Urlaubsplanung: Jeder vierte Arbeitnehmer muss Abstriche machen

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 20. Juni 2012 um 10:49

Mit den Temperaturen steigt bei vielen Arbeitnehmern nicht nur die Reiselust. Denn wenn es um die Urlaubsplanung geht, schnellt bei vielen auch gleichzeitig der Stresspegel in die Höhe. Die jüngste Online-Umfrage von karriere.at zeigt auf, dass jeder Vierte bei seinen präferierten freien Tagen zugunsten von Kollegen oder wegen fixer Betriebs-Urlaubstage Abstriche machen musste.

Relaxen, faulenzen – Zeit für Genuss und Partner: So stellen sich die Österreicher ihren Wunschurlaub vor. Doch wenn es um die Einteilung der schönsten Zeit im Jahr geht, dürfte das Harmoniebedürfnis vieler Landsleute gehörig strapaziert werden. Eine karriere.at-Online-Umfrage unter 504 Arbeitnehmern und 173 Arbeitgebern ging nun der Sache auf den Grund. Ergebnis: Im Großen und Ganzen laufen die Urlaubsplanungen in den österreichischen Unternehmen relativ entspannt ab.

Mitarbeiter mit Kindern haben oft Vorrang

Dennoch musste insgesamt jeder vierte befragte Dienstnehmer (28 Prozent) heuer Abstriche machen, was seinen Wunschurlaub anbelangt: 15 Prozent konnten ihre Urlaubspläne nicht verwirklichen, weil sie sich nach Kollegen mit Kindern richten mussten. 13 weitere Prozent arbeiten in Unternehmen, die fixe Betriebs- oder Werksurlaube praktizieren. 28 Prozent sind überzeugt, dass sie ihren Urlaub durch Schnelligkeit beim Eintragen gesichert haben. Knapp die Hälfte der Befragten gab an, keine Probleme gehabt zu haben (44 Prozent).

Eigenverantwortung statt Urlaubs-Chaos

Relativ entspannt sehen (mittlerweile?) die heimischen Arbeitgeber die Urlaubsplanungen ihrer Mitarbeiter: So gab jeder zweite (52 Prozent) der 173 befragten Unternehmensvertreter, also Firmenchefs, HR-Manager oder Führungskräfte, an, die Einteilung für den Sommerurlaub gleich ganz der Belegschaft selbst zu überlassen. In rund jedem fünften Unternehmen (22 Prozent) werden Eltern bei den Planungen bevorzugt, ebenso oft kommt das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ zum Tragen. Nur vier von hundert Unternehmensvertretern gaben zu, dass die Urlaubsplanung Jahr für Jahr chaotisch ablaufe.

karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid: „In vielen Fällen bewährt es sich, wenn abteilungsintern mit Urlaubskalendern gearbeitet wird, die rechtzeitig angelegt und für alle Teammitglieder einsehbar sind. Auf diese Weise lassen sich Unklarheiten am ehesten vermeiden, die sich letztlich negativ auf das Arbeitsklima auswirken.“

Bildnachweis: colourbox.com, Grafiken: karriere.at

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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