Infografik zu Überwachung im Büro: Was darf mein Arbeitgeber?

von in Arbeitsrecht, Social am Freitag, 11. November 2016 um 11:30

Privat telefonieren, E-Mails an Freunde schicken oder auf Facebook surfen. Wie viel Privates ist im Büro erlaubt, darf mich mein Arbeitgeber am Arbeitsplatz überwachen? Eine Infografik fasst das Wichtigste rund um E-Mails, Telefonate und Überwachung zusammen.

Zwischen ständig online-sein, Social Media, E-Mails und Smartphones wird am Arbeitsplatz längst nicht mehr nur gearbeitet. Ein Umstand, der manchen Arbeitgebern ein Dorn im Auge ist. Überwachung am Arbeitsplatz soll Abhilfe schaffen: Wer weiß, dass seine E-Mails gelesen werden, verkneift sich privates Geplauder vielleicht. Aber: Ist das Aufzeichnen von Telefonaten oder das Überwachen von Mailverkehr erlaubt und wenn ja, in welchem Ausmaß?

Die wichtigsten Datenschutzbestimmungen für den Arbeitsplatz hat Viking in einer Infografik zusammengefasst:

Überwachung am Arbeitsplatz

Keine Überwachung ohne Zustimmung oder Information

Gibt es einen Betriebsrat, muss dieser Kontrollmaßnahmen im Rahmen einer Betriebsvereinbarung zustimmen. Wenn es keinen Betriebsrat gibt, dürfen solche Maßnahmen nur mit Zustimmung der einzelnen Arbeitnehmer durchgeführt werden. Eine Ausnahme gibt es aber: Liegt ein konkreter Verdacht auf stafbare Handlungen vor, z.B. der Verstoß gegen das Wiederbetätigungsgesetz, darf ein Arbeitgeber auf die Daten eines Mitarbeiters zugreifen.

Ausführliche Informationen zu Datenschutz und Überwachung am Arbeitsplatz oder auf Dienstreisen gibt die Arbeiterkammer an dieser Stelle.

Bildnachweis: spiber.de/Shutterstock; Viking (Infografik)

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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