Die Twitter Job Challenge: Hire me. Seriously.

von in Bewerbung, Jobsuche, Social am Dienstag, 19. April 2011 um 14:22

Twitter ist schnell. Twitter ist innovativ. Und Twitter ist voller Experten, die allein schon aus beruflichen Gründen „zwitschern“. Also muss es auch voller Jobs sein, möchte man meinen. Und voller Unternehmen, die nur auf Socialmaniacs warten. Oder? Wie man Twitter nutzen kann, um sich einem einschlägig interessierten Publikum als Experte auf seinem Fachgebiet zu präsentieren, haben wir vor einigen Wochen beschrieben. Wie das in der Praxis abläuft, lässt sich nun anhand einer Aktion des britischen „Guardian“ in Echtzeit mitverfolgen – der Twitter Job Challenge.

Zugegeben, Twitter ist in Österreich (noch) nicht gerade das, was man ein Massenphänomen nennt. Im Vergleich: Facebook freut sich derzeit über rund 2,5 Millionen Alpenland-Bewohner als Mitglieder. Auf Twitter hingegen tummeln sich laut www.socialmediaradar.at nur 43.500 Österreicher. Trotzdem steckt Twitter voller Chancen, (relevanter) Information und auch Jobs – und immer mehr erkennen, dass es durchaus etwas bringt, den 140-Zeichen-Ergüssen von Interessens-Compagnons zu folgen.

Doch wie funktioniert das mit der Jobsuche? Wie man sich als Experte mittels Content, Keywords und Hashtags positionieren kann, haben wir in eingangs erwähntem Artikel beschrieben. Ein interessantes Experiment der Online-Karriereabteilung des britischen Renommierblatts „Guardian“ macht nun die Probe aufs Exempel, rief die Twitter Job Challenge (Hashtag #twitterjobchallenge) aus und fragt „Can you catch an employer’s attention using Twitter?“

Alles begann mit der Überlegung, ob es denn mittlerweile schon möglich ist, via Twitter den Traumjob zu landen, mit Employern zu kommunizieren und seine Jobperspektiven zu verbessern.

Daraus wurde die Idee geboren, der Bloggerin Sara Barnard eine Challenge aufzugeben – eben die Twitter Job Challenge. Alles was sie zu tun hatte, war, sich fünf Lieblingsunternehmen auszusuchen, Twitter zur Kontaktaufnahme zu nutzen und darüber Bericht zu erstatten. Aus.

Der Guardian kontaktierte Sara Barnard am 5. April in einem eigenen Tweet:

Als dann einige User auf die Aktion aufmerksam wurden, weitete die Zeitung die Aktion auf alle Follower aus, die daran Interesse haben. Seit 5. April ist ein kontinuierlicher Anstieg der Tweets rund um das Thema zu verzeichnen – zahlenmäßig jedoch nach wie vor gering. Auch Unternehmen, wie etwa Unilever mit dem Account ULUKTalent sind bereits aufmerksam geworden.

Wie sich die Aktion entwickelt, ob Bewerber erfolgreich sein werden und ob große Unternehmen auf die Aktion aufspringen, werden die kommenden Tage weisen: Während derzeit die wenigsten noch aktiv an Unternehmen herantreten (wie dies beispielsweise dieser Herr macht „Hire me. Seriously.“), decken sich die meisten Interessierten gegenseitig noch mit Tipps ein (Bild klicken).

Eine spannende Aktion, die man verfolgen sollte. Sind Sie der Meinung, dass die Jobsuche via Twitter erfolgreich sein kann? Oder haben Sie vielleicht sogar schon Erfahrungen damit gemacht?

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren