gar keine Weihnachtsfeier. Und wie hält es der Rest mit dem firmeninternen Feiern? Mehr als die Hälfte der Befragten bleibt der Weihnachtsfeier nur mit gutem Grund fern (44 Prozent) oder kommt fix und zwar geschlossen zum Fest (16 Prozent). Das restliche Drittel gab an, diese Entscheidung spontan zu fällen.

Nicht Pflicht, sondern Chance

Nicht nur die AK-Experten sind der Meinung, dass man sich selbst einen Gefallen tut, wenn man zum Fest erscheint. Der gute Draht zum Chef ist wichtig und ein Nicht-Erscheinen kann eben auch falsch aufgefasst werden. Dennoch: Pflicht sollte die Party keine sein, denn dann wäre die lockere Stimmung eindeutig mehr Schein als Sein. „Die Weihnachtsfeier sollte einen Rahmen darstellen, in dem Führungskräfte ihren Mitarbeitern Danke sagen und auch Platz für gute Gespräche und lockeres Beisammensein abseits des Arbeitsalltags bieten“, so karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid.

Bildnachweis: Marko Poplasen / Quelle Shutterstock, benicce / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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