Forscher beweisen: Vollmond sorgt für schlechteren Schlaf

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 21. August 2013 um 10:44

Heute schlecht geschlafen? Oder sieht der Kollege etwa aus, als hätte er eine durchzechte Nacht hinter sich? Hilft der Kaffee heute gar nicht? Vielleicht liegt es am Vollmond. Denn dieser hat, wie eine Untersuchung der Uni Basel zeigt, tatsächlich Einfluss auf unseren Schlaf.

Innere Uhr hat Werwolf-Charakter

Der Schlaf von mehr als 30 Personen wurde von Forschern um Christian Cajochen im Schlaflabor analysiert. Dafür wurden Parameter wie Gehirnströme, Augenbewegungen aber auch der Hormonspiegel gemessen. Das Ergebnis: Auch heute noch reagiert die innere Uhr der Menschen auf die Phasen des Mondes.

Wissenschaft untermauert Erfahrungen

muede_bueroBei Vollmond fiel etwa jene Aktivitität in den Hirnarealen, die mit tiefem Schlaf in Verbindung stehen, um 30 Prozent. Weiters brauchten die Testpersonen im Schnitt fünf Minuten mehr Zeit, um einzuschlafen. Zusätzlich schliefen sie 20 Minuten kürzer als bei Nicht-Vollmond. Die wissenschaftlich erhobenen Zahlen und Fakten untermauern also, was viele Menschen seit jeher berichten: schlechteren Schlaf bei Vollmond. „Dies ist der erste zuverlässige Beweis, dass der Mondzyklus die Schlafstruktur bei Menschen beeinflussen kann“, so die Forscher.

Mond verlängert den Tag

mondlandungDoch wie erklärt sich diese „Mond-Fühligkeit“? Cajochen meint, diese könnte ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten sein, in denen der Mond das Verhalten der Menschen maßgeblich beeinflusst hat. Vollmond bedeutet mehr Licht und in Zeiten, als die Menschen auf natürliches Licht von Oben angewiesen waren, verlängerte der Mond eben die Tage. Dieses Wissen hilft vielleicht, etwas mehr Verständnis für müde Kollegen zu haben.

Den nächsten Vollmond als Zwickeltag nutzen

Für die besonders Mond-Anfälligen hier ein Tipp: Der nächste Vollmond ist am Donnerstag, den 19. September. Eine gute Gelegenheit, einen unechten Zwickeltag zu schaffen und sich mit einem freien Freitag ein verlängertes Wochenende zum Ausschlafen zu gönnen …

Bildnachweis: wongwean / Quelle Shutterstock, pzAxe / Quelle Shutterstock, iurii / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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