Warum wir Urlaub machen – Sommer, Sonne, Streit?

von in Arbeitsleben am Freitag, 17. Juni 2011 um 13:17

Urlaub – der Höhepunkt des Arbeitsjahres schlechthin. Und: Er steht für die meisten Österreicher unmittelbar bevor. Eine heute präsentierte Studie des Meinungsforschungsinstituts market zeigt auf, dass viele Österreicher heuer bei ihrem Entspannungsurlaub auch auf das Geld schauen müssen. Doch liefert die Studie auch einige kuriose Ergebnisse, die belegen: Männer und Frauen haben in punkto Urlaub teils stark auseinanderlaufende Erwartungen.

Kein Telefon, kein Schreibtisch, keine nervenden Kollegen oder Chefs. Einfach nur sein. Lang schlafen, ausgehen, andere Länder, gutes Essen, Erlebnisse: Urlaub. Wer jetzt für seine allsommerliche Mini-Auszeit noch nichts vorhat, sollte schön langsam mit den ersten Urlaubsplanungen beginnen – im Idealfall mit dem karriere.at-Zwickeltagskalender, um nur ja keinen der kostbaren Urlaubstage herzuschenken.

Wie das Linzer Institut market in einer Online-Umfrage für das ORF Fernsehmagazin ‚eco‘ unter 447 Teilnehmern erhob, planen die meisten Österreicher, heuer Urlaub zu machen: Jeder Fünfte bleibt dabei innerhalb der Landesgrenzen, 16 Prozent zieht es in die Ferne, 34 Prozent urlauben gar in Österreich und im Ausland. Nur 13 Prozent wollen zuhause bleiben und 16 Prozent nehmen sich erst gar keinen Urlaub. Beliebteste Urlaubsdestination der Österreicher ist übrigens – wie könnte es anders sein – Bella Italia.

Urlaubs-Sex oder Sonnenbad – das ist hier die Frage

Doch was erwartet man vom Urlaub? Fest steht bereits jetzt: Die Themen des Post-Holiday-Smalltalks in Männer- und Frauenrunden werden sich stark unterscheiden. Und: Verbringen Paare miteinander Urlaub, wird in vielen Punkten eine gewisse Kompromissbereitschaft von Nöten sein.

Denn: Geht es um Urlaub, ticken Frauen und Männer wie es scheint unterschiedlicher, als erwartet.

Interessant: Zwar ist die Zeit mit dem Partner beiden Geschlechtern in der Prioritätenreihung das Um und Auf – trotzdem fällt auf, dass Frauen doch ein größeres Bedürfnis nach einem gemeinsamen Urlaub haben dürften als umgekehrt. Auch Relaxen, Faulenzen und Unternehmungen mit den Kindern sind laut Untersuchung eher „weibliche“ Urlaubserwartungen. Beim Faktor „Sex“ dreht sich die Prioritätenreihung jedoch erstmals in Richtung der männlichen Umfrageteilnehmer (27 zu 22 Prozent).

Was ebenso auffällt: Männer sind Kulturmuffel und keine besonders ambitionierten Sonnenanbeter. Die knusprige Urlaubsbräune ist ganz Sache der Frauen.

Fazit: Mit dem Urlaub kommt der erste Urlaubsstreit. Was fast jedes urlaubende Paar durchmacht, hat nun einen wissenschaftlichen Background. Frauen sollten sich also bereits auf Ausreden wie diese einstellen: „Du, Schatzi, nur sieben Prozent aller Männer liegen gern am Strand in der Sonne…“

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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