Unternehmen im Web: Produkte, Preise und freie Posten

von in Arbeitsmarkt, Social am Mittwoch, 23. Oktober 2013 um 10:38

Wir sind online und wer noch nicht online ist, der wird es bald werden. So könnte man das Ergebnis der aktuellen Erhebung von Statistik Austria zum Thema Internetpräsenz der österreichischen Unternehmen zusammenfassen. Während große Firmen es sich gar nicht mehr leisten (können), auf eine eigene Website zu verzichten, sind auch bei den kleinen Unternehmen nur mehr 16 Prozent offline. Soziale Netzwerke werden bereits von mehr als einem Drittel der Arbeitgeber genutzt.

Produktinfos und Stellenanzeigen

breitband_gesamtKein Ziffernsturz: In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Anteil der heimischen Unternehmen (ab zehn Mitarbeitern) mit eigener Website von 68 auf 86 Prozent erhöht, bei den kleinen Unternehmen sind bereits 84 Prozent online. Betrachtet man die Statistik-Austria-Zahlen, so zeigt sich schnell: Je größer das Unternehmen desto „online“. Eine Internetpräsenz ist für viele nicht mehr wegzudenken, genutzt wird das WWW von fast der Hälfte der Unternehmen (46 Prozent), um Kunden über Produkte und Preise zu informieren. 34 Prozent versuchen über die eigene Seite zukünftige Mitarbeiter zu erreichen: sie posten Stellenanzeigen.

Deutlich über dem EU-Schnitt

website_eu_vergleichWie nebenstehende Grafik zeigt, liegt Österreich im EU-Vergleich gemeinsam mit Deutschland (je 84 Prozent) nicht nur über dem Durchschnitt, sondern im vorderen Feld. Nur Finnland, Dänemark, Schweden und die Niederlande haben mehr Unternehmen mit eigener Firmenwebsite. Auch in den sozialen Netzwerken aktiv sind (mit Stand Jänner 2013) 35 Prozent der heimischen Betriebe. Auch hier spielt die Unternehmensgröße wieder eine entscheidende Rolle.

Imagebildung als Hauptmotiv

unternehmen_soziale_medienDenn während mehr als die Hälfte (52 Prozent) der großen Unternehmen soziale Netzwerke nutzen, sind es bei den KMUs nur mehr 39 bzw. 33 Prozent. Auch hier gilt wieder: Je größer desto mehr beteiligt. Unabhängig von der Unternehmensgröße hingegen sind die Beweggründe für die Beteiligung an Netzwerken wie Facebook & Co. Hauptmotiv dafür ist die Entwicklung oder Pflege des Unternehmensimages sowie die Vermarktung neuer Produkte.

Auf die Qualität kommt es an

Online ist gut, denn online ist nicht nur die Zukunft sondern auch die Gegenwart. Kaufentscheidungen aber auch die Entscheidung, ob man sich bei einem Arbeitgeber bewerben möchte, werden oft vorab entschieden – und zwar online durch Unternehmenseinblicke und andere Angebote. Der olympische Gedanke – Hauptsache dabei sein – zählt hier jedoch nicht: Die Qualität der Angebote muss stimmen. Neben den technischen Voraussetzungen wie guter Usability geht es auch um Authentizität und Kommunikation auf Augenhöhe.

Bildnachweis: alphaspirit / Quelle Shutterstock, Statistik Austria

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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