Wenig Geld, keine Karriere: Unzufriedenheit im Job steigt

von in Arbeitsleben, HR am Donnerstag, 11. Februar 2016 um 11:32

Unterbezahlt, unzufrieden, unsicher – Österreichs Arbeitnehmer sind in ihren Jobs nicht mehr so zufrieden, wie noch vor einigen Jahren. Das aktuelle Allianz Arbeitsmarktbarometer zeigt, welche Branchen von der Unzufriedenheit besonders betroffen sind und welche Faktoren beim Jobwechsel zählen.

Bezahlung, Work-Life-Balance, Karrierechancen – ob man in seinem Job zufrieden ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Für das Allianz Arbeitsmarktbarometer hat das Marktforschungsinstitut Nielsen 1.000 Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 65 Jahren zu ihrer Zufriedenheit im Beruf befragt. Das Ergebnis: Quer durch alle Bevölkerungsgruppen ist die Zufriedenheit der Österreicher gesunken. 2010 stellten noch 82 Prozent der befragten Arbeitnehmer ihrem Job eine gute Note aus – aktuell sind es nur noch 63 Prozent.

Geld, Karriere oder weder noch?

Abstriche müssen die Befragten bei Gehalt und Karrierechancen machen. Mit ihrem Einkommen sind nur noch 36 Prozent zufrieden (2010: 58 Prozent) – Männer übrigens gleichermaßen wie Frauen. Mit ihren Karrierechancen sind nur 34 Prozent glücklich, etwas besser steht es um die Work-Life-Balance, die gute Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes und die Zufriedenheit mit den Kollegen.
Vergleicht man die aktuellen Zufriedenheitswerte mit jenen der Befragung 2010, schneiden diese Branchen im Ranking besonders schlecht ab:

  1. Gastronomie
  2. Finanzwirtschaft
  3. Gesundheitswesen

Wunsch nach reduzierter Arbeitszeit

Stichwort Work-Life-Balance: Befragt nach ihrem Wunscharbeitspensum geben österreichische Vollzeitkräfte an, am liebsten nur rund 33 Stunden wöchentlich arbeiten zu wollen. Teilzeitkräfte wünschen sich ein Arbeitspensum von durchschnittlich 26 Wochenstunden.

Angst um den Arbeitsplatz

Mit steigender Zahl der Arbeitslosen steigt offensichtlich auch die Angst um den eigenen Job: Zwölf Prozent der Arbeitnehmer denken, dass ihre Position im Unternehmen akut gefährdet ist. 20 Prozent die Zukunft nicht ganz so düster, vermuten aber, dass ihr Job latent gefährdet ist. Noch ein Blick auf die besonders wechselwilligen Österreicher: Nach einem neuen Job suchen vor allem die unter 35-Jährigen.

Darauf legen Jobsuchende Wert

Kriterien bei der ArbeitsplatzsucheAlle Detailergebnisse der Befragung sind hier zu finden.

Bildnachweis: lassedesignen/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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