Werbung: 20 Prozent der Unternehmen in Österreich sind offline

von in Social am Freitag, 21. September 2012 um 10:47

Interessiert einen eine Firma – von den Produkten bis hin zur Stellenausschreibung – ist der erste Weg meist jener ins WWW. Doch nicht immer wird man fündig. Denn laut einer aktuellen IFES-Umfrage sind 20 Prozent der österreichischen Unternehmen offline – haben also keine Website. Dabei handelt es sich ausschließlich um KMU. Von den 80 Prozent der Unternehmen mit Adresse im World Wide Web setzen wiederum nur 61 Prozent auch Online-Werbemaßnahmen.

Möglichkeiten der Online-Werbung vielen nicht bewusst

Hermann Wasserbacher, IFES

„In Hinblick auf den Einsatz von Online-Werbemethoden im engeren Sinn wie Bannerwerbung oder Targeting sind die Unternehmen noch zurückhaltend“, erläutert Hermann Wasserbacher vom IFES. „Unternehmen schätzen die Möglichkeiten, Zielgruppen genau anzusprechen und die Bekanntheit ihres Unternehmens durch Online-Werbung zu steigern“, sagt er. Jedoch seien zahlreiche Methoden der Online-Werbung bei vielen noch unbekannt. Banner-Werbung, so Wasserbacher, werde nur von 24 Prozent der Unternehmen geschalten. Nur 36 Prozent der befragten 300 Unternehmen nutzen zudem Web 2.0-Kampagnen.

Datensicherheit & Co.

Für zahlreiche Unternehmen, so das Fazit von Wasserbacher, birgt Werbung im Internet noch enormes Potential – insbesondere bei Klein- und Mittelbetrieben. Gefordert wird dabei unter anderem eine stärkere Aufmerksamkeit auf die Themenbereiche „Abwehr unterlaubter Online-Aktivitäten“ sowie „Privatsphäre und Datensicherheit“. Vor allem größere Unternehmen, die bereits heute intensiv mit Banner-Ads werben, fordern den Ausbau von Breitbandinternet.

Gastronomie und Fremdenverkehr führend

Die Nase vorn bei der österreichischen Online-Werbung haben die Branchen Gastronomie und Fremdenverkehr (85 Prozent), gefolgt von wirtschaftlichen Dienstleistungen sowie Industrie und Gewerbe (je 67 Prozent). Im Schnitt geben die Unternehmen laut IFES zwölf Prozent ihres Werbebudgets für Werbung im WWW aus, wie die Umfrage weiters zeigt, sind viele Begriffe aus der Online-Bewerbung nur wenig bekannt.

Das Paket muss stimmen

Unternehmen, die im Bereich der Online-Werbung aufholen wollen, sollten sich im Sinne eines stimmigen Online-Auftrittes eine gute Strategie überlegen, und nicht mit Schnellschüssen auf (jahrelange) Versäumnisse reagieren wollen. Denn eine Präsenz auf Social Media Kanälen – wie Facebook, Twitter & Co. – etwa macht nur dann Sinn, wenn sie auch richtig betreut wird. Eine solide und funktionierende Website sollte zudem die Grundlage für weitere Aktivitäten sein.

Bildnachweis: Colourbox, IFES

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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