Uni-Ranking hebt Österreichs Stärken hervor

von in Arbeitsleben, Arbeitsmarkt am Mittwoch, 26. Februar 2014 um 11:38

„Österreichs Unis immer schlechter“ oder „Unsere Unis sind der totale Flop“. Schlagzeilen wie diese sind leider keine Seltenheit, wenn internationale Uni-Rankings veröffentlich werden. Ein positives Signal für die heimischen Universitäten geben die heute veröffentlichten Ergebnisse des QS World University Rankings. Demnach sind österreichische Universitäten in den Top 200 durchaus vertreten – es kommt jedoch darauf an, wie genau man hinsieht. Hier kommt die österreichische Detailauswertung:

Kein schlechtes Zwischenzeugnis

Kurz vorweg: Das QS World University Ranking gilt nicht nur als ernst zu nehmen, es ist auch eines der bekanntesten Rankings auf diesem Gebiet. Und es stellt der heimischen Hochschullandschaft kein so schlechtes Zwischenzeugnis aus. Acht Universitäten aus Österreich sind demnach in mindestens einem von 30 gelisteten Studienfächern unter den weltweit 200 besten Universitäten.

Die höchste Platzierung Österreichs

Uni-Ranking Staerken hervorhebenDer eindeutige „Sieger“, wenn man so will, ist die Universität für Bodenkultur Wien mit dem Fach Land- und Forstwirtschaft. Dieses belegt mit Rang 33 die höchste Platzierung des Landes. Die Universität Wien ist in mehreren Fächern auf den vorderen Plätzen vertreten: Das Fach Philosophie belegt Platz 50 im weltweiten Vergleich, Geschichte, Linguistik, Moderne Sprachen sowie Statistik schaffen es unter die ersten 100. Insgesamt, so die weiteren Ranking-Ergebnisse, ist die Wiener Uni mit 17 Fächern in den Top 200 präsent.

Die einzelnen Stärken hervorheben

Ben Sowter

Ben Sowter

Weiter mit der WU Wien, der Wirtschaftsuniversität. Diese schaffte es mit Accounting and Finance sowie dem Fach Wirtschaftswissenschaften unter die besten 100, in Computerwissenschaften, Elektrotechnik und Mathematik schafft es die Technische Uni Wien unter die besten 100 Schulen weltweit. Ebenfalls vorne mit dabei sind die Karl-Franzens-Universität Graz, die Technische Uni Graz, die Medizin-Uni Wien sowie die Universität Innsbruck. „Österreichs Universitäten haben das Potential, in bestimmten Bereichen gegen die weltbesten Institute anzutreten“, kommentiert QS-Forschungsleiter Ben Sowter die Ergebnisse. Er streicht auch die Vorteile der QS-Methode hervor: „In diesen Rankings können wir die einzelnen Stärken der Universitäten genauer untersuchen und herausstellen, als in der Beurteilung einer Hochschule als Ganzes.“

Die weltweite Spitze

Die internationale Auswertung holt erstklassige Fakultäten in Asien und Europa vor den Vorhang und verweist das eine oder andere Mal die USA oder Großbritannien in die Schranken. In den Fächern Chemietechnik, Bauingenieurswesen und Elektrotechnik etwa sind Universitäten aus Asien heuer top. Wie die Auswertung weiters zeigt, wird die amerikanische Elite-Uni Harvard ihrem Namen erneut gerecht: Sie belegt in insgesamt elf Fächern die Spitzenposition. Auf Platz zwei liegt das Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit neun ersten Plätzen. Man kann also durchaus stolz auf die heimischen Unis sein – unabhängig davon macht das Uni-Ranking natürlich auch Lust auf die weite Welt. Hier sei zu sagen, dass sich Auslandssemester & Co. nicht nur im Lebenslauf gut machen.

In diesen Fächern ist Harvard Weltspitze:

  • Accounting & Finance
  • Biological Sciences
  • Earth & Marine Sciences
  • Economics & Econometrics
  • Law
  • Mathematics
  • Medicine
  • Pharmacy & Pharmacology
  • Politics & International Studies
  • Psychology
  • Sociology

Die Top-Platzierungen vom MIT:

  • Chemistry
  • Computer Science & Information Systems
  • Engineering – Chemical
  • Engineering – Civil & Structural
  • Engineering – Electrical & Electronic
  • Engineering – Mechanical, Aeronautical & Manufacturing
  • Linguistics
  • Materials Science
  • Physics & Astronomy

Bildnachweis: luminaimages /Quelle Shuttersttock, MilanMarkovic /Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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